Die Venus von Willendorf ist Österreichs bekanntestes Fundstück aus der jüngeren Altsteinzeit (Jungpaläolithikum) und ist heute im Naturhistorischen Museum in Wien zu sehen.
Die Skulptur entstand um 25.000 v. Chr., wurde 1908 bei Bauarbeiten der Donauuferbahn in Willendorf in der Wachau gefunden. Sie ist aus Kalkstein, nahezu unversehrt erhalten und stellt eine 11 cm hohe nackte Frauenfigur mit vollen Brüsten und breitem Gesäß dar. Der Kopf hat kein Gesicht, aber eine lockige Frisur. Farbreste zeigen, dass die Skulptur ursprünglich dick mit Rötel bemalt war.
Das Original wird als so kostbar angesehen, dass lange Zeit nur eine Kopie im Museum ausgestellt war. Erst beim jüngsten Umbau des Naturhistorischen Museums wurde eine spezielle Tresor-Vitrine eingerichtet.
Weitere Frauenstatuetten an derselben Fundstelle wurden "Venus II" und "Venus III" genannt - alle scheinen Fruchtbarkeitssymbole zu sein.
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