| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Stendal | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Tangermünde | |
| Koordinaten: | 52° 32′ N, 11° 58′ O | |
| Höhe: | 43 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,01 km² | |
| Einwohner: | 9583 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 435 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 39585–39590 | |
| Vorwahl: | 039322 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SDL | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 90 550 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Str. 61 39590 Tangermünde |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Rudolf Opitz | |
| Lage der Stadt Tangermünde im Landkreis Stendal | ||
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Tangermünde ist eine Stadt im Süden des Landkreises Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Tangermünde, der weitere sieben Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Tangermünde, eine ehemalige Hansestadt südöstlich von Stendal, liegt am Rande der Altmark direkt an der Elbe. Sie ist bekannt für ihre gut erhaltene Fachwerk-Altstadt.
Urkundlich erwähnt wird die Burg von Tangermünde erstmals im Jahre 1009; die erste urkundliche Erwähnung der Stadt selbst datiert aus dem Jahr 1275. Die Lage auf einem Uferfelsen an der Elbe machte die Stadt zum Erhebungsplatz der Elbzölle und zur markgräflichen Residenz. Im 14. Jahrhundert war Tangermünde zeitweise der Zweitsitz von Kaiser Karl IV. Unter ihm sollte die Stadt zur Hauptstadt der mittleren Provinzen aufsteigen. Aus der alten Burg wurde die Kaiserpfalz. Die Gunst des Kurfürsten Johann Cicero von Brandenburg verlor die Stadt nach der Rebellion von 1488, bei der es um die Biersteuer ging. Die Residenz wurde in der Folge nach Berlin verlegt. 1617 brannte die Stadt fast vollständig ab. Die Schuld daran gab man der Waisen Grete Minde, die aus Rache für das ihr vorenthaltene väterliche Erbe gehandelt haben soll. Theodor Fontane inspirierte dieses Ereignis 1880 zu seiner gleichnamigen Novelle.
Der Stadtrat von Tangermünde setzt sich aus 20 Ratsmitgliedern und dem vorsitzenden Bürgermeister zusammen.
(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)
Blasonierung: „In Silber ein roter Adler mit goldener Bewehrung, die Schwingen besteckt mit je einer silbernen Rose mit goldenem Butzen.“
Die Stadt Tangermünde führt dieses Wappen seit ihrer Gründung, in seiner heutigen Darstellung ähnelt es der Form, wie sie im ausgehenden Mittelalter dargestellt wurde. Den brandenburgischen Adler zeigt auch das älteste Siegel um 1300. Die beiden heraldischen Rosen sind als Unterscheidungsmerkmal Zufügungen späterer Zeit.
1826 gründete Friedrich Theodor Meyer die Zuckerraffenerie Tangermünde. Sie stellte seit 1910 die Schokolade Feodora her, die heute von Hachez in Bremen weiterproduziert wird. Das Zuckergeschäft wird von der Firma Zertus in Hamburg betrieben. Die ehemalige Schokoladenfabrik wird im Jahr 2007 abgerissen.
Heutige wirtschaftliche Standbeine der Stadt sind Tourismus, Lebensmittelindustrie und Maschinenbau.
Nördlich der Stadt verläuft die Bundesstraße 188. Bis 2001 führte diese Bundesstraße mitten durch die Stadt, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führte, da es bei Tangermünde die einzige Straßenbrücke über die Elbe zwischen Magdeburg und Wittenberge gibt. Durch den Bau der neuen Elbebrücke und der nördlichen Ortsumfahrung in den Jahren 1997 bis 2001 konnten diese Probleme gelöst werden
Tangermünde besitzt einen kleinen Bahnhof. Die Verbindung zum Knotenpunkt Stendal stellt seit 1886 eine Bahnlinie der ehemaligen Stendal-Tangermünder Eisenbahn-Gesellschaft her, an der die Stadt bis 1945 maßgeblich beteiligt war. Heute betreibt die Deutsche Bahn den Verkehr.
Außerdem war die Stadt von 1903 bis 1917 durch die Kleinbahn-AG Tangermünde–Lüderitz mit ihrem westlichen Hinterland verbunden.
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