Vercelli

Vercelli
Comune
Lage der Gemeinde in Italien
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Vercelli (VC)
Geographische Koordinaten: 45° 19′ 0″ N, 8° 25′ 0″ O
Höhe: 130 m s.l.m.
Fläche: 79 km²
Einwohner: 44.692 (1.1.2006)
Bevölkerungsdichte: 569 Einw./km²
Postleitzahl: 13100
Vorwahl: 0161
ISTAT-Nummer: 002158
Demonym: Vercellesi
Schutzpatron: Sant'Eusebio
Website: http://www.comune.vercelli.it/

Vercelli (Piemontesisch Vërsèj) ist eine Stadt in der italienischen Region Piemont mit 44.692 Einwohnern (Stand: 2006). Sie ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 130 m über dem Meeresspiegel und dehnt sich über eine Fläche von 79 km² aus. Die Einwohnerdichte beträgt circa 569 Einwohner/km².

Geschichte

Ursprünge - Antike

In der Zeit des römischen Reiches hieß die Stadt Vercellae. Bereits im 10. Jahrhundert v. Chr. bestand eine keltische Siedlung. Südlich der heutigen Stadt gewann Gaius Marius die Schlacht von Vercellae gegen die Kimbern im Jahre 101 v. Chr. auf den Raudischen Feldern.

Mittelalter

Schon früh war Vercelli Bistum. Der erste Bischof war der sagenumwobene Eusebius von Vercelli. Im Mittelalter war Vercelli auch aufgrund seiner strategischen Lage im Vorfeld eines wichtigen Alpenpasses bedeutender Bischofssitz. Während der Zeit der Langobarden war V. Sitz eines Herzogs und besaß das Recht, Goldmünzen zu prägen. Die Bischöfe Atto von Vercelli und Leo von Vercelli konnten im 10. und 11. Jahrhundert die Machtstellung ihrer Stadt durch königliche Privilegien weiter ausbauen und gegen diverse Angriffe ihrer Gegner (unter Führung des Markgrafen Arduin von Ivrea) erfolgreich verteidigen. Machtkämpfe innerhalb des Klerus in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts schwächten die Position der Kirche in der Stadt. In der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde Vercelli in eine eigenständige Republik umgewandelt, die sich im Lombardischen Städtebund engagierte. In Vercelli wurde 1228 die erste Universität des Piemont errichtet. Machtkämpfe innerhalb der städtischen Fraktionen beendeten in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Blüte der Stadt. Im 14. Jahrhundert stand die Stadt unter der Macht der Familie Visconti, die sie jedoch 1427 endgültig an das Herzogtum Savoyen abtreten musste. Aus der Zeit ist noch die romanische Zisterzienserkirche erhalten.

Neuzeit

Vercelli gilt als größter Umschlagsplatz für Reis in Europa. In Vercelli befindet sich ein bekanntes Frauengefängnis. Der Fußballverein Pro Vercelli ist siebenfacher italienischer Meister.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks


Quelle:
Artikel Vercelli aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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