Terroranschlag von Inguschetien

Am 21. und 22. Juni 2004 wurden in Russlands Republik Inguschetien bei Terrorangriffen 90 Menschen getötet. Die Angriffe begannen am 21. Juni 2004 etwa um 23 Uhr MEZ. Nach Angaben des Zivilschutzes feuerten die etwa 200 Attentäter mit Raketen und Granatwerfern auf staatliche Gebäude in mehreren Städten. Unter den Opfern befindet sich auch der Innenminister der Kaukasusrepublik - Kostojew, sowie sein Stellvertreter, weiterhin der Gesundheitsminister und ein UN-Mitarbeiter. Nach etwa 7-stündigen Gefechten konnten Sicherheitskräfte die vermutlich tschetschenischen Terroristen zurückschlagen. Mehrere tausend Soldaten der russischen Streitkräfte wurden in die Stadt Nasran in Marsch gesetzt, wo Bewaffnete das Innenministerium gestürmt und die Zentrale der Grenzpolizei angegriffen hatten.

Gleichzeitig erfolgten terroristische Aktionen in der benachbarten Republik Dagestan. Nach dem Blutbad flüchteten die Terroristen in die russische Republik Tschetschenien. Bereits im Oktober 2002 hatten tschetschenische Terrorkommandos Angriffe auf Inguschetien durchgeführt und 17 inguschische Bürger erschossen.

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