Mit der Teilung von Prüm im Jahre 855 wurde das Mittelreich Lothars I. (Lotharii Regnum bzw. nach dem Nordteil zuweilen in Gesamtheit als Lotharingien bezeichnet) unter dessen Söhnen aufgeteilt.
Das fränkische Mittelreich ist entstanden aus der Teilung des fränkischen Reiches in drei Teile im Vertrag von Verdun (843). Lothar I. gelang es nicht, das Reich zu stabilisieren.
Um seine Söhne vor den Ansprüchen seiner Brüder zu schützen, veranlasste Lothar I. 855 bei Prüm (vermutlich im Hofgut Schüller) die Aufteilung seines Reiches unter seinen Söhnen:
Lothar I. selbst zog sich in die Abtei Prüm zurück, wo er wenige Tage später starb.
Nach dem frühen Tod Karls wurde dessen Reich unter den verbleibenden Söhnen Lothar II. und Ludwig II verteilt.
Nach dem sechs Jahre späteren Tod Lothars II. wurde das (jetzt etwas größere) Mittelreich 870 mit dem Vertrag von Mersen unter den Brüdern Lothars I. (Ludwig II., genannt der Deutsche, und Karl II., genannt der Kahle) erneut aufgeteilt.