Theodor Heckel (* 15. April 1894 in Kammerstein, † 24. Juni 1967 in München) war ein deutscher protestantischer Theologe und Bischof.
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Theodor Heckel war der Bruder von Johannes Heckel.
Nach der Schulzeit am Progymnasium Dinkelsbühl und dem humanistisches Gymnasium Ansbach studierte er zwischen 1913 und 1914 Theologie in Erlangen, unterbrach das Studium jedoch mit Kriegsausbruch und war 1915-1918 Kriegsteilnahme als Freiwilliger.
Nach dem Krieg nahm er 1918-1920 das Theologiestudium in Erlangen wieder auf und setzte seine Studien 1920-1922 am Predigerseminar in München fort.
1922-1925 war er Reiseprediger München-Süd mit Sitz in Solln und 1925-1928 hauptamtlicher Religionslehrer und Studienrat an der evangelischen Lehrerinnenbildungsanstalt Erlangen. Ab 1928 war er Oberkonsistorialrat und wurde an das Deutsche Evangelische Kirchenbundesamt in Berlin berufen (hier u.a. Sachbearbeiter für Auslandsgemeinden).
Im Jahr 1928 promovierte er bei Professor Richard Rothe.
Heckel war von 1934 bis 1945 Leiter des für die Ökumene zuständigen Kirchlichen Außenamtes der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) und trug seitdem auch den Bischofstitel. Ab 1935 war hier Eugen Gerstenmaier sein Assistent. Heckel war auf der Seite der dem Nationalsozialismus nahen Deutsche Christen engagiert und galt als derjenige, der maßgeblich zur Internierung und damit zum Tode Dietrich Bonhoeffers beitrug.
Im Jahre 1939 war Heckel Gründer und seitdem Leiter des Freien Evangelischen Hilfswerks für die Internierten und Kriegsgefangenen. In dieser Eigenschaft und als Beauftragter des Rats der Deutschen Evangelischen Kirche in Deutschland war er für Kriegsgefangenenfragen zuständig und trug als Amtsbezeichnung Bischof.
Mit dem Ende des Krieges wurde Heckel zusammen mit dem hannoveranischen Landesbischof August Marahrens kirchenintern des Amtes enthoben. Heckel setzte nun die Kriegsgefangenenarbeit fort und begann nun, die Versorgung der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion zu organisieren und war von 1950 bis 1964 Dekan der Stadt München.
Ab 1950 war er Mitglied, 1962 Vizepräsident der Landessynode der Evangelischen Kirche in Bayern. Von 1961 bis 1967 war er Mitglied des Bayerischen Senats.
Heckel steht heute exemplarisch für die Kontinuität und Diskontinuität im lutherischen Protestantismus zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Adenauerschen Bundesrepublik und die Problematik der Entnazifizierung und der Übernahme von Alt-Nationalsozialisten in den Kirchendienst der neuen Republik. Das Polarisierungsvermögen Heckels reicht hier bis in die Gegenwart. Obwohl ein Theodor-Heckel-Bildungswerk bereits seit Jahrzehnten in München bestand, brachte erst 2000 die Aufstellung einer Heckel-Büste erneut Kontroversen hervor. (vgl. T.H. und die Folgen ...).