Der Dom St. Peter in Trier ist die älteste Bischofskirche Deutschlands, und Mutterkirche des Bistums Trier. Das bedeutende sakrale Bauwerk abendländischer Baukunst steht seit 1986 zusammen mit der unmittelbar benachbarten Liebfrauenkirche auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Mit einer Länge von 112,5 m und einer Breite von 41 m ist der Dom das größte Kirchengebäude der Stadt Trier.
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Der Dom steht über den Resten eines römischen Wohnhauses. Nach dem Übertritt des römischen Kaisers Constantin I. wurde eine Basilika errichtet, die unter Bischof Maximin (329-346) zu einer großen Kirchenanlage mit vier Basiliken, einem Baptisterium und Nebengebäuden erweitert wurde. Um 340 entstand der sogenannte Quadratbau, der noch heute den Kern des Domes bildet.
Die Kirchenanlage des 4. Jahrhunderts wurde in der Völkerwanderungszeit zerstört, der Quadratbau und die nördliche Basilika wieder aufgebaut. Eine weitere Zerstörung erfolgte 882 durch die Normannen.
Ab der Amtszeit des Bischofs Egbert erfolgten Erweiterung und Neugestaltung des Domes. Die Westfassade des Domes gilt heute als ein typisches Beispiel der Baukunst unter den Saliern. Der Westchor wurde 1196 geweiht.
Äußere Veränderungen brachte die Erhöhung der Osttürme im 14. Jahrhundert und der Anbau der Heiltumskammer im 18. Jahrhundert. Im Barock erfolgte eine umfangreiche, nach einem Dombrand 1717 forcierte Umgestaltung im damaligen Stil, die wie bei vielen Kirchen im 19. Jahrhundert rückgängig gemacht wurde.
Von 1960 bis 1974 wurde der Dom restauriert und am 1. Mai 1974 wieder eröffnet.
Der "Heilige Rock" ist die bekannteste Reliquie im Domschatz. Sie wird in einem extra Anbau unter einem Schutzglas in einem Holzbehältnis aufbewahrt und nur sehr selten der Öffentlichkeit präsentiert, ähnlich wie das Turiner Grabtuch.
Im Dom befinden sich zahlreiche Grabmäler ehemaliger Erzbischöfe von Trier, wie z.B. Balduin von Luxemburg, Richard von Greiffenklau zu Vollrads und Theoderich von Wied.
Mit dem Andreas-Tragaltar des Bischofs Egbert besitzt der Trierer Dom eines der bedeutendsten Kunstwerke ottonischer Goldschmiedekunst.
Heute besteht die Trierer Domgeistlichkeit aus zwei hervorgehobenen Dignitären, (Dompropst und Domdechant, acht Residierenden Domkapitularen und vier Nichtresidierenden Domkapitularen und sechs Domvikaren, die alle Priesterweihe haben oder sogar Weihbischöfe sind. Das Trierer Domkapitel besteht seit Mitte des 6. Jahrhunderts, war im Mittelalter zahlenmäßig sehr umfangreich und ab 1289 nur noch aus Adligen bestehend.
In der heutigen Form wurde es am 25. Juli 1824 installiert. Der Dompropst, einer der Dignitäre, ist Dienstvorgesetzter aller beim Dom angestellten Mitarbeiter (zum Beispiel Domkapellmeister, Domorganist), und wohnt in der nahe beim Dom (Domfreihof 4) gelegenen Dompropstei. Der Domdechant ist für die Planung und Feier würdiger Gottesdienste in der Kathedrale zuständig.
Das Trierer Domkapitel hat im Kulturkampf im 19. Jahrhundert, im Nationalsozialismus und in der Saarfrage im 20. Jahrhundert eine wichtige Partnerrolle für den Bischof und die Bistumsleitung gespielt. Seine Bedeutung trat auch anlässlich der Heilig-Rock Ausstellungen 1810, 1844, 1891, 1933, 1959 und 1996 in besonderer Weise hervor. In seiner Sitzung vom 26. Juni 1995 beschloss das Domkapitel neue Statuten, die der Bischof von Trier am 29. Juni 1995 bestätigte.
Vor dem Haupteingang zum Dom liegt eine ca. 4 m lange Granitsäule, der so genannte Domstein. Er wird von den Trierer Kindern gerne zum Rutschen benutzt. Einer Legende nach soll der Teufel mit einer List zur Mithilfe beim Bau des Doms bewogen worden sein. Als der Dom fertig war, merkte er, dass er betrogen worden war und schleuderte diesen Stein gegen die Mauern. Tatsächlich wurden die alten Granitsäulen während der Völkerwanderung zerstört und mussten im 6. Jahrhundert durch Kalksteinsäulen ersetzt werden. Eine der ausgewechselten Säulen blieb vor dem Südwestportal liegen und wurde später nicht mehr weggeräumt.
Regelmäßig finden im Dom auch Ausstellungen und Konzerte statt, z.B. sind die Internationalen Orgeltage alljährlich im Mai und Juni ein Anziehungspunkt für viele Musikliebhaber.
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Eisler-1912: Lamy, Dom François
Herder-1854: Dom, Domkirche · Kölner Dom · Dom · Dom und Klosterschulen
Meyers-1905: Dom [3] · Dom [4] · Dom [1] · Dom [2]
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