Viktor Röthlin (* 14. Oktober 1974), ist ein Schweizer Langstreckenläufer und gehört zu den besten Marathonläufern Europas.
Nach dem für ihn nicht zufriedenstellenden 19. Platz im 10.000-Meter-Lauf bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 1998 in Budapest konzentrierte er sich auf die längeren Strecken.
Dem Hamburg-Marathon 1999 in 2:13:36 und dem Rotterdam-Marathon 2000 in 2:12:53 folgte der Auftritt bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney, wo er im Marathonlauf den 36. Platz belegte.
2001 verbesserte er seine Zeit beim Berlin-Marathon, wo er Achter wurde, auf 2:10:54. Beim Marathon der Europameisterschaft 2002 in München kam er auf den 16. und bei der Weltmeisterschaft 2003 in Paris auf den 14. Platz.
2004 gewann er den Zürich-Marathon, bei dem er schon im Vorjahr Zweiter geworden war, mit Schweizer Rekord in 2:09:56.
2005 wurde er Vierter beim Zürich-Marathon, gewann den Greifenseelauf und wurde Siebter beim New-York-City-Marathon.
2006 verbesserte er zunächst in Mailand seine Bestzeit im Halbmarathon auf 1:02:16 und holte dann bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2006 in Göteborg die Silbermedaille hinter Olympiasieger Stefano Baldini (ITA) und vor Julio Rey (ESP). Außerdem gewann er die Gesamtwertung des Post-Cup.
2007 gewann er den Zürich-Marathon mit neuem Schweizer Rekord in 2:08:20. Als Vorbereitung auf den Marathon an der Leichtathletik-Weltmeisterschaft gewann er auch den Ägerisee-Lauf.
Sieben der zehn schnellsten Zeiten von Schweizer Marathonläufern wurden von ihm aufgestellt (Stand Anfang 2007). [1]
Viktor Röthlin ist gelernter Elektrozeichner und diplomierter Physiotherapeut. Er startet für den STV Alpnach. 2004 und 2006 wurde er zum Schweizer Leichtathleten des Jahres gewählt.