Ein Superkontinent ist ein plattentektonischer Begriff der eine zusammenhängende Landmasse von mehreren – oder allen – Kontinentalkernen bzw. Kratonen der Lithosphäre der Erde beschreibt. Die Grenze zum Großkontinent ist fließend.
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Neben den heutigen Großkontinenten Afrika-Eurasien und Gesamtamerika und zukünftigen (Pangäa Ultima oder Amasia in etwa 250 bis 400 Millionen Jahren), gab es auf der Erde mehrere – mehr oder weniger gesicherte – Superkontinentzyklen:
Da das älteste Gestein der Erde - der Acasta-Gneis aus dem Slave Kraton des Kanadischen Schildes - 4,03 Milliarden Jahre alt ist, hat es bereits im Hadaikum feste Terrane auf der Erde gegeben.
Wenn alle Kontinente zu einer Landmasse vereint sind, treten spezielle klimatische Bedingungen auf: Es gibt wenige beregnete Küstenlinien, und mehr Trockengebiete im Inneren des Kontinents.
Auch die Entstehung von Arten wird durch den Übergang eines großen in mehrere kleinere Kontinente beeinflusst. Beispielsweise ist die Ausbreitung von Landtieren auf einem einzigen Kontinent einfach; erst die Aufspaltung in mehrere Kontinente führte zur Separierung der Beuteltiere in Australien von den übrigen Säugetieren.
Diese uneingeschränkte Ausbreitungsmöglichkeit bot allerdings erst Pangäa und ihre frühen Konstituenten (ab etwa 444 mya), da erst im Ordovizium sich Flora, und im Silur auch die Fauna das Festland besiedelten. Es hatte etwa 100 Millionen Jahre Entwicklung in den Randmeeren des Urozeans gebraucht, um als Voraussetzung für den „Landgang“ den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre durch Photosynthese auf 2% ansteigen zu lassen bzw. eine stabile, schützende Ozonschicht auszubilden, und aus den ersten makroskopischen Lebensformen des Ediacariums, und vor allem der Kambrischen Explosion – ab 542 mya – die Ahnen der modernen Landlebewesen zu entwickeln. Die früheren Superkontinente hatten also ausschließlich eine geologische Entwicklung durchlaufen.
Als Test zu diesem Modell des Superkontinent- bzw. des Wilson-Zyklus gab es Versuche im Bereich Chemie, sowie der Klimaforschung, die dieses Modell bestätigen.
a) Chemische Bestätigung: Da schwere Atome früher als leichte kristallisieren, findet man im offenen Meer meistens Schwefel-32-Anteile und nicht die schwereren Schwefel-34-Vorkommen (d. h.: im Superkontinent höhere Anteile an Schwefel-32). Die Beobachtungen des Offenmeeres ergaben also Ablagerungen, die vor 200 und vor 600 Mio. Jahren stattgefunden haben, was auf einen Superozean schließen lässt.
b) Beobachtungen in der Klimaforschung: Da Kohlendioxid (CO2) mit den Anteilen von CaSi der Erde reagiert, wird der Atmosphäre dieses Kohlendioxid entzogen, was in der Folge das Weltklima beeinflusst. In diesem Fall findet der Gegensatz zum Treibhauseffekt statt, also eine Abkühlung des Weltklimas, da weniger CO2-Anteile die von der Erdoberfläche abgestrahlte Wärme in der Atmosphäre aufhalten.
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