Die Trümmerliteratur, auch Kahlschlagliteratur genannt, ist eine Literaturepoche, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland begann und bis etwa 1950 dauerte.
Sie beschäftigt sich mit dem Schicksal von Kriegsheimkehrern, die sowohl vor den Trümmern ihrer Heimat und ihres Besitzes, als auch vor den Trümmern ihrer Wertevorstellungen stehen und damit umgehen müssen. Vorbild für die Autoren dieser Epoche waren die amerikanischen Short Stories. Die stilistischen Mittel, die benutzt wurden, sind eine einfache Sprache, die lakonisch die zerstörte Welt beschreibt, aber nicht bewertet, eine für Kurzgeschichten übliche Beschränkung des Raums, der Erzählzeit und der Personen. Deshalb wird diese Epoche auch als Kahlschlagliteratur bezeichnet.
Vgl. auch Nachkrieg, sowie die "Trümmerfilme" der späten 1940er Jahre (Die Mörder sind unter uns, In jenen Tagen, Film ohne Titel, Liebe 47, Und finden dereinst wir uns wieder, Razzia u.a.m.)