Vanadiumpentoxid

Strukturformel
Strukturformel Vanadiumpentoxid
Kristallstruktur von Vanadiumpentoxid
Allgemeines
Name Vanadiumpentoxid
Andere Namen
  • Vanadium(V)-oxid
  • Vanadiumpentaoxid
  • Divanadiumpentaoxid
Summenformel V2O5
CAS-Nummer 1314-62-1
Kurzbeschreibung gelb-oranges Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 181,881 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 3357 kg·m−3
Schmelzpunkt 690 °C
Siedepunkt 1750 °C
Dampfdruck ?
Löslichkeit

in Wasser unlöslich

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
Giftig
T
Giftig
Umweltgefährlich
N
Umwelt-
gefährlich
R- und S-Sätze R: 20/22-37-48/23-51/53-63-68
S: 36/37-38-45-61
Weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vanadiumpentoxid ist die stabilste Vanadiumverbindung mit dem Element Sauerstoff.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Vanadiumpentoxid

Vanadiumpentoxid ist ein Feststoff, in dessen Kristallstruktur Vanadium-Ionen sich in den Oktaederlücken einer dichtesten Kugelpackung von Sauerstoff-Ionen befinden. Jedes Vanadium-Ion ist von fünf Sauerstoff-Ionen umgeben, wodurch eine verzerrte trigonale Bipyramide gebildet wird.

Darstellung

\mathrm{4 \ V_{(s)} + 5 \ O_2 \rightarrow 2 \ V_2O_5} \triangle H_{B}=-1560\ \mathrm{kJ/mol}

Verwendung

Vanadiumpentoxid wird als Katalysator bei der Schwefelsäure-Gewinnung nach dem Kontaktverfahren genutzt. Zudem findet es Gebrauch bei der Herstellung von Stahllegierungen wie Ferrovanadium. Es wird unter anderem als Katalysator bei der Rauchgasreinigung in Müllverbrennungsanlagen und zur Erniedrigung des Schmelzpunkts bei der Emailleherstellung verwendet. Vanadiumpentoxid ist ein giftiger Gefahrstoff.

Vanadiumpentoxid wird auch verwendet, um Weißglas undurchlässiger für UV-Licht zu machen. Dazu wird es der Glasschmelze zugesetzt, das fertige Glas ist weder von außen noch von innen beschichtet. Flaschen aus diesem Glas werden vor allem für Bier verwendet, um den Lichtgeschmack zu vermeiden.

Literatur

  • H. Oppermann, W. Brückner, W. Reichelt, E. Wolf, J. I. Terukow, F. A. Tschudnowski: Vanadiumoxide. Akademie-Verlag, Berlin 1983

Weblinks

Quelle:
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