Trizone ist die inoffizielle Bezeichnung für den Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den drei westlichen Siegermächten USA, Großbritannien und Frankreich besetzt wurde. Das sind die amerikanische Besatzungszone, die britische Besatzungszone sowie die französische Besatzungszone.
Nachdem die amerikanische und die britische Militärregierung mit dem Wirtschaftsrat der Bizone eine gemeinsame demokratische Verwaltungsstruktur für ihre zum vereinigten Wirtschaftsgebiet zusammengeschlossenen zwei Zonen geschaffen hatten, schloss sich Frankreich mit seiner Besatzungszone im Südwesten Deutschlands dieser Entwicklung im August 1948 nur zögerlich an. Immerhin wurde die Währungsreform im Jahre 1948 gemeinsam durchgeführt; z. B. hatten entsprechende Münzen die Aufprägung „Bank deutscher Länder“.
Drei Tage später sperrten die Sowjets die Zufahrten nach Berlin, die Blockade des Westteils der ehemaligen Reichshauptstadt begann.
Eine Trizone im staatsrechtlichen Sinne ist nie entstanden. Das Besatzungsstatut vom 10. April 1949, welches den drei Westalliierten zur Überwachung der späteren Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf ihrem langen Weg bis zur Souveränität am 5. Mai 1955 diente, trat erst am 21. September, also nach der Gründung der Bundesrepublik in Kraft.
Die drei Westzonen wurden allerdings schon vorher im Volksmund Trizonesien genannt. 1948 schrieb Karl Berbuer den Karnevalsschlager Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien, der zeitweise auch als „Nationalhymnenersatz“ herhalten musste, so zum Beispiel beim Sechstagerennen in der Kölner Sporthalle 1949.
Siehe auch: Westzone, Sowjetische Besatzungszone