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Für Aufsehen sorgten in den 70er Jahren die Gruppenbildungen in der Band. Alan Jardine und Mike Love waren Anhänger der Transzendentalen Meditation und bildeten eine Fraktion, die Wilson-Brüder die andere. Die musikalischen Ansichten innerhalb der Band drifteten auseinander. Hilf Wikipedia, indem du die fehlenden Informationen recherchierst und einfügst! |
| The Beach Boys | |
|---|---|
| Gründung | 1961 |
| Genre | Pop |
| Website | Offizielle Website |
| Aktuelle Besetzung | |
| Gesang, Bass, Keyboards | Brian Wilson |
| Gesang, Gitarre | Carl Wilson († 1998) |
| Gesang, Schlagzeug | Dennis Wilson († 1983) |
| Gesang, Saxophon | Mike Love |
| Gesang, Gitarre | Alan Jardine |
| Gesang, Bass, Keyboards | Bruce Johnston(1965-1972; ab 1979) |
| Zeitweilige Bandmitglieder | |
| Gitarre, Gesang | Blondie Chaplin (1972–1973) |
| Schlagzeug, Gesang | Ricky Fataar (1972–1974) |
| Gitarre | David Lee Marks (1962–1963), (1998-2000) |
The Beach Boys sind eine der erfolgreichsten Pop-Bands der USA. Sie war die erste Band, die die Beatles nach Beginn der Beatlemania wieder von Platz 1 der US-amerikanischen Charts verdrängen konnte.
Inhaltsverzeichnis |
Die US-amerikanische Popgruppe The Beach Boys formierte sich 1961 in Hawthorne bei Los Angeles in Kalifornien. Gründungsmitglieder waren Brian Wilson, seine Brüder Dennis und Carl sowie ihr Cousin Mike Love und Brians Schulfreund Alan Jardine, der 1962 und 1963 vorübergehend durch David Lee Marks (* 22. August 1948) ersetzt wurde. Die Gründung der Band, die sich zunächst The Pendletones nannte, geht auf Dennis Wilson zurück. Brian Wilson mochte die Musik der Four Freshmen und die Arrangements von Phil Spector. Carl Wilson war ein Rock ’n’ Roll-Fan und begeisterte sich für Chuck Berrys Gitarren-Riffs. Diese drei Einflüsse waren entscheidend für die Musik der Band
Im November 1961 wurde der von Brian Wilson und Mike Love verfasste Titel Surfin' von Candix Records, einer lokalen Plattenfirma, veröffentlicht. Die Plattenfirma bestand aber darauf, dass sich die Band „The Beach Boys“ nannte. Die Platte wurde ein regionaler Hit (in Kalifornien in den Top 5) und landete in den US-Billboard-Charts auf Platz 76. Durch Vermittlung von Vater Murry Wilson bekam die Band wenig später einen langfristigen Vertrag bei Capitol Records und wurde von deren Produzenten Nick Venet betreut. Den Angaben auf den Platten-Covern zufolge produzierte dieser die ersten beiden Alben, obwohl ein erheblicher Teil der Produktionsarbeit von Brian Wilson geleistet wurde. Ab dem dritten Album wurde Brian dann auch offiziell als Produzent gelistet.
Ihre erste Capitol-Single Surfin' Safari machte die Band über Nacht US-weit zu Stars. In den nächsten Jahren (1963–1965) hatten die Beach Boys zwanzig Top-40-Singles in den Hitparaden der ganzen Welt. Ihr Live-Album Beach Boys Concert war vier Wochen lang auf Platz 1 und somit das erste Live-Album überhaupt, das zu einem Hit wurde. 1965 kündigte Brian Wilson, der bisher fast alle Songs geschrieben und bis auf die ersten beiden alle Alben produziert hatte, seinen Rücktritt vom Tourleben an, um nur noch zu komponieren und im Studio zu produzieren. Zunächst trat auf Tourneen Glen Campbell an seine Stelle, im April 1965 wurde mit Bruce Johnston ein endgültiger Ersatz gefunden.
Ohne den Tourstress produzierte Brian die Alben „The Beach Boys Today“ und „Summer Days (And Summer Nights!!)“; letzteres enthielt Songs wie „California Girls“ und „Help me, Rhonda“ (zweiter Nr.1-Hit für die Band, und dies auf dem Höhepunkt der Beatlemania). Überraschend gelangte Anfang 1966 die Single „Barbara Ann“, die ohne Wissen der Band als Single veröffentlicht worden war, sowohl in den USA als auch in England auf Platz 2 der Charts.
Ende 1965 arbeitete Brian Wilson mit Texter Tony Asher ein halbes Jahr an Pet Sounds. Pet Sounds hatte mit den üblichen Themen der Beach Boys - Surfen, Sonne, Mädchen, Autos - nichts zu tun, weswegen sich die Plattenfirma weigerte, das Album zu veröffentlichen. Schließlich vertrieb die Plattenfirma das Album zunächst als limitierte Edition, was dazu führte, dass Pet Sounds 4 Wochen nach seiner Veröffentlichung bereits als Sammlerstück galt. Da das Album in den USA kaum beworben wurde, war es kommerziell relativ erfolglos und erreichte nur Platz 10 in den US-Billboard-Charts. Im Rest der Welt, besonders in England, wurden sie durch Pet Sounds wirkliche „Megastars“. 1999, 33 Jahre später, bekamen die „Beach Boys“ für dieses Album den Grammy für das „Album des Millenniums“ verliehen. Die Band lehnte allerdings die Auszeichnung ab und protestierte so gegen die späte Entscheidung der Juroren. Das Album Pet Sounds gilt in Fachkreisen als eines der bedeutendsten Alben der Musikgeschichte.
Für ihre nächste Single „Good Vibrations“ unternahm Brian Wilson über sechs Monate hinweg unzählige Aufnahmen in vier Studios. Als die Single im Oktober 1966 herauskam, hatte die Band einen weiteren „million seller“. Good Vibrations war in nahezu jedem Land der Welt auf Platz 1. Brian Wilson arbeitete mit Van Dyke Parks als Texter an einem neuen Projekt namens „Smile“ (siehe Smiley Smile und Brian Wilson presents Smile). Brian Wilson und Van Dyke arbeiteten an etwa 30 Songs, von denen viele vollständig aufgenommen wurden, andere nur in Fragmenten.
Es gab zahlreiche Probleme: Viele Aufnahmesitzungen wurden kurzfristig wieder abgesagt oder blieben ergebnislos, da Wilson nicht die richtige Stimmung spürte. So kam es, dass er diverse Songfragmente wieder und wieder in verschiedenen Fassungen aufnahm. Auch von seinen Bandmitgliedern entfremdete er sich zusehends, da diese die ausgefallenen Texte von Van Dyke Parks und Brian Wilsons Produktionsmethoden nicht mehr nachvollziehen konnten. Bruce Johnston: „Er demoralisierte uns. Er lachte sich halbtot. Wir fanden das alles zum Kotzen, weil wir nicht wussten, was eigentlich mit ihm los war.“ Brian Wilsons psychische Erkrankung sowie sein wachsender Drogenkonsum machten ihm mehr und mehr zu schaffen. Dazu gab es Streitigkeiten mit der Plattenfirma. Es ging hierbei um die Verlängerung des auslaufenden Plattenvertrages und um ausstehende Tantiemenzahlungen. Als die Streitigkeiten endlich beigelegt werden konnten und Capitol zu einer Veröffentlichung von Smile bereit war, fürchtete Wilson, dass Smile im Sog der psychedelischen Welle untergehen könne. Also gab er sein Projekt auf.[1]
Brian Wilson war so enttäuscht über die Beendigung des Projektes, dass er sich aus dem Musikbusiness schrittweise zurückzog, in tiefe Depressionen verfiel und letztendlich viel Zeit von 1969 - 1975 zu Hause in seinem Bett liegend verbrachte (zutreffend beschrieben in dem 1992er Song Brian Wilson der Barenaked Ladies). Fragmente von Smile, seiner „Teenage Symphony To God“, erschienen aber in den nächsten Jahren auf den Alben Smiley Smile (Heroes And Villains, Vegetables (ohne das „Mama Says“-Teilstück), Wind Chimes, Wonderful, She's Going Bald), Wild Honey (Mama Says), 20/20 (Our Prayer, Cabinessence), Sunflower (der mittlere Teil von Cool, Cool Water) und Surf's Up (Surf's Up). Trotzdem nahm er noch gelegentlich Songs auf.
Die Alben und Singles, die die Band in den Jahren 1967-1969 veröffentlichte, waren in den USA kommerzielle Flops, in Europa hingegen erfolgreich. In dieser Zeit übernahm der Rest der Band schrittweise die Produktions- und auch Kompositionsaufgaben von Brian. Auf ihrem letzten Album der 1960er Jahre, das den Titel 20/20 trug, ist zum ersten Mal Brian Wilson nicht mehr auf dem Cover abgebildet. Dieses Album enthielt mit „Do it again“ den letzten Top 20 Hit des Jahrzehnts in den USA. In England erreichte dieser Titel Platz 1, drei weitere Singleauskopplungen schafften es in die Top 10.
Die Verkaufszahlen in den USA waren Ende der 60er im Gegensatz zu Europa eingebrochen. Der Plattenvertrag mit Capitol Records wurde nicht mehr verlängert. Die Beach Boys wollten ihr neues Material für ihre eigene Plattenfirma Brother Records erstellen und über einen Partner vertreiben. Allerdings hatte keine führende Plattenfirma daran Interesse, sie mit diesen Bedingungen unter Vertrag zu nehmen. Schließlich erhielten sie, durch Vermittlung von Van Dyke Parks, einen gut dotierten Vertrag bei Warner Bros., der über acht Alben laufen sollte. Das Album „Sunflower“ (England Rang 29), kam in den USA über Platz 151 der Billboard Charts nicht hinaus. Die Beach Boys versuchten deshalb einen Imagewandel herbeizuführen, indem sie mit ihrer Musik Probleme der Umwelt und des Kapitalismus ansprachen.[2]
1972 verstärkte sich die Band mit den beiden südafrikanischen Musikern Blondie Chaplin (Gitarre) und Ricky Fataar (Drums), die zuvor der Gruppe „The Flames“ angehört hatten. Die Neuaufnahme der Mitglieder war deshalb notwendig geworden, da Bruce Johnston von der Band gefeuert worden war und sich Schlagzeuger Dennis Wilson eine schwere Verletzung an seiner Hand zugefügt hatte. Dennis spielte in den Jahren 1972–1974 das Piano und kehrte nach Fataars Rückzug aus der Band wieder an die Drums zurück. 1972 verbrachten die Beach Boys sechs Monate in den Niederlanden, um dort ihr Album „Holland“ einzuspielen. Mit diesem Album konnte die Band auch in den USA viele Käufer überzeugen, weswegen dieses Album gerne als „erstes Comebackalbum“ betitelt wird.
In der Mitte der 70er erreichte das Album „Endless Summer“ – eine Art „Best of“ mit frühen Beach-Boys-Nummern – in den USA Platz 1 der Billboard-Charts. Die Gruppe wurde vom Rolling Stone Magazin zur „Band des Jahres 1974“ gewählt. Brian Wilson gab ein Comeback. Er und die Beach Boys brachten mit Chuck Berrys „Rock and Roll Music“ eine neue Single auf Platz 5, auch das dazugehörende Comeback-Album „15 Big Ones“ landete in den Top 10 der Charts. 1977 begannen die Verkaufszahlen wieder zu sinken, aber die „Boys“ brachten es jedes Jahr zumindest auf eine Chartnotierung (z. B Lady Lynda, UK Nr.6). 1979 wechselten sie abermals die Plattenfirma und unterschrieben einen neuen Vertrag bei Caribou Records. 1980 nahmen sie mit Keepin' The Summer Alive das letzte Album als „originale“ Beach Boys auf. Auf mehreren dieser Alben ist als Gastmusiker der Jazzsaxophonist Charles Lloyd beteiligt.
1983 verstarb Dennis Wilson bei einem Tauchunfall im Pazifischen Ozean. Die „Beach Boys“ spielten am 4. Juli 1984 vor über 700.000 Menschen am Washington Monument, was ihnen ein Jahr zuvor noch vom damaligen US-Innenminister James G. Watt untersagt wurde. Mit „Getcha Back“ und „Wipe Out“ (mit den Fat Boys) landeten sie 1985 und 1987 in den USA Top-20-Hits. Zu dem Zeitpunkt, als Brian Wilson seinen endgültigen Rückzug bekannt gab, hatten sie mit „Kokomo“ einen Nr.-1-Hit und mit „Still Cruisin'“ ein neues Top-50-Album. Die Band beschränkte sich fortan darauf, zu einer reisenden Oldies-Band zu werden. Das letzte Studioalbum „Summer In Paradise“, das sie 1992 aufnahmen, fand kaum Beachtung. 1996 wollten die Beach Boys ein neues Studioalbum unter der Regie von Brian Wilson aufnehmen. Wilson schrieb dazu mit Mike Love und mit seinem Freund Andy Paley einige neue Songs, die von den anderen Beach Boys allerdings für zu schwach befunden wurden. Deshalb wurde das Projekt bald aufgegeben. Einige dieser Titel landeten später auf dem 2004er Brian-Wilson-Soloalbum Gettin In Over My Head und bewiesen die Charttauglichkeit des Materials. Statt des neuen Studioalbums spielten die Beach Boys Stars And Stripes Vol. 1“ ein, neue Versionen von alten Beach-Boys-Liedern, auf denen sie selbst nur den Backgroundgesang beisteuerten, während diverse Country-Sänger den Lead-Gesang übernahmen.
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1998 verstarb Carl Wilson an Krebs. Dies war das inoffizielle Ende der „Beach Boys“. Ohne einen einzigen Wilson-Bruder stieg auch Alan Jardine aus der Band aus. Die Beach Boys bestehen heute nur noch aus Mike Love und Bruce Johnston, die noch immer durch die Welt touren und etwa 150 Konzerte pro Jahr spielen. Mike Love plant für 2005 ein Soloalbum.[3]
Alan Jardine tourt unter dem Namen Al Jardine's Endless Summer Band mit seinen Söhnen Matt und Adam, Brian Wilsons Töchtern Carny und Wendy Wilson und einigen langjährigen Beach-Boys-Tour- bzw. -Session-Musikern wie Ed Carter.
Brian Wilson tourt unter dem Namen Brian Wilson & the Wondermints und veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen neues Material. So etwa 2004 „Gettin In Over My Head“ (US-Charts Platz 100, UK Platz 53) und eine Neuaufnahme von „Smile“ (US Platz 13, UK Platz 7). Im Oktober 2005 veröffentlichte Brian mit „What I really want for for Christmas“ sein drittes Studioalbum binnen 1 1/2 Jahren. Er arbeitet derzeit an einem weiteren Studioalbum.
Im November 2006 werden Brian Wilson und Alan Jardine gemeinsam einige Konzerte absolvieren.
Für 2006 kündigten die Beach Boys ein neues Album mit drei neuen Songs an. Das angekündigte Album, das unter dem Titel „Songs from Here and Back“ veröffentlicht wird, besteht lediglich aus neun Live-Aufnahmen der größten Hits sowie drei Liedern aus einzelnen Solo-Projekten. Mike Love steuert „Cool Head, Warm Heart“ bei, das aus seinem unveröffentlichen Solo-Album „Mike Love, not War“ stammt. Al Jardine steuert „PT Cruiser“ bei, ein Lied, das bereits 2003 als Single veröffentlicht wurde und floppte. Brian Wilson und seine neue Band nahmen „The Spirit of Rock 'n' Roll“ auf. Dieser Song wurde von den Beach Boys 1986 in Waikiki gesungen, allerdings nie veröffentlicht.
Siehe auch: Mitglieder der Beach Boys.
Ab etwa 1990 wurden die bis 1985 erschienenen LPs der Gruppe auf CD wiederveröffentlicht, zumeist als „Twofer“, also als Kombination von zwei LPs auf einer CD, meist auch noch um (großenteils bis dahin unveröffentlichte) Bonus-Tracks ergänzt.
Angabe der Chartposition: US: A-Seite/B-Seite; UK: Nur A-Seite
Nachträglich veröffentlichte Konzertalben
Neuveröffentlichungen
Kompilationen (Auswahl)
Raritäten