Die Treverer (lat. Treviri/Treveri) waren ein keltischer Stamm mit rechtsrheinischen germanischen Kontakten im weiteren Moselraum, genauer zwischen Maas und Rhein (nach Caesar). Caesar erwähnt in seinem Werk De Bello Gallico keinen befestigten Ort (Oppidum) bzw. Hauptort der Treverer. Es wird deshalb davon ausgegangen, dass Augusta Treverorum ([Stadt] des Augustus [im Land] der Treverer, das heutige Trier) erst in provinzialrömischer Zeit zur Hauptstadt der Treverer aufstieg.
Benachbart lebten die Eburonen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Treverer kannten drei soziale Klassen: Adel, das einfache Volk und die Ambacten (Sklaven). Es gab Geldwirtschaft und arbeitsteiliges Handwerk. Insbesondere die befestigten Städte, die sogenannten Oppida (Plural von Oppidum), waren als Handwerks- und Handelszentren der Spätlatènezeit bedeutsam. Überregionaler Handel, auch mit dem Mittelmeerraum, ist durch Funde nachgewiesen.
Die Treverer siedelten in Einzelgehöften bzw. Kleinsiedlungen. Daneben bestanden in der Spät-Latènezeit zahlreiche befestigte Höhensiedlungen - wahrscheinlich Hofgemeinschaften der Oberschicht - und fünf Oppida: der Martberg an der Untermosel, Wallendorf an der Sauer, Otzenhausen im Hunsrück, Kastel an der Saar und der Titelberg in Luxemburg. Der spätere Hauptort des Stammes - Augusta Treverorum, das heutige Trier - scheint nach archäologischen Zeugnissen seine Bedeutung erst mit Einrichtung der römischen Provinzen in Nordostgallien erhalten zu haben. Gleichzeitig mit dem Aufstieg Triers ging ein erheblicher Bedeutungsverlust der anderen Oppida einher, deren Blüte um die Zeitenwende endete.
Im ausgedehnten Tempelbezirk des römischen Trier (Augusta Treverorum) wurden zahlreiche einheimische Gottheiten verehrt, vor allem viele Muttergottheiten.
Nach modernen Erkenntnissen[1] reicht die Geschichte der Kelten mindestens bis ins 6. vorchristlichen Jahrhundert zurück. Die Treverer bauten ihre Häuser aus Lehm und Flechtwerk auf Grundlage einer Holzkonstruktion. Diese Häuser hatten eine Haltbarkeit von möglicherweise ein oder zwei Generationen. Es wurden mehrere Getreidesorten und Gemüse angebaut. D[1]
Caesar erwähnte die Treverer im De Bello Gallico unter anderem für ihre Reiterei.
Siehe auch: Liste der keltischen Stämme, Ringwall von Otzenhausen, Thomm (keltisches Hügelgrab, Hinkelstein)