Die Villa Farnesina (auch Villa della Farnesina oder kurz Farnesina genannt) wurde 1508 bis 1511 von Baldassare Peruzzi im römischen Stadtteil Trastevere für den toskanischen Bankier Agostino Chigi erbaut. 1534 wurde sie von Kardinal Alessandro Farnese erworben und erhielt ihren heutigen Namen.
Das zweigeschossige Gebäude besitzt einen U-förmigen Grundriss, der sich zum Garten hin mit einer ebenerdigen, fünfbogigen Loggia öffnet. Diese diente als Bühne für die vom Bauherrn veranstalteten Feste und Theaterspiele. Die von toskanischen Pilastern gegliederten Fassaden werden nach oben durch ein weit ausladendes Kranzgesims über einem umlaufenden Puttenfries abgeschlossen. Die Räume sind mit zahlreichen Fresken ausgeschmückt, in der Loggia, die durch gemalte Scheinarchitektur als Laube gestaltet ist, befindet sich der Zyklus Die Geschichte von Amor und Psyche von Raffael und seinen Schülern (Raffaellino del Colle, Giovanni Francesco Penni, Giulio Romano und Giovanni da Udine). In einem an die Loggia anschließenden Raum befindet sich Raffaels Fresko Triumph der Galatea. Im Obergeschoss wurde ein Saal von Peruzzi unter anderem mit einem gemalten Blick auf Trastevere ausgemalt. Im Nebenraum befindet sich Sodomas Fresko Die Hochzeit Alexanders des Großen mit Roxane. Als weiterer Künstler war u. a. Sebastiano del Piombo mit dem Bild des Polyphem an der Ausgestaltung der Farnesina beteiligt.
Hier befindet sich auch das Gabinetto dei Disegni e delle Stampe, die staatliche grafische Sammlung, während die Accademia dei Lincei, der als eines der ersten Mitglieder Galileo Galilei angehörte, im gegenüberliegenden Palazzo Corsini untergebracht ist.
Villa Farnesina ist außerdem die Bezeichnung für eine römische Villa, die um 20 v. Chr. im Ufergebiet des Tibers auf dem Grundstück der Renaissancevilla della Farnesina in Rom entstand und möglicherweise als Wohnsitz für Marcus Vipsanius Agrippa und Iulia diente. Die Wandmalerei zeigt – wie auch die Casa di Livia – eine Mischform zwischen 2. Stil/Architekturstil und 3. Stil/Kandelaberstil der Römischen Wandmalerei. Einige der Malereien zeigen ein mythologisches Mittelbild auf weißem Grund, das von roten Feldern umgeben ist. Im Vordergrund wurden Säulen und andere architektonisch Elemente als Scheinarchitektur aufgetragen.
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