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Telefonvorwahl

Eine Telefonvorwahl ist eine Ziffernfolge, die man beim Wählen einer Telefonnummer eingibt, um den logischen Ort zu wechseln.

Dieser logische Ort entspricht bei Anrufen ins Festnetz in der Regel einem geographischen Ort, eine entsprechende Vorwahl im nationalen Rufnummernraum wird mit Ortsnetzkennzahl (ONKz) bezeichnet, entsprechende Teilnehmerrufnummern sind sogenannte geographische Rufnummern.

Es kann sich bei dem logischen Ort aber auch um einen nicht-geografischen Rufnummernraum (in Deutschland die Telefonvorwahl 032), um ein eigenständiges Telefonnetz (zum Beispiel Mobilfunk), um einen Dienst (zum Beispiel Servicerufnummern) oder um einen Netzbetreiber (Sparvorwahl) handeln.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zur Geschichte und Notwendigkeit

Historisch gesehen entstanden Telefonvorwahlen, weil Telefonnetze immer nur für eingegrenzte Orte konzipiert wurden. Sobald aber zwei Telefonnetze einen zumindest teilweise überlappenden Nummernraum haben, sind Telefonnummern nicht mehr eindeutig. Oft dienen sie auch zum Routing (Auswahl des Telefonnetzes eines bestimmten Unternehmens) eines Gesprächs. Seit 1964 sind die internationalen Telefonvorwahlen durch die Internationale Fernmeldeunion (ITU) genormt.

Seitdem besteht die Telefonvorwahl in vielen Ländern aus einer Verkehrsausscheidungsziffer und der eigentlichen Vorwahlnummer. Will man beispielsweise innerhalb des deutschen Telefonnetzes ein Gespräch nach Berlin führen, so wählt man die Ziffernfolge „030“. Die Null ist dabei die Verkehrsausscheidungsziffer, die „30“ die Kennung für Berlin. Näheres zum genauen Ablauf siehe unter Vermittlungsstelle.

Für internationale Telefonvorwahlen gibt es eine andere Verkehrsausscheidungsziffer, in den meisten Ländern ist dies die „00“.

Die Situation der Telefonvorwahlen bei der IP-Telefonie ist etwas komplizierter und in diesem Artikel beschrieben.

Siehe auch: Nummerierung (Telekommunikation)

Vorwahlarten

Es gibt verschiedene Arten von Vorwahlen:

Länder mit zwingender Verwendung der Vorwahl in allen Fällen

In der Schweiz (März 2002), in Frankreich (1999), in Dänemark, in Norwegen, in Italien, in Belgien (Juli 2000), in Tschechien (22.9.2002), in Griechenland, in Polen (5. Dezember 2005), Spanien und Estland wurde die zwingende Verwendung der Vorwahl eingeführt, auch wenn es sich nur um ein Ortsgespräch handelt. Ein Vorteil der Methode ist, dass hierdurch pro Ortsnetz 11 % mehr Nummern zur Verfügung stehen, da die Ziffer 0 auch direkt nach der Ortsnetzkennzahl verwendet werden kann. Weiterhin können Nummern, die nicht mit 0 beginnen, für Sonderdienste und Mobiltelefonie verwendet werden. Eine derartige Regelung ist auch Voraussetzung, um die Rufnummernmitnahme einer beliebigen Teilnehmerrufnummer auch bei Umzügen jenseits der Ortsnetzgrenzen zu ermöglichen, was beispielsweise in der Schweiz, in Estland, Tschechien und Luxemburg realisiert wurde (vgl. 032-Nummern in Deutschland).

Rufnummernmitnahme

Die Umsetzung der europäischen Universaldienstrichtlinie 2002 und anderer Bestrebungen zur Rufnummernmitnahme oder -portierung (bei Mobiltelefonen: Mobile Number Portability, MNP) beschränkt die Vorwahl in ihrer Funktion des Routings, da das Zielnetz nicht mehr feststeht. Dies ist insbesondere für Least Cost Router ein Problem, welche die günstigste Verbindung zum Ziel finden sollen.

Listen

Deutschland

Siehe: Telefonvorwahl (Deutschland)

Österreich

Siehe: Telefonvorwahl (Österreich)

Schweiz

Siehe: Telefonvorwahl (Schweiz)

Albanien

Siehe: Telefonvorwahl (Albanien)

Kroatien

Siehe: Telefonvorwahl (Kroatien)

Rumänien

Siehe: Telefonvorwahl (Rumänien)

Nordamerika

Siehe: Telefonvorwahl (Nordamerika)

Besondere Vorwahlen

Siehe: Sonderrufnummer

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary
Wiktionary: Telefonvorwahl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

Deutschland

Österreich

International

Quelle:
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