| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |
| Koordinaten: | 50° 49′ N, 7° 9′ O | |
| Höhe: | 55 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,17 km² | |
| Einwohner: | 74.790 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1203 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 53840, 53842, 53844 | |
| Vorwahlen: | 02241, 02203, 02246, 0228 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 068 | |
| Stadtgliederung: | 12 Ortschaften | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kölner Str. 176 53840 Troisdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manfred Uedelhoven (CDU) | |
| Lage von Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis | ||
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Troisdorf [ˈtroːsdɔrf mit Dehnungs-i] ist die größte Stadt im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen und liegt rechtsrheinisch zwischen Köln und Bonn. Landschaftlich liegt es im Süd-Osten der Kölner Bucht zwischen den südlichen Ausläufern des Bergischen Landes im Norden und den Siegauen im Süden.
Inhaltsverzeichnis |
Im Norden grenzt Troisdorf an Köln, im Osten an Lohmar und Siegburg, im Südosten an Sankt Augustin, im Süden an Bonn und im Westen an Niederkassel.
Troisdorf besteht aus zwölf Stadtteilen, die gleichzeitig Ortschaften mit einem Ortsvorsteher sind:
Stand der angegeben Einwohnerzahlen (einschließlich 2. Wohnsitz): 31. März 2007
Troisdorf wird ursprünglich in einer Urkunde der Siegburger Benediktiner-Abtei Michaelsberg aus dem Jahre 1075 als Truhtesdorf bezeichnet.
Die ältesten urkundlich erwähnten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet sind aber Eschmar und Sieglar, die bereits 832 genannt werden. Für eine frühe Besiedlung spricht auch der ehemalige Rittersitz Burg Wissem, der heute nahe dem Stadtzentrum am Waldrand liegt.
Der eigentliche Aufschwung der heutigen Stadt begann aber mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. 1815 wurde in Spich eine Alaunhütte in Betrieb genommen. 1825 begann der Bau der Friedrich-Wilhelms-Hütte (später Mannstaedt-Werke), einer Eisenhütte, an der Agger.
Die Lage an der rechten Rheinstrecke und an der Siegstrecke machte Troisdorf in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Industrieunternehmen interessant. So folgte im Jahr 1887 der Bau einer Zündhütchen- und Sprengkapselfabrik der späteren Dynamit Nobel AG. Heute wird Troisdorf auch als Industriestadt im Grünen bezeichnet.
1952 erhielt Troisdorf Stadtrechte.
Im Zuge der Gemeindereform wurden am 1. August 1969 die Ortschaften der Gemeinde Sieglar (Bergheim, Eschmar, Kriegsdorf, Müllekoven, Oberlar, Sieglar und Spich), sowie die Ortschaften Friedrich-Wilhelms-Hütte (vorher Amt Menden) und Altenrath (vorher Amt Lohmar) neue Ortsteile der Stadt Troisdorf.
Bis in das 19. Jahrhundert hatte Troisdorf nur wenige hundert Einwohner. Erst mit der Industrialisierung im 20. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1895 erst 2.825 Menschen in dem Ort, so waren es 1968 bereits 18.000. Durch zahlreiche Eingemeindungen am 1. August 1969 stieg die Bevölkerungszahl auf 48.837. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Troisdorf nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 74.613 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) – historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
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¹ Volkszählungsergebnis
Die 50 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Seit der Kommunalwahl regiert in Troisdorf die Mehrheit aus CDU und FDP mit einer Stimme Mehrheit, nachdem seit 1999 die CDU alleine regierte und zuvor die SPD für Jahrzehnte die politische Verantwortung trug.
Nach einer Stichwahl zwischen Prof. Dr. Peter Kreppel (SPD) und Manfred Uedelhoven (CDU) am 12. Oktober 2004 ist letzterer erneut zum Bürgermeister gewählt worden. Die drei ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeister sind Manfred Catrin (CDU), Ralf Saborowski (SPD) und Ruprecht Türk (FDP).
Das Wappen wurde nach der Gemeindereform neu gestaltet. Es stellt die Initiale „T“ der Stadt dar. Die vier Kugeln stehen für die Gemeinden aus denen das heutige Troisdorf entstand. Das „T“ erinnert an ein Molekül in Anlehnung an die chemische Industrie der Stadt.
Die amtliche Blasonierung des Wappens lautet: „Das Wappen der Stadt Troisdorf enthält in Silber (Weiß) vier 3 : 1 angeordnete schwebende Kugeln, die durch schwarze Stäbe zu einem T verbunden sind. Die Kugeln des Querstabes sind rot, die des Längsstabes blau.“
Inzwischen besitzt Troisdorf ein neues Logo, welches das Wappen teilweise ersetzt. Es besteht aus mehreren Kugeln, die die Lage der Stadtteile und deren Größe symbolisieren sollen.
Zwei von Joachim Bandau und Victor Bonato 1984 entworfene Edelstahlkonstruktionen mit transparenten, spiegelnden und wasserüberlaufenen Glasflächen, welche sich am Anfang und Ende der Fußgängerzone befinden.
Nach früherer Nutzung der Gebäude als Stadtverwaltung und Standesamt befindet sich heute dort unter anderem ein Kinderbuchmuseum. Es besteht jedoch weiterhin ein nutzbares Trauzimmer.
Die Industriestadt im Grünen hat auf ihrer gesamten Fläche etliche geschützte oder naturbelassene Gebiete, die von den Bürgern Troisdorfs und anderer Städte im Umkreis als Naherholungsgebiete genutzt werden.
In Troisdorf gibt es zahlreiche Sportvereine. Zu den bekannteren gehören
Weitere Sportvereine sind
Eine kulinarische Spezialität ist das in der Stadtbrauerei Troisdorf gebraute Troilsch.
Troisdorf ist über die Bundesautobahn A59 an das Fernstraßennetz angebunden. Durch das Stadtgebiet verläuft die Bundesstraße 8.
Im Bahnhof Troisdorf trennen sich die von Köln kommenden Eisenbahnstrecken in die Siegstrecke nach Siegen und die Rechte Rheinstrecke nach Neuwied. Neben verschiedenen Regionalzuglinien wird Troisdorf von der S 12 und S 13 bedient, die zusätzlich an der Station Spich im Stadtgebiet halten. Die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main verläuft ebenfalls durch Troisdorf, jedoch ohne Möglichkeit für den Fahrgastwechsel.
Außerdem begann in Troisdorf die Planung eines neuen Bahnhofes.[1]
In Troisdorf sind sowohl Unternehmen der chemischen Industrie wie Dynamit Nobel, HT Troplast, die Degussa GmbH (vormals Hüls Troisdorf), Orica Explosives und der Tiefzieh-Kunststoffverpackungshersteller silver plastics, als auch aus der Stahlindustrie wie der Spezialprofilhersteller Mannstaedt-Werke ansässig. Ein weiterer Bereich ist der Maschinenbau mit dem Unternehmen Reifenhäuser Maschinenbau. Durch die kurze Entfernung zum Flughafen Köln/Bonn – Teile des Flughafens liegen sogar auf Stadtgebiet – haben sich mehrere Logistik-Unternehmen in Troisdorf angesiedelt.
In Troisdorf gibt es dreizehn Grundschulen, zwei Hauptschulen, zwei Realschulen, zwei Gymnasien, eine städtische Gesamtschule, sowie zwei Sonderschulen. Die Hauptschule Geschwister-Scholl-Schule, die Korczak-Realschule und das Heinrich-Böll-Gymnasium bilden das Sekundarstufenzentrum in Sieglar und werden teilweise in Ganztagsform betrieben. Eine Mensa ist im Gebäude der Haupt- und Realschule integriert.
Im Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Troisdorf (BKT), das sich ebenfalls im Schulzentrum Sieglar befindet, werden Berufsschüler verschiedenster Ausbildungszweige unterrichtet. Hier finden sich Fachoberschulen und höhere Berufsfachschulen sowohl technischer als auch sozialer Fachrichtungen. An den Fachschulen werden neben Sozialpädagogen auch Techniker der Fachrichtung Maschinenbau und Kunststoff- und Kautschuk-Technologie in Voll- und Teilzeitform ausgebildet.
Troisdorf betreibt eine Musikschule und zusammen mit Niederkassel eine Volkshochschule.
Des Weiteren befindet sich in Troisdorf ein Ausbildungszentrum der Deutschen Bahn AG.
| Commons: Troisdorf – Bilder, Videos und Audiodateien |
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