Veteran (v. lat.: vetus = alt) ist eine Bezeichnung für einen altgedienten erfahrenen Soldaten. Bei ehemaligen Kriegsteilnehmern spricht man auch von Kriegsveteranen.
Im übertragenen Sinn wird damit auch einfach nur jemand bezeichnet, der über langjährige Erfahrung in einer bestimmten Hinsicht verfügt. Außerdem verwendet man das Wort auch für alte Fahrzeuge ebenso wie das Wort Oldtimer.
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In der römischen Antike waren Veteranen die Soldaten, die ihre Dienstzeit von meistens 20 Jahren vollendet hatten und entlassen worden waren oder aber auch noch beim Heer blieben. Die Kampfkraft von Caesars Veteranenlegionen, den Eisenmännern, war gefürchtet.
Während in republikanischer Zeit im Kriegsfall ein Bürgerheer ausgehoben und nach Beendigung des Kriegszuges sofort wieder aufgelöst wurde, setzte sich seit dem 2./1. Jahrhundert v. Chr. nach und nach das Berufsheer durch (Heeresreform des Gaius Marius). Die für eine bestimmte Zeit verpflichteten Berufssoldaten erhielten nach Beendigung ihrer Dienstzeit Ackerland in den Provinzen zugeteilt. Da die Versorgung der Veteranen durch die jeweiligen Feldherren garantiert wurde, betrachteten die Veteranen sich als zu seiner Klientel gehörig und bildeten damit einen Machtfaktor, der v.a. in den Bürgerkriegen an Bedeutung gewann.
Das heutige Veteranenwesen, insbesondere viele traditionelle Veteranenvereine in Deutschland, gehen auf die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 zurück. Auch heute spricht man von Teilnehmern an einem der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts von Kriegsveteranen, ebenso wie beim Vietnamkrieg. Zahlreiche Veteranenvereine kümmern sich um Kameradschaft, aber auch um Probleme, die durch die jeweilige Kriegsteilnahme entstanden. Auch politisch sind manche Vereine tätig.
Tituli Veteranorum. Veteraneninschriften aus den Donauprovinzen des Römischen Reiches (1.-3. Jahrhundert n. Chr.) (Xenia Posnaniensia Band 6). Wydawnictwo CONTACT, Poznan 2005.