Stuart Sutcliffe

Stuart Fergusson Victor Sutcliffe (* 23. Juni 1940 in Edinburgh, Schottland; † 10. April 1962 in Hamburg) war kurzzeitig Mitglied der Beatles und Maler, dessen Stil sich am abstrakten Expressionismus orientierte.

Sutcliffe war nie ein talentierter Musiker. Er trat der Band wegen seiner Freundschaft zu John Lennon bei, den er auf dem Liverpooler „College Of Art“ kennengerlernt hatte. Lennon überzeugte ihn, von dem Geld, das er durch den Verkauf eines seiner Bilder verdiente, einen E-Bass zu kaufen.

Sutcliffe fühlte sich wegen seiner beschränkten Fähigkeiten sehr unwohl auf der Bühne und spielte daher meist mit dem Rücken zum Publikum, um seine mangelhafte Spieltechnik zu verbergen. Er verließ die Beatles im Jahr 1960 vor ihrem Durchbruch und starb kurz danach an Hirnblutungen. Paul McCartney, erst einer von drei Gitarristen, löste Sutcliffe am Bass ab.

Sutcliffes Bedeutung für die Band lag weniger in seinem musischen Talent als in seiner Art. Er war der erste, der die Pilzkopf-Frisur trug. Sein Stil, unterstützt durch seine Geliebte Astrid Kirchherr, trug viel zum frühen „Beatles-Look“ bei.

Als Maler zeigte er schon in frühen Jahren beachtliches Talent. Die wenigen noch existierenden Werke zeigen sowohl Einflüsse von englischen und europäischen abstrakten Künstlern als auch die der amerikanischen Bewegung des abstrakten Expressionismus. Seine eher figürlichen Werke erinnern stark an die Kitchen Sink School, und insbesonders an John Bratby. Seine späteren Werke lassen sich eher mit John Hoyland und Nicolas de Stael vergleichen, da sie etwas gefühlvoller sind.

Sutcliffes Zeit bei den Beatles und seine Beziehungen zu Kirchherr und Lennon sind Thema des Spielfilms Backbeat

Sein Tod

Am 10. April 1962 starb Sutcliffe an einer Hirnblutung, nachdem er in einer Kunstvorlesung zusammengebrochen war.

Sutcliffes Schwester Pauline glaubt, John Lennon sei am Tod des Bruders Schuld, da die beiden in Hamburg eine Auseinandersetzung hatten, bei dem Lennon Sutcliffe gegen den Kopf getreten haben soll (in Albert Goldmans Buch „John Lennon. Ein Leben“.)

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