| Vipern | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Viperidae | ||||||||||||
| Oppel, 1811 | ||||||||||||
| Unterfamilien | ||||||||||||
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Vipern oder Ottern (Viperidae), "Röhrenzähner", sind eine in Amerika, Afrika und Eurasien verbreitete Familie meist viviparer (lebendgebärender) Giftschlangen mit 35 Gattungen und ungefähr 260 Arten. In Europa sind sie mit neun Arten vertreten, in Australien, Ozeanien und auf Madagaskar fehlen sie völlig. Alle Arten dieses Taxons sind giftig.
Inhaltsverzeichnis |
Je nach Art erreichen sie eine Länge von 30 cm bis über zwei Meter. Die Hauptgruppen innerhalb der Vipern sind zum einen die Echten Vipern (Viperinae) und zum anderen die Grubenottern (Crotalinae), zu denen auch die Klapperschlangen (Crotalus) gehören. Im Unterschied zu diesen fehlt den Echten Vipern das vor den Augen liegende Grubenorgan, eine Wärmesinnesorgan. Ebenfalls zu den Vipern gehören die Fea-Viper (Azemiops feae) sowie die Krötenvipern (Causinae), die jeweils eigenen Unterfamilien zugeordnet werden. Vipern sind in der Regel dämmerungs- und nachtaktive Tiere.
Die häufig gedrungenen, massiv wirkenden Schlangen sind durch einen kurzen Schwanz und einen dreieckigen, deutlich vom Hals abgesetzten Kopf gekennzeichnet. Die Augen der Vipern weisen meist senkrecht gestellte elliptische Pupillen auf. Vipern sind selten auffällig, häufig in eher dunklen Erd- oder Olivtönen gefärbt.
Bei manchen Arten (ovovivipare Arten) reifen die Eier im Körper des Muttertieres und die Jungen schlüpfen bei der Eiablage, es gibt jedoch auch zahlreiche eierlegende (ovipare) Arten.
Vipern verfügen über einen hoch entwickelten Giftapparat mit beweglichen röhrenartigen (solenoglyphen) Giftzähnen. Bei geschlossenem Maul liegen die Giftzähne "eingeklappt" in einer Bindegewebsfalte im Gaumendach und werden bei Gebrauch durch Aufreißen des Rachens senkrecht zum Oberkiefer aufgerichtet. Hierdurch wird ein sehr tiefes Eindringen der Zähne in die Beute ermöglicht und es kann eine effektive Injektion des Schlangengiftes erfolgen.
Die meisten Viperngifte sind vor allem hämotoxisch und zerstören also vor allem Zellen des Blutes und die sie umgebenden Gewebe durch verschiedene Proteasen. Hämotoxine führen zu umfassenden Gewebezerstörungen, inneren Blutungen und Schwellungen sowie Nekrosen und sind sehr schmerzhaft. Zu den wirksamsten Bestandteilen des Giftes gehören zudem Proteine, die die Blutgerinnung unterdrücken und damit gemeinsam mit den gewebezerstörenden Anteilen innere Blutungen verursachen. Blutungen treten dabei unter der Haut, in Nasen- und Mundhöhle und vor allem auch in Darm und Gehirn der Beutetiere auf. Neben diesen gibt es bei einigen Arten zudem neurotoxische Bestandteile, die auf das Nervensystem des Opfers wirken und Lähmungen hervorrufen. Diese kommen vor allem bei einigen Klapperschlangen wie der südamerikanischen Schauerklapperschlange (Crotalus durissus) oder einigen Puffottern (Bitis)
Innerhalb der Vipern unterscheidet man etwa 260 Arten, die rund 35 Gattungen in vier Unterfamilien zugeordnet werden. Als ursprünglichste Art gilt die asiatische Fea-Viper, die als einzige den Urtümlichen Vipern (Azemiopinae) zugeordnet wird. Abgeleitete Taxa sind die Grubenottern (Crotalinae), die Krötenvipern (Causinae) sowie die Echten Vipern (Viperinae). Das folgende Kladogramm stellt die potentiellen Verwandtschaftsbeziehungen dieser Gruppen dar.
──┐ Vipern (Viperidae └──┬─── Urtümliche Vipern (Azemiopinae) └──┬─── Grubenottern (Crotalinae) └──┬─── Krötenvipern (Causinae) └─── Echte Vipern (Viperinae)
Folgende Gattungen werden den Vipern zugeordnet:
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