| Stadtbezirk Stuttgart-Möhringen | |
| Stadtteil-Wappen | Stadtkarte |
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| Liste der Stadtteile Stuttgarts | |
| Bundesland : | Baden-Württemberg |
| Stadt: | Stuttgart |
| Geografische Lage: | 48° 43' N, 09° 09' O |
| Fläche: | 15 km² |
| Einwohner: | 30.074 (2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 2.005 Einwohner je km² |
| Höhe: | 421 m ü. NN |
| Postleitzahlen: | 70567, 70565 |
| Vorwahl: | 0711 |
| Adresse des Bezirkamts: |
Maierstraße 1 70567 Stuttgart |
| Website (offizielle): | www.stuttgart.de |
| Bezirksvorsteher: | Jürgen Lohmann |
Möhringen auf den Fildern ist ein Stadtbezirk im Süden von Stuttgart. Es grenzt an die Stuttgarter Bezirke Vaihingen, Süd, Degerloch und Plieningen sowie die Stadt Leinfelden-Echterdingen.
Inhaltsverzeichnis |
In frühen Urkunden, bis etwa 1300, wird der Name Moringen verwendet. Die Eigentümer Möhringens wechselten mehrmals, bis es schließlich nach Württemberg kam. Am 1. April 1942 erfolgte die Eingemeindung nach Stuttgart. Danach wurde Möhringen als Stadtteil geführt.
Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Stadtteil Möhringen mit den Stadtteilen Fasanenhof und Sonnenberg zum Stadtbezirk Möhringen vereinigt.
Der Fasanenhof wurde 1730 als Fasanerie von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg auf der Gemarkung Kleinaichen in Echterdingen angelegt und vom Nachfolger Karl Alexander erweitert.
Herzog Karl Eugen und seine Gemahlin Franziska von Hohenheim erweiterten die Anlage beträchtlich: Im Jahr 1783 ließen sie ein Lustschloss mit Gartenanlagen bauen. Das Schloss, im Mansardenstil erbaut, war ein einfaches zweigeschossiges Wohnhaus. Die gesamte Anlage erhielt den Namen Fasanenhof.
Die Gemahlin seines Bruders Friedrich Eugen (der Stammvater des württembergischen Königshauses) legte den Park neu an. Es entstand ein länglicher See mit zwei künstlichen Inseln. Auf einer der Inseln stand eine Moschee und auf der anderen ein Tempel zu Ehren der Blumengöttin Flora. Nach dieser bekam die Anlage den Namen Floride.
Im Jahre 1799 wurde der Hof an den Kanzleiadvokaten Karl Ludwig verkauft. Nach dessen Tod im Jahr 1805 kaufte der Förster Hammer das Areal. Die Parkanlagen verwilderten und der Hof erhielt eine landwirtschaftliche Bestimmung. Die Waldung um das Schloss wurde fast komplett abgeholzt und für den Feldbau erschlossen. Der Boden war nicht so fruchtbar wie auf anderen Feldern der Filderebene, aber es waren ergiebige Wiesen und so konnten die Besitzer sich einen ansehlichen Viehbestand halten. Die damalige Käserei war für ihren Münsterkäse bekannt. Der Fasanenhof ging 1854 in den Besitz der königlichen Hofkammer über.
1942 wird der Wohnplatz Fasanenhof von der Gemeinde Echterdingen abgetrennt und in die Stadt Stuttgart eingegliedert.
Im Jahre 1959 entstand im Stadtplanungsamt der Bebauungsplan für eine Großsiedlung mit 10.000 Einwohnern. Mit dem Fasanenhof sollte ein reines Wohngebiet entstehen, dass in der Planung drei zwanzigstöckige Wohnhochhäuser und zwei Gruppen von je zwei achtstöckigen scheibenförmigen Wohngebäuden umfassen sollte. Infrastrukturell wurden eine Grund- und Hauptschule, drei Kindergärten/-tagesstätten, drei Kirchen mit Gemeindezentren, eine Seniorenwohnanlage, eine Modellwohnanlage für Körperbehinderte, ein Jugendhaus, ein Hauptzentrum mit Geschäften, zwei Nebenzentren, ein großes Angebot an Spiel- und Freizeitflächen, ein Vereinshaus mit Gaststätte und Sportanlagen geplant.
Ende 1960 waren die ersten Wohnungen auf dem Fasanenhof bezugsfertig. Die Hauptbauphase war 1968 abgeschlossen. Heute ist der Fasanenhof geprägt von vielen Grünflächen. Es gibt nur wenig Durchgangsverkehr und die Gehsteige sind kinderwagen- und behindertengerecht abgesenkt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Stuttgarter Innenstadt in einer halben Stunde zu erreichen. Einkaufsmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden und auch gut zu Fuß erreichbar. Das Bezirksrathaus und Bürgerbüro in Möhringen bietet nahezu alle Dienstleistungen der Stadtverwaltung und ist leicht zu erreichen. Zwei Kindergärten, eine Kindertagesstätte und die erste Ganztagesschule Stuttgarts bieten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Dieses Angebot wird durch das Kinder- und Jugendhauses und die Kinder- und Jugendarbeit der ev. und kath. Kirchengemeinden abgerundet. Betreutes Wohnen ist schon seit Jahren auf dem Fasanenhof möglich, ab 2006 werden weitere Wohnungen zur Verfügung stehen und auch ein Pflegeheim ist geplant.
Sonnenberg wurde ab 1903 als Wohnsiedlung erbaut und 1935 bis 1939 sowie 1948 bis 1960 ausgebaut.
Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtteil Möhringen in die Stadtteile Möhringen-Mitte, Möhringen-Nord, Möhringen-Ost, Möhringen-Süd, Sternhäule und Wallgraben-Ost und der Stadtteil Fasanenhof in die Stadtteile Fasanenhof und Fasanenhof-Ost aufgeteilt. Mit dem bereits vorher bestehenden Stadtteil Sonnenberg verwaltet das Bezirksrathaus in Möhringen seither insgesamt neun Stadtteile.
Innere Stadtbezirke: Stuttgart-Mitte | Stuttgart-Nord | Stuttgart-Ost | Stuttgart-Süd | Stuttgart-West
Äußere Stadtbezirke: Bad Cannstatt | Birkach | Botnang | Degerloch | Feuerbach | Hedelfingen | Möhringen | Mühlhausen | Münster | Obertürkheim | Plieningen | Sillenbuch | Stammheim | Untertürkheim | Vaihingen | Wangen | Weilimdorf | Zuffenhausen