Victor Laloux (* 15. November 1850 in Tours; † 1937 in Paris) war ein französischer Architekt. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählt der Bahnhof Gare d'Orsay, den er im Jahre 1900 für die Verbindung Paris–Orléans entwarf.
Laloux war Schüler von Louis-Jule André in der École des Beaux-Arts von Paris seit dem Jahr 1869. Sein Studium wird durch den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 unterbrochen. 1878 gewinnt er den ersten Platz des „Prix de Rome“ mit einem Entwurf unter dem Titel „une église cathédrale“.
Der junge Preisträger besucht von Januar 1879 bis 31. Dezember 1882 in die Académie de France in Rom.
Als rechte Hand und anschließender Nachfolger von André, der 1890 verstarb, führt er selber zahlreiche Schüler bis zu „Prix de Rome“ 1909 wird er zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts gewählt (Sitz Nr. 6). Als praktizierender Architekt und Professor ist Laloux einer der großen Repräsentanten der Akademie zur Zeit der Belle Époque.
Er leitet sein Werkstatt bis ins Jahr 1936 und übergibt sie anschließend seinem Schüler und Freund Charles Lemaresquier.
Einfriger Verfechter des Bauwerkstoff Metal, verbirgt er diesen behutsam hinter klassisch gestalteten Steinfassaden, nach dem Vorbild seiner Zeitgenossen Henri Deglane, Albert Louvet, Albert-Félix-Théophile Thomas beim Entwurf des Grand Palais in Paris.
Weitere Werke sind: