Ein Tensor ist in der Mathematik ein geometrisches, unter Koordinatentransformationen invariantes Objekt, das aus Vektoren und/oder linearen Abbildungen aufgebaut ist.
Es gibt eine Hierarchie von Tensoren, in der diese nach der Komplexität ihres Aufbaus unterschieden werden. So können z.B. Skalare als Tensoren 0. Stufe aufgefasst werden, Vektoren als Tensoren 1. Stufe und quadratische wie auch rechteckige Matrizen repräsentieren Darstellungen von Tensoren 2. Stufe.
Das mathematische Teilgebiet Lineare Algebra handelt u.a. von Tensoren, dieser Bereich wird ohne klare Bedeutungsunterscheidung auch Tensorrechnung, Tensoralgebra oder multilineare Algebra genannt. Die Tensoranalysis behandelt Tensorfelder über Mannigfaltigkeiten und auf diesen definierte Differentialoperatoren.
Das Wort Tensor (lat.: tendo ich spanne) wurde in den 1840er Jahren von Hamilton in die Mathematik eingeführt; er bezeichnete damit den Absolutbetrag seiner Quaternionen, also noch keinen Tensor im modernen Sinn.
Maxwell scheint den Spannungstensor, den er aus der Elastizitätstheorie in die Elektrodynamik übertrug, selbst noch nicht so genannt zu haben.
In seiner modernen Bedeutung, als Verallgemeinerung von Skalar, Vektor, Matrix, wird das Wort Tensor erstmals von Woldemar Voigt in seinem Buch Die fundamentalen physikalischen Eigenschaften der Krystalle in elementarer Darstellung (Leipzig, 1898) eingeführt.
Unter dem Titel absolute Differentialgeometrie entwickelten Gregorio Ricci-Curbastro und dessen Schüler Tullio Levi-Civita um 1890 die Tensorrechnung auf Riemannschen Mannigfaltigkeiten; einem größeren Fachpublikum machten sie ihre Ergebnisse 1900 mit dem Buch Calcolo differenziale assoluto zugänglich, das bald in andere Sprachen übersetzt wurde, und aus dem sich Einstein unter großer Mühe die mathematischen Grundlagen aneignete, die er zur Formulierung der Allgemeinen Relativitätstheorie benötigte. Einstein selbst prägte 1916 den Begriff Tensoranalysis und trug mit seiner Theorie maßgeblich dazu bei, den Tensorkalkül bekannt zu machen; er führte überdies die Einsteinsche Summationskonvention ein, nach der über doppelt auftretende Indizes stillschweigend summiert wird.
Viele physikalische Gesetze sind Proportionalitäten, beispielsweise bewirkt eine an einem Körper angreifende Kraft eine Geschwindigkeitsänderung, die der Größe der Kraft proportional ist:

Diese Gleichung besagt zudem, dass die Richtung der Kraft auch die Richtung der Beschleunigung angibt. Derselbe Proportionalitätsfaktor, die Masse m, taucht auch in der Formel für die Bewegungsenergie

auf.
Es gibt jedoch Zusammenhänge, die sich nicht in dieser Weise beschreiben lassen, weil die zugehörigen Proportionalitätsfaktoren von der Richtung der beteiligten vektoriellen Größen abhängen. Ein Beispiel liefern Drehbewegungen: Greift an einem rotierenden Körper ein Drehmoment an, so bewirkt es eine Änderung der Winkelgeschwindigkeit, und eine Verdoppelung des Drehmomentes verdoppelt auch diesen Effekt. Es gilt also

mit einem Proportionalitätsfaktor J, der je nach Richtung von
unterschiedlich sein kann. Auch müssen die Richtungen von
und
nicht übereinstimmen. Die Rotationsenergie lässt sich ebenfalls mit einem richtungsabhängigen Faktor J als

darstellen.
Diese Richtungsabhängigkeit bedeutet, dass das Trägheitsmoment J eine tensorielle Größe ist, genauer ein Tensor zweiter Stufe, der Trägheitstensor. „Stufe zwei“ besagt dabei, dass zwei Vektoren involviert sind, in der ersten Formel
und
, in der zweiten zweimal der Vektor
. Tensoren der zweiten Stufe können also grob gesagt aus Vektoren wieder Vektoren machen oder aus Paaren von Vektoren Zahlen. Mathematisch entspricht das einer linearen Abbildung bzw. einer Bilinearform, die sich beide durch eine
-Matrix beschreiben lassen. Rechnerisch ist ein Tensor zweiter Stufe also nichts anderes als eine (quadratische) Matrix, und die obigen Formeln nehmen die Form
bzw. 
mit der entsprechenden Matrix J an.
Für manche Anwendungen, zum Beispiel in der Elastizitätstheorie und fast überall in den Ingenieurwissenschaften, ist es vollkommen ausreichend, sich Tensoren als eine Fortsetzung der Reihe Skalar, Vektor, Matrix vorzustellen. Dabei unterscheidet man Tensoren verschiedener Stufen (auch Rang genannt):
Im Allgemeinen wird zusätzlich gefordert, dass die Tensoren unter Koordinatentransformationen ein vorbestimmtes Verhalten aufweisen. Unter einer Koordinatentransformation kann man sich beispielsweise eine Drehung oder Verschiebung des zugrundeliegenden kartesischen Koordinatensystems vorstellen. Diese zusätzliche Forderung ist besonders wichtig im Rahmen der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie, in der es um das Transformationsverhalten (Lorentz-Transformation) von Gleichungen geht.
Ein Tensor n-ter Stufe ist eine n-fach indizierte Größe
. Jeder Index, beispielsweise i1, durchläuft eine vorbestimmten Wertebereich natürlicher Zahlen, beispielsweise i1 = 1,2,3. Die indizierte Größe kann sowohl ein Skalar (n=0), einen Vektor (n=1) oder eine Matrix (n=2) darstellen. Insofern handelt es sich um eine Verallgemeinerung der Größen Skalar, Vektor und Matrix. Weitere Informationen über das Thema findet man unter Indexdarstellungen der Relativitätstheorie.
Als Tensorprodukt wird eine Verknüpfung
zwischen zwei Vektoren v und w der Vektorräume V und W über demselben Körper K definiert. Diese Verknüpfung wird in der üblichen Form zweistelliger Rechenoperationen notiert,
.Die Verknüpfung
kann als Produktoperator interpretiert werden. Die Produktoperator ist
eine bilineare Abbildung. Den Vektoren v und w wird ein Tensorprodukt zugeordnet:

Für diese Abbildung gelten die folgenden Regeln:



Dabei sind v1 und v2 jeweils ein beliebiges Element des Vektorraumes V; w1 und w2 sind jeweils ein beliebiges Element des Vektorraumes W; λ ist ein beliebiges Element des Grundkörpers K.
Im Allgemeinen nichts miteinander zu tun haben jedoch
und
,selbst wenn V = W ist; andernfalls gehören sie sogar unterschiedlichen Vektorräumen an.
Diese Regeln sehen aus wie Distributivgesetze bzw. Assoziativgesetze der Multiplikation; auch daher der Name Tensorprodukt. Damit das Tensorprodukt diese Eigenschaften haben kann, muss der Raum der Tensorprodukte selbst wieder ein Vektorraum sein. Das heißt aber insbesondere, dass beliebige Summen

in diesem Tensorproduktvektorraum gebildet werden können. Diese stellen die allgemeinste Form eines Tensors 2. Stufe dar, jedoch kann mit den angegebenen Rechenregeln derselbe Tensor durch verschiedene Summen von Tensorprodukten dargestellt werden.
Da die Menge der Tensorprodukte
wieder einen Vektorraum über dem Körper K bildet, kann ein Tensor der Form
gebildet werden. u ist wiederum ein Vektor aus einem Vektorraum U über K. Man kann zeigen, dass es auf die Reihenfolge der Produktbildung nicht ankommt, also
=
. Durch Fortsetzung ist es möglich, Tensorprodukte mit beliebig vielen Faktoren zu definieren:
.
Jeder Tensor kann als Summe reiner Tensorprodukte dargestellt werden, insbesondere als Linearkombination der Tensorprodukte der Basisvektoren,
.Tensoren T sind multilineare Abbildungen in einen Vektorraum W:
.
und W sind jeweils Vektorräume über dem gemeinsamen Körper K. Mit n wird die Stufe des Tensors bezeichnet.
seien jeweils beliebige Vektoren aus den entsprechenden Vektorräumen
. Dann lässt sich eine multilineare Abbildung auch folgendermaßen darstellen:

Multilinear bedeutet, dass die Abbildung linear in jedem ihrer Argumente sein muss. Sei i ein Index, der von 1 bis n läuft. xi und yi seien zwei beliebige Vektoren aus dem Vektorraum Vi. λ sei ein beliebiges Element des Körpers K. Dann muss für alle i =1,..., n gelten:


Der Zusammenhang mit den Tensorprodukten ergibt sich durch folgende Identifikation:
.Für ein tieferes Verständnis von Tensoren ist es unerlässlich, zu rekapitulieren, was eigentlich ein Vektor ist: nämlich
Wir betrachten einen Vektor v aus einem n-dimensionalen Vektorraum V. Bezüglich einer gegebenen Basis {e1, ..., en} ist v durch seine Koordinaten v1, ..., v n gegeben:
Das Hochstellen der Koordinatenindizes ist in einigen, aber nicht allen Anwendungen der Tensorrechnung üblich; es steht im Zusammenhang mit der Unterscheidung von ko- und kontravarianten Größen; mehr dazu unten.
Jeder der Vektorräume
besitzt eine Basis. Als Basisvektoren der jeweiligen Vektorräume werden
bezeichnet.
stellt also einen Basisvektor des Vektorraums V1 dar. Der Vektorraum V1 hat eine bestimmte Dimension d, so dass er d Basisvektoren
besitzt. Das gilt entsprechend für alle Vektorräume
.
Die Koordinaten eines Tensors sind folgendermaßen definiert:

Handelt es sich bei dem Tensor T um Elemente eines mehrdimensionalen Vektorraums W, so ist nach obiger Definition
ein Element aus diesem Vektorraum W. T kann wiederum nach den Basisvektoren dieses Vektorraums W entwickelt werden. Dadurch können die Koordinaten als rein skalare Größen dargestellt werden. Die Koordinaten erhalten in dieser Darstellung einen weiteren Index i.
Jeder beliebige Vektor v1 des Vektorraums V1 lässt sich als Linearkombination seiner Basisvektoren darstellen, so dass gilt:

Mit vij werden die Koordinaten des Vektors vj bezeichnet. Die Koordinaten des Vektors v sind Skalare aus dem Körper K. Für die Abbildung der Vektoren
unter dem Tensor T gilt also ganz allgemein:

Seien
und
jeweils unterschiedliche Basen der Vektorräume
. Jeder Vektor, also auch jeder Basisvektor
kann als Linearkombination der Basisvektoren
dargestellt werden. Der Basisvektor
werde dargestellt durch:

Die Größen
bestimmen also die Basistransformation zwischen den Basen
und
. Das gilt für alle
.
Ferner stelle
die Koordinaten
des Tensors T in der Basis
dar. Dann ergibt sich für das Transformationsverhalten der Tensorkoordinaten:

Wichtig: Es wird in der Regel zwischen den Koordinatendarstellung des Tensors
und den Transformationsmatrizen
unterschieden. Die Transformationsmatrix
ist zwar eine indizierte Größe aber kein Tensor. Sowohl die Galilei-Transformation der klassischen Mechanik als auch die Lorentz-Transformation der speziellen Relativitätstheorie sind Beispiele für eine solche Transformationsmatrix. Im Rahmen der speziellen Relativitätstheorie sind Lorentz-Tensoren Größen, deren Koordinaten sich unter einer Lorentz-Transformation transformieren. Die Lorentz-Transformation stellt also eine Koordinatentransformation des Lorentz-Tensors dar. Deshalb ist der Lorentz-Tensor invariant unter Lorentz-Transformation. Der abstrakte Formalismus findet aus physikalischer Sicht hier seine Berechtigung.
Das Kronecker-Delta δ ist ein Tensor zweiter Stufe. Es ist ein Element von
; es ist also eine lineare Abbildung
. Lineare Abbildungen sind durch die Wirkung auf die Basisvektoren eindeutig bestimmt. So ist das Kronecker-Delta eindeutig durch

bestimmt.
Das Levi-Civita-Symbol
, das zur Berechnung des Kreuzprodukts zwischen Vektoren gebraucht wird, ist ein Tensor dritter Stufe. Es gilt
. Man schreibt
.
Der Energie-Impuls-Tensor Tαβ und der elektromagnetische Feldstärketensor Fαβ sind Tensoren zweiter Stufe auf der vierdimensionalen Basis der Raumzeit.
Im weiteren Verlauf dieses Artikels wird die von Einstein eingeführte Summationskonvention verwendet: über jeden Index, der in einem Tensorausdruck genau zweimal vorkommt, und zwar einmal als tief- und einmal als hochgestellter Index, wird automatisch summiert. Es ist also
von nun an eine Kurzscheibweise für
.Die Vektoren des dualen Vektorraums V * sind Tensoren der Stufe 1. Sie werden als kovariante Tensoren bezeichnet.

Die Basisvektoren des dualen Vektorraums V * seien gegeben durch:

Für einen beliebigen Vektor
des Dualraums gibt es folgende Koordinatendarstellung:

Die Koordinaten xi eines kovarianten Tensors tragen konventionsgemäß einen tiefgestellten Index i.
Die Vektoren des zugehörigen Vektorraumes V sind ebenfalls Tensoren der Stufe 1. Sie werden als kontravariante Tensoren bezeichnet.

Die Koordinaten xi eines kontravarianten Tensors tragen konventionsgemäß einen hochgestellten Index i.
Die Vektoren v können mit den Vektoren v** des zugehörigen Bidualraumes V** identifiziert werden. Denn es existiert eine Bijektion zwischen den Elementen des Vektorraums V und des zugehörigen Bidualraums V**. Der Bidualraum umfasst die linearen Abbildungen von v* in K, also

Man definiert einen Tensor vom Grad (r,s) als multilineare Abbildung mit r Argumenten v1,...,vr und s Argumenten λ1,...,λs. Die Argumente v1,...,vr sind Elemente eines Vektorraumes V und λ1,...,λs Argumente des zum Vektorraum gehörenden Dualraumes V * .
Der Tensor hat dann die Form


Die Summe r + s heißt Stufe oder Rang des Tensors.
Je nachdem, ob die Argumente aus einem Vektorraum sind oder aus dessen Dualraum, wird der Tensor als kontravariant oder kovariant bezeichnet. Im obigen Fall liegt ein r-fach kovarianter, s-fach kontravarianter Tensor vor.
In dieser einfachen Form eines Tensors wird das Produkt zweier Tensoren gebildet, indem die beiden Indextupel in der Reihenfolge ihres Auftretens unter Beibehaltung aller hoch- und Tiefstellungen zum Indextupel eines neuen Tensors aneinandergekoppelt werden. Dabei sind die Indizes beider Tensoren als voneinander verschieden zu betrachten und notieren. Die Komponenten des neuen Tensors ergeben als Produkte der Komponenten der alten Tensoren, deren Indexbelegungen die Indexbelegung der Komponente des neuen Tensors ergeben. Zum Beispiel ist das Produkt von Tensoren Aij und Bijk ein Tensor fünfter Stufe
. Dessen Komponente C21321 ist das Produkt der Komponenten A21 und B321.
Belegt man zwei Indizes unterschiedlicher Stellung mit demselben Index, so wird nach der Summationskonvention die Summe über alle Belegungen dieses Index gebildet. Diese Operation heißt Verjüngung des Tensors. Es ist also Aii ein Skalar, welcher die Summe aller Diagonalelemente einer mit A assoziierten Matrix ist. Biji ist nicht definiert, Bijj ein Tensor erster Stufe.
Haben in einem Tensorprodukt die aneinanderliegenden äußeren Enden der Indextupel unterschiedliche Stellung, aber gleiche Indexdimension, so können diese im Produkt gleichgesetzt und damit automatisch heraussummiert werden. Diese Kombination aus Produkt und Verjüngung nennt sich Überschieben der Tensoren. Beispielsweise kann Aij Bijk zu einem Tensor dritter Stufe
überschoben werden. Ein Spezialfall ist das Matrix-Matrix-Produkt
. Ein Tensor höherer Stufe kann auch mehrfach mit Vektoren überschoben werden, bis alle Indizes aufgebraucht sind, F = BijkCkDjEi ist ein Skalar, der sich aus der Auswertung von B als Multilinearform ergibt.
In der Physik wird „Tensor“ oft als Abkürzung für Tensorfeld verwendet. Ein Tensorfeld ist eine Abbildung, die jedem Punkt des Raums (allgemeiner: einer Mannigfaltigkeit) einen Tensor zuordnet; jede physikalische Feldtheorie handelt von Tensorfeldern. Das mag im ersten Moment verwirrend erscheinen. Dahinter verbergen sich nur unterschiedliche Blickrichtungen auf die gleichen Objekte, erläutert am Beispiel von Vektorfeldern:
-Abbildung
.Welcher Blickwinkel gerade verwendet wird, ergibt sich aus dem Kontext.
Als Tensorprodukt der Vektorräume V und W, d.h. als Vektorraum, in welchem die Tensorprodukte von Vektoren aus V und W „leben“, wird jeder Vektorraum X (über dem gemeinsamen Skalarenkörper von V und W) bezeichnet, zu dem es eine bilineare Abbildung
gibt, die die folgende universelle Eigenschaft erfüllt:
kann auf eindeutiger Weise zu einer linearen Abbildung auf X erweitert werden. Dies heißt exakter, dass es eine einzige lineare Abbildung
gibt, so dass für beliebige Paare von Vektoren gilt
Gibt es einen solchen Vektorraum, so ist er (bis auf Isomorphie) eindeutig. Es wird
und
notiert. Die universelle Eigenschaft kann also als
geschrieben werden. Zur Konstruktion solcher Produkträume sei auf den Artikel Tensorprodukt verwiesen.
In der Mathematik sind Tensoren Elemente von Tensorprodukten.
Es sei K ein Körper, also beispielsweise
oder
, und es seien
Vektorräume über K.
Das Tensorprodukt
von
ist ein K-Vektorraum, dessen Elemente Summen von Symbolen der Form

sind. Dabei gelten für diese Symbole die folgenden Rechenregeln:


Die Tensoren der Form
heißen elementar. Jeder Tensor lässt sich als Summe von elementaren Tensoren schreiben, aber diese Darstellung ist außer in trivialen Fällen nicht eindeutig, wie man an der ersten der beiden Rechenregeln sieht.
Ist
eine Basis von Vi (für
;
), so ist

eine Basis von
Die Dimension von
ist also das Produkt der Dimensionen der einzelnen Vektorräume 
Der Dualraum von
kann mit dem Raum der s-Multilinearformen

identifiziert werden:
eine Linearform auf
so ist die entsprechende Multilinearform
eine s-Multilinearform, so ist die entsprechende Linearform auf
definiert durch
Sind alle betrachteten Vektorräume endlichdimensional, so kann man

miteinander identifizieren, d.h. Elemente von
entsprechen s-Multilinearformen auf 
Es sei V ein fester endlichdimensionaler Vektorraum über K.
Elemente von

heißen (r,s)-Tensoren oder Tensoren der Stufe (r,s).
Beispielsweise sind (0,0)-Tensoren Skalare, (0,1)-Tensoren Elemente des Vektorraums und (1,0)-Tensoren Linearformen auf V. (1,1)-Tensoren können mit Endomorphismen von V und (2,0)-Tensoren mit Bilinearformen auf V identifiziert werden (siehe unten).
Für (r,s)-Tensoren gibt es drei wichtige Konstruktionen:
und
wird einem Tensor


der Spur eines Endomorphismus.
Es sei g ein (2,0)-Tensor und
zwei Vektoren. Dann ist

ein (2,2)-Tensor, der durch zweimalige Spurbildung ein Element von K liefert. Da alle diese Konstruktionen multilinear sind, definiert g also eine Bilinearform
.(2,0)-Tensoren können also mit Bilinearformen identifiziert werden.
-Matrizen, aufgefasst als alternierende Multilinearform der Spalten, ist ein (n,0)-Tensor.
zwischen endlichdimensionalen Vektorräumen können als Elemente von
aufgefasst werden.In der Differentialgeometrie spielen Tensorfelder eine wichtige Rolle: Ist M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit, so ist ein Tensorfeld auf M eine Abbildung, die jedem Punkt einen Tensor zuordnet. Meist werden auch noch gewisse Differenzierbarkeitseigenschaften gefordert.
Beispiele sind:

Siehe auch: Tensoralgebra, äußere Algebra, symmetrische Algebra.
Sei V ein fester K-Vektorraum und W ein beliebiger weiterer K-Vektorraum. Eine lineare Abbildung
heißt kovariant bezüglich V, eine lineare Abbildung
heißt kontravariant in V.
Eine Quelle der Verwirrung über diese Begriffe ist, dass in der Physik und älteren Lehrbüchern davon gesprochen wird, dass sich die Matrizen dieser Abbildungen ko- bzw. kontravariant unter Basiswechsel transformieren. Jedoch kehren sich dabei die Zuordnungen um - eine kovariante Abbildung hat eine Matrix, die kontravariant bzgl. Basiswechsel ist und umgekehrt.
Grundlegende Beispiele:
ist mit der Abbildung
zu identifizieren, welche K auf die Gerade
mit der Richtung
abbildet. Ein Vektor ist also kovariant.
ist als lineares Funktional
definiert, somit ist er kontravariant in V.Man kann das Tensorprodukt
eines Vektorraumes V mit sich selbst bilden. Ohne weiteres Wissen über den Vektorraum kann ein Automorphismus des Tensorprodukts definiert werden, der darin besteht, in den reinen Produkten
die Faktoren zu vertauschen,
.Das Quadrat dieser Abbildung ist die Identität, woraus folgt, dass es Eigenvektoren zum Eigenwert 1 und zum Eigenwert -1 gibt.
, welches Π12(w): = w erfüllt, heißt symmetrisch. Beispiele sind die Elemente
.
bezeichnet.
, welches Π12(w): = − w erfüllt, heißt antisymmetrisch oder alternierend. Beispiele sind die Elemente
.
bezeichnet.Mittels
können Tensorpotenzen von V beliebiger Stufe gebildet werden. Entsprechend können weitere paarweise Vertauschungen definiert werden. Nur sind diese nicht mehr voneinander unabhängig. So lässt sich jede Vertauschung der Stellen j und k auf Vertauschungen mit der ersten Stelle zurückführen.

Tensoren und Tensorfelder werden in verschiedenen Teilgebieten der Mathematik und Physik angewandt. Diese Anwendungen sind von sehr unterschiedlicher Komplexität:
Man muss deshalb damit rechnen, dass Tensoren in verschiedenen Anwendungsgebieten verschieden definiert, verschieden notiert und verschieden gehandhabt werden.
Wichtige Anwendungsgebiete umfassen:
