Sulzfluh

Sulzfluh
Sulzfluh von Nordwesten, mit Rachen (Kar nordwestlich der Sulzfluh)

Sulzfluh von Nordwesten, mit Rachen (Kar nordwestlich der Sulzfluh)

Höhe 2.818 m ü. A.
Lage Vorarlberg / Graubünden
Gebirge Rätikon
Geographische Lage 47° 1' 0" N, 9° 50' 25" O
Erstbesteigung 1782

Die Sulzfluh gehört mit 2.817 Metern Höhe zu den zehn höchsten Alpengipfeln im Rätikon, Graubünden /Vorarlberg. Der Berg liegt direkt an der österreichisch-schweizerischen Grenze und besitzt neben dem Hauptgipfel noch den 2.812 Meter hohen Westgipfel.

Unmittelbar unterhalb der Südwand der Sulzfluh liegt die Carschinahütte des SAC. Neben den altbekannten Sulzfluhhöhlen Kirchhöhle, Seehöhle, Abgrundhöhle und Herrenhöhle (Herrenbalme) befinden sich die großen Höhlensysteme von Oberer Seehöhle und Apollohöhle in der Ostflanke des Berges, über der tiefen verkarsteten Mulde der Gruben zwischen Sulzfluh und Weißplatte. Der Grenzgipfel trennt das Gauertal im Montafon vom St. Antöniental in Graubünden. Seine erste verbürgte Besteigung erfolgte 1782.

Der mächtige und relativ löchrige Kalkberg mit seinen auf allen Seiten steil abfallenden Felsflanken ist einer der schönsten Berge des Rätikons. In der Südwand zwischen Sulzfluh-Hauptgipfel und Westgipfel verlaufen mehrere Kletterrouten mit hohem Schwierigkeitsgrad. Ebenso in der Westwand und Nordwestwand der benachbarten Kleinen Sulzfluh (2.708 m ü. A.). 2005 wurde von dem Partnun (St. Antönien) her ein Klettersteig auf den Gipfel eröffnet.

Von der Tilisunahütte führen ein mittelschwerer markierter Pfad durch das Gemstobel (hier eine kurze Felsstufe) und ein Wanderweg über das Sulzfluhplateau und den kleinen Sulzfluhgletscher zum Gipfelkreuz des Hauptgipfels. Der Anstieg von der Lindauer Hütte im Gauertal erfolgt über den Porzalengawald, westlich an den Bankköpfen vorbei und durch den Rachen auf die nackte Karsthochfläche des Sulzfluhplateaus. Von Partun im St. Antöniental besteht eine weitere Aufstiegsmöglichkeit, welche beim anspruchsvollen Einstieg in die fast senkrecht aufsteigenden Karste teilweise mit Ketten gesichert wird. Der Schwierigkeitsgrad liegt bei dieser Variante bei T3.

Literatur

  • Johann Catani: Bemerkungen bei einer in Gesellschaft Herrn Pfarrer Pol durch die Montafunerberge in die Gebirge Fermunt, im Julius 1780 angestellten Bergreise. In: Bernhard Otto (Hrsg.): Der Sammler, eine gemeinnützige Wochenschrift für Bünden. 5/3/1781. Chur, S. 33ff
  • Luzius Pol: Beschreibung der Sulzfluhhöhlen. In: Bernhard Otto (Hrsg.): Der Sammler, eine gemeinnützige Wochenschrift für Bünden. 6/1784, Chur, S. 209-242
  • Andreas Wildberger: Zur Geologie und Hydrogeologie des Karstes der Sulzfluhhöhlen (St.Antönien, Graubünden). In: Stalactite. 2/46/1996, Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung (SSS/SGH), La Chaux-de-Fonds

Weblinks

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