| Tschernyschewskoje | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Russland | ||
| Föderationskreis: | Nordwestrussland | ||
| Föderationssubjekt: | Oblast Kaliningrad | ||
| Rajon: | Nesterow | ||
| Geographische Lage: | 54° 38' N, 22° 44' O | ||
| Kfz-Kennzeichen: | 39 |
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Tschernyschewskoje (russisch Чернышевское, deutsch Eydtkuhnen bzw. 1938-45 Eydtkau, litauisch Eitkūnai ) ist ein Ort in der Oblast Kaliningrad, Russland, an der Grenze zu Litauen.
Inhaltsverzeichnis |
Einen Aufschwung erlebte der Ort als 1860 fertig gestellter Endpunkt der Preußischen Ostbahn und wichtigster Grenzbahnhof Preußens an der Ostgrenze. In Eydtkuhnen stieß damals die russische breitere Eisenbahnspurweite auf die schmalere in Preußen. So fungierte Eydtkuhnen als Umsteigebahnhof für den legendären Luxuszug „Nord-Express“, der die Route Sankt Petersburg–Paris auf Grund von Spurweitenunterschieden nicht durchgehend befahren konnte. Schon vor 1894 bestand hier eine Eisenbahnwerkstatt. Seit 1835 endete in Eydtkuhnen auch die von Aachen kommende Reichsstraße 1. Die Zahl der Einwohner stieg von 3.253 im Jahre 1875 auf 5.539 im Jahre 1910. Im Ersten Weltkrieg wurde Eydtkuhnen von der russischen Armee stark zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Stadt begann in der Zwischenkriegszeit eine erneute, kurze Blütezeit mit einem Anwachsen der Einwohnerzahl auf 4.936 (1939), die abrupt mit dem Zweiten Weltkrieg endete. Bei der Eroberung durch die Rote Armee wurde der Ort abermals stark zerstört. Die überwiegend deutsche Bevölkerung des Ortes floh bei Kriegsende oder wurde nach der Besetzung durch die Rote Armee vertrieben. Als Tschernyschewskoje (nach einem sowjetischen Militär) wurde die Ortschaft Teil der RSFSR, seit 1991 der Russischen Föderation. Hier wurde ein Gefängnis eingerichtet, der Bahnhof wurde demontiert.
Heute befindet sich hier ein wichtiger Straßengrenzübergang zwischen der Oblast Kaliningrad und Litauen. Der Grenzbahnhof wurde zwischenzeitlich geschlossen und demontiert, die Eisenbahngrenzabfertigung findet nunmehr in Nesterow statt. Ein großer Teil des Ortes ist heute von einer Mauer umgeben und wurde lange zum Teil als Kaserne, zum Teil auch als Gefängnis genutzt.