Der Transformationsbereich ist derjenige Temperaturbereich, in dem sich das mechanische Verhalten eines bestimmten Glases wesentlich ändert: die Schmelze tritt bei Glas als amorphem Material nicht bei einer bestimmten wohldefinierten Temperatur auf, vielmehr ändert sich die Viskosität allmählich, wobei vier glasbläsertechnisch wichtige Punkte auf der Temperatur-Skala unterschieden werden, die durch den Zehner-Logarithmus der Viskosität (gemessen in dPa*sec = Poise) bestimmt sind:
Liegen diese Punkte auf der Temperaturskala dicht zusammen, spricht man von einem kurzen Glas, im entgegengesetzten Fall von einem langen Glas.
Im Gegensatz zur Viskosität ändert sich die Wärmeausdehnung bei einigen Gläsern in einem vergleichsweise engen Temperaturbereich plötzlich, den man als Transformationspunkt bezeichnet: Oberhalb dieser Temperatur ist die Wärmeausdehnung wesentlich höher als darunter. Diese Charakteristik ist beispielsweise für die Herstellung von Temperglas wesentlich.
Der Transfomationspunkt ist die Temperatur, bei der das Glas während der Abkühlung aus dem plastischen Bereich in den starren Zustand übergeht.
Der Glasübergang bei Polymeren ist zu finden unter Glasübergangstemperatur.