Das Ulmener Maar ist ein Maar in unmittelbarer Nähe des Ortes Ulmen in der Eifel in Rheinland-Pfalz.
Der See ist bis zu 37 m tief und wird von einem durchschnittlich 20 m hohen Wall aus Tuff umschlossen. Am Rand des Walles findet man im Süden die Ruinen einer Ritterburg aus dem 11. Jahrhundert. Das Ulmener Maar ist mit einem Alter von etwa 9900 Jahren ca. 1.900 Jahre jünger als der Ausbruch des Laacher See-Vulkans und somit das jüngste Eifelmaar sowie Deutschlands jüngster Vulkan.
Viele Geschichten und Sagen ranken sich um das Maar, die sich zumeist auf die Ritter der darüber thronenden Burg beziehen. Eine der bekanntesten ist die des Riesenfischs im Maar. Ein jedes Mal, wenn er gesehen ward, starb einer der Burgherren.
Folgender Text wurde 1542 von dem Baseler Gelehrten Sebastian Münster festgehalten:
Item zwen namhaftiger See sind in dieser Eyfel / einer bey dem Schloß Ulmen / und der ander bey dem Closter zum Laich / die sind sehr tief / haben keinen eynfluß / aber viel außfluß / die nennt man Mahr / und sind Fischreich. Im Mahr zu Ulmen ist ein Fisch / wie dann viel gesehen habe / auff dreissig Schuch lang / un ein and‘ auff zwölf Schuh lang / die habe Hecht gestallt. Und so sie sich lassen sehe / stirbet gewißlich ein Ganerb des Hauß Ulmen / es sey Mann oder Fraw / ist offt bewart und erfahren worden. Diese Mahr ligen gemeinlich auff hohen Bergen. Man hat das zu Ulmen wollen ersuchen in seiner Tieffe / und nach dem man dz Bley dreyhundert Clafftern tieff hinab gelassen / hat man kein Grund mögen finden.
Der nördlich des Ulmener Maars liegende Jungferweiher ist ebenfalls ein Maar allerdings ein verlandetes. Bodenbohrungen haben ergeben, dass es sich um einen Vulkan handelt der 118.000 Jahre alt ist und wesentlich größer war als der des Ulmener Maares. Erst 1942 staute man Wasser auf den sumpfigen Wiesen. Heute befindet sich dort ein Vogelschutzgebiet wo man seltene und bedrohte Vögel beobachten kann. Ein anderer Teil ist zum Angeln freigegeben.
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