Das Territorialheer (Abkürzung TerrH, Größenordnungszeichen: XXXX) war ein Oberkommando mit unterstellten Großverbänden innerhalb der Bundeswehr.
Inhaltsverzeichnis |
Hauptaufgaben für das Territorialheer waren das „Aufrechterhalten der Operationsfreiheit“, insbesondere für die NATO-Streitkräfte, die Führungs- und Unterstützungsaufgaben und die logistische Unterstützung der Eigenen und verbündeten Streitkräfte auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Im Verteidigungsfall zusätzlich das Sichern und schützen des rückwärtigen Raumes, wichtige militärische und zivile Objekte und mit den neu aufgestellten Kampfbrigade als zweite Welle. In der Heeresstruktur 4 die sogenannte 6er Brigade (61 – 66).
Das Territorialheer war gegliedert in Territorialkommandos (TerrKdo) Nord, Süd und Schleswig-Holstein. Die TerrKdo‘s umfassten jeweils den Bereich einer Heeresgruppe und erstreckten sich auf mehrere Bundesländer. Ausgenommen das TerrKdo Schleswig-Holstein, war nur ein Bundesland das Wehrbereichskommando I war im TerrKdo Schleswig-Holstein intrigiert. Folgende Wehrbereichskommandos (WBK) waren den jeweiligen TerrKdo’s unterstellt:
1957 wurden die TerrKdos als Kommando Territoriale Verteidigung (KTV) und 1969 in die TerrKdo’s Nord, Süd und Schleswig-Holstein umgegliedert. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Wehrbereichskommandos unterstellt. Die größte Truppenstärke erreichte das TerrH in der Heeresstruktur 4 (1981 - 1991) Anfang bis Ende der 80er Jahre. Mitte der 80er Jahre wurden zusätzliche Unterstützungskommandos (UstgKdo)aufgestellt. Sie sollten als logistisches Rückgrat für die eingeplanten US-Verstärkungen aus Übersee dienen. Diese Einheiten entstanden aus dem US-Nation Support Program (WHNS). Sie waren den TerrKdo's Nord und Süd und auch einigen WBKs unterstellt. In der Heeresstruktur 5 Anfang der 90er Jahre gab es eine gewaltige Reduzierung und Zusammenlegung des Feld- und Territorialheeres. Im Wesentlichen hatte dies den Wegfall der TerrKdo’s, die Zusammenlegung von WBK und Divisionen und den Wegfall einzelner Verteidigungsbezirkskommandos (VBK) und aller Verteidigungskreiskommandos (VKK) zur Folge. In der Zielstruktur 2010 gibt es nur noch vier Wehrbereichskommandos/Landeskommandos, elf Landeskommandos und ein Standortkommando.
Territorialkommando Nord
Territorialkommando Süd
Territorialkommando Schleswig-Holstein