Turbodiesel

Turbodiesel bezeichnet umgangssprachlich einen Dieselmotor, bei dem die dem Motor zugeführte Verbrennungsluft durch einen oder mehrere Turbolader vorverdichtet wird und dadurch mehr Luft in den Verbrennungsraum geleitet werden kann. Durch diesen Umstand kann bei gleichem Hubraum mehr Dieselkraftstoff zugeführt und verbrannt werden, ohne den Rußanteil im Abgas unnötig zu erhöhen. Diese Maßnahme bedeutet für den Dieselmotor eine signifikante Steigerung der möglichen Abgabeleistung.

Aktuell

Mittlerweile werden fast nur noch Turbodiesel mit Direkteinspritzung hergestellt. Der erste Turbodiesel-Motor für Großserien-Personenkraftwagen ist der OM617 von Mercedes-Benz. Er wurde ab Mai 1978 im Exportmodell 300 SD der Baureihe W116 und ab 1979 im Modell 300 TD Turbodiesel der Baureihe W123 angeboten.

Turboloch

Das Turboloch bezeichnet den unteren Drehzahlbereich, in dem der Turbolader nur einen niedrigen Ladedruck bereitstellen kann und der Motor so die gleiche Leistung wie ein reiner Saugmotor hat. Dadurch ist das nutzbare Drehzahlband von Turbodieselmotoren von unten begrenzt. Damit ist es nicht möglich, die Leistung von Dieselmotoren direkt mit der von Saugdieselmotoren zu vergleichen, da bei Saugmotoren das ganze Drehzahlband gleich gut nutzbar ist. Eine kurzhubige Auslegung des Motors ist bei Turbomotoren zu bevorzugen um das Drehzahlband nicht zusätzlich nach oben zu beschränken.

Turbolader

Aufgrund der hohen Drehzahlen, die die Turboladerwelle erreichen kann (100.000 U/min) sollte nach einer starken Belastung der Motor vor dem Abstellen kurz im Leerlauf weiterlaufen, um erhöhten Verschleiß des Turboladers nach Zusammenbrechen des Motoröldrucks zu vermeiden. Dieser Verschleiß ist es, der bei alten Turbodieselmotoren zum bekannten Blaurauch und erhöhten Ölverbrauch führt.

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