Uttarakhand (hindi उत्तराखंड, Uttarākhanḍ; bis 31. Dezember 2006 Uttaranchal, hindi उत्तरांचल, Uttarāncal, [uttʌɽɑːnʧʌl]) ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 53.483 km² und 8.479.562 Einwohnern (Stand 2001). Nach der Gründung des Bundesstaates durch Abspaltung von Uttar Pradesh im November 2000 wurde Dehradun zur (Interims-)Hauptstadt Uttarakhands erklärt. Landessprachen sind Hindi und Urdu.
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Uttarakhand liegt im südlichen Himalaya und erstreckt sich von der Gangesebene im Süden über die Ausläufer des Himalaya bis ins Hochgebirge mit dem Nanda Devi (7816 m), dem höchsten vollständig auf seinem Territorium liegendem Berg Indiens. Es besteht aus den beiden Bergregionen Garhwal im Westen und Kumaon im Osten, sowie aus einem schmalen Streifen der Gangesebene im Süden. In den Bergen Garhwals befinden sich die als heilig verehrten Quellen der beiden Flüsse Ganges und Yamuna. Uttarakhand grenzt an die Bundesstaaten Uttar Pradesh im Süden und Himachal Pradesh im Norden, sowie im Nordosten an Tibet (Volksrepublik China) und im Osten an Nepal.
(Stand: Volkszählung 2001)
| Stadt | Einwohner | |
|---|---|---|
| Dehradun | 447.808 | |
| Haridwar | 175.010 | |
| Haldwani | 129.140 | |
| Rurki | 97.064 | |
| Kashipur | 92.978 | |
| Rudrapur | 88.720 | |
| Rishikesh | 59.671 | |
| Ramnagar | 47.099 | |
| Ranipur | 43.252 | |
| Manglaur | 42.782 | |
| Pithoragarh | 41.157 |
In den Bergtälern des Nordens finden sich zahlreiche Mikrozivilisationen mit eigenen Sprachen und Kulturen. Die Religion der Hochgebirgsbewohner, die bis zur Schließung der Grenze mehr nach Tibet als nach Süden ausgerichtet waren, ist stark vom Buddhismus geprägt, enthält aber auch hinduistische Elemente. Im Mittelgebirge leben vor allem Angehörige der höheren Kasten der Brahmanen und Rajputen. In der Ebene haben sich nach der Unabhängigkeit Indiens 1947 Zuwanderer aus Bengalen und dem Panjab niedergelassen, denen es gelang, sich im Laufe der Jahre einiges an Grundbesitz anzueignen.
Die Bevölkerung von Uttarakhand lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Vor allem in höheren Regionen reichen die Erträge nur für die Deckung des eigenen Bedarfs. Es werden Hirse, Gemüse, Kartoffeln, Äpfel und in niedrigeren Lagen auch Reis angebaut. Eine wichtige Einnahmequelle stellt der Tourismus dar. Vor allem indische Pilger, aber auch westliche Touristen besuchen die heiligen Orte Rishikesh und Haridwar, sowie die als Char Dham bekannten Tempel in Badrinath, Kedarnath, Yamunotri und Gangotri. Von den Briten gegründete Hill Stations wie Masuri (Mussoorie) oder Nainital bieten im Sommer reicheren Indern Zuflucht vor der Hitze der Ebene.
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