| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Mayen-Koblenz | |
| Verbandsgemeinde: | Vallendar | |
| Koordinaten: | 50° 24′ N, 7° 37′ O | |
| Höhe: | 99 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,22 km² | |
| Einwohner: | 8665 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 655 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56179 | |
| Vorwahl: | 0261 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MYK | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 37 226 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Rathausplatz 13 56179 Vallendar |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Wolfgang Helbach (CDU) | |
| Lage der Stadt Vallendar im Landkreis Mayen-Koblenz | ||
Die Stadt Vallendar ist ein staatlich anerkannter Kneipp- und Luftkurort im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz und Sitz der Verbandsgemeinde Vallendar.
Inhaltsverzeichnis |
Die Siedlungsfläche der Stadt Vallendar breitet sich am rechten Ufer des Mittelrheins gegenüber der bewohnten Rheininsel Niederwerth aus, dort, wo mehrere Bachtäler des Westerwaldes auf das Rheintal stoßen. Die Stadt liegt 5,7 km nördlich von Koblenz und 12,3 km südlich von Neuwied im Koblenz-Neuwieder Becken, einem Teil des Mittelrheinischen Beckens. Im Osten steigen die Höhen des Westerwaldes auf, jenseits des Rheins im Westen die Höhen der Eifel.
Die Lage in den Bachtälern ist der Ursprung des Namens, wobei die Silben "val" und "ndar" zu unterscheiden sind. Beide Silben besitzen indogermanische Wurzeln: "val" bedeutet soviel wie "fließend", während "ndar" auf "sumpfiges Gelände" hinweist.
Vallendar wird erstmals um 830/840 geschichtlich als Besitz der Erzbischöfe von Trier erwähnt, es wird jedoch angenommen, dass es keltischen Ursprungs und damit weitaus älter ist (700-600 v. Chr.). Die Trierer Erzbischöfe ließen ihren Besitz durch Vögte verwalten, die jedoch den Besitz immer mehr dem Zugriff der Erzbischöfe entziehen konnten. So sind schließlich seit 1232 die Grafen von Sayn Landesherren und erbauen 1240 am Nordausgang von Vallendar eine Burg, auf deren Grundmauern heute das Haus d'Ester, die so genannte Marienburg steht. Zusätzlich erhielt Vallendar zu dieser Zeit Stadtmauern.
1143 kommt es zur Gründung des Schönstätter Kloster der Augustinerinnen, das 1567 wieder aufgelöst wird. Seit dem 14 Jahrhundert ist der Erzbischof von Trier Mitinhaber der Herrschaft Vallendar. 1681 bzw. 1767 (endgültig) wird Trier alleiniger Landesherr. Auf diese Territorialgeschichte verweist das Stadtwappen mit dem sayn'schen Löwen und dem kurtrierischen roten Kreuz. Im Mittelalter befindet sich der Sitz eines pfalzgräflichen Hochgerichts in Vallendar. 1802 gelangt der Ort an das Fürstentum Nassau-Weilburg, 1815 schließlich an das Königreich Preußen. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich eine reiche Gewerbetätigkeit, die ein Grund dafür ist, dass Vallendar 1856 von König Friedrich Wilhelm IV. die Stadtrechte erhält. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Stadt 1919 Ziel einer Militäraktion der 23. US-Infanterie [1]. Seit 1932 ist Vallendar anerkannter Luft- und Kneipp-Kurort. 1939 wird die Gemeinde Mallendar eingemeindet. Ab 1954 bis in die 1970er Jahre entstehen zahlreiche neue Baugebiete. 1958 wird die Brücke zwischen Vallendar und der Rheininsel Niederwerth eingeweiht. 1973 wird das ortsbildprägende Hochhaus "Humboldthöhe" fertiggestellt.
Heute wird das Bild Vallendars stark vom international bekannten Wallfahrtsort im Bezirk Schönstatt geprägt, wo sich die von Josef Kentenich 1914 in einem kleinen verfallenen Marienkapellchen gegründete Schönstatt-Bewegung mittlerweile zu einer regelrechten Wallfahrts-Stadt entwickelt hat. Das Gründungskapellchen gilt als berühmter Wallfahrtsort und ist mittlerweile von zahlreiche Bildungshäusern, Schwesternhäusern, weiteren Kapellchen und der großen Anbetungskirche umgeben.
| Stand / Datum | Einwohner |
| 1. Dezember 1910 | 4462 |
| 31. Dezember 2004 | 8856 |
| 30. Juni 2005 | 8814 |
| 31. Dezember 2006 | 8763 |
Die Stadtratswahl 2004 ergab folgendes Ergebnis:
CDU (62,42 %) 15 Sitze, SPD (31,15 %) 7 Sitze, FDP (6,44 %) 2 Sitze
Vallendar liegt an der B 42 und an der A 48, deren Ausfahrt Bendorf/Neuwied/Vallendar über die B 42 in den Ortskern führt.
Vallendar besitzt einen Bahnhof an der rechten Rheinstrecke.
Die Buslinien 7/7a und 8/8a der KEVAG verbinden Vallendar mit Koblenz, Bendorf und Höhr-Grenzhausen.
Folgende Personen wurden in Vallendar geboren:
Folgende Personen wirkten in Vallendar:
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