Trassierungselemente sind jene mathematisch definierten Teilstücke, durch die der Verlauf eines Verkehrsweges (Straße, Bahnlinie, Schifffahrtskanal) im Detail geplant und beschrieben wird.
Im engeren Sinn sind es Gerade, Kreis und Übergangsbogen, aus denen man eine Trasse – die Achse eines linienförmigen Objekts – horizontal zusammensetzt. Dazu kommen Elemente für den vertikalen Verlauf, z. B. Längsneigungen (Gradienten), Querneigungen und ihre Anpassung ans Gelände.
Die Übergangsbögen sind meist Klotoiden, im Bahnbau auch kubische Parabeln, seltener Sinusoiden. Sie dienen einer stetigen, ruckfreien Krümmungsänderung zwischen geraden und kreisförmigen Stücken der Trasse, bzw. ebenen und überhöhten Abschnitten.
Der ruckfreie Übergang ist bei der konventionellen Trassierung nicht gegeben. Aufriss – Rampe – und Grundriss – Übergangsbogen – werden getrennt voneinander trassiert. Als Kompromisslösung versucht man anschließend die beiden Entwürfe zusammenzufassen.
Erst durch sogenannte Schwerpunktstrassierungen, bei denen der Schwerpunkt des Zuges oder des jeweiligen Waggons kräftearm durch den Bogen geführt wird, wird der Anspruch der ruckfreien Führung annähernd erfüllt. Diese Trassierung wurde in der Realität bereits als Wiener Bogen bei den Österreichischen Bundesbahnen und den Wiener Linien ausgeführt. In beiden Betrieben ist die Schwerpunktstrassierung mittlerweile Standard in den Trassierungsvorschriften.
Neben dem Wiener Bogen gibt es Vorläuferprojekte wie die Sinus-, Cosinus,- oder die Blossrampe, die in der Realität kaum ausgeführt wurden und sehr schwierig herzustellen sind. Als Trassierungselemente im weitesten Sinne versteht man alle Größen, die die Trassenführung beeinflussen − ob sie nun geometrischer, bautechnischer oder betrieblicher Art sind.
Die Trassierungselemente erlauben es, die Trassenfindung zu optimieren – zwischen einer möglichst günstigen Anpassung an das Gelände (DGM), einer guten Fahrdynamik und den wirtschaftlichen Gegebenheiten. Technisch sind dabei neben kurzem Wegverlauf v. a. zu beachten:
Die Dokumentation der Planungsvarianten erfolgt zwar meist nach Kilometrierung entlang der Trasse, aber eingebunden in die Koordinaten der Landesvermessung.
Die Größe der Radien bei den Bögen bzw. das Änderungsmaß bei den Übergangsbögen (Der Radius ändert sich über die Länge) und die Mindestlängen der Elemente sind beim Eisenbahnbau in einem Regelwerk, der "Trassierungsvorschrift" zusammengefasst. Diese wird von den Eisenbahnunternehmen erstellt und von den zuständigen Behörden genehmigt. In der Trassierungsvorschrift sind auch Formeln für zulässige Geschwindigkeiten und Fehler in der Gleislage gesammelt. Die Trassierungselemente selbst werden dann im Lageplan dargestellt. Dieser ist eine Projektion der Trasse auf die waagrechte Ebene. Das Längsprofil ist die Projektion der Trasse auf eine senkrechte Ebene, also der Aufriss.