In einer Vorwahl bestimmt eine politische Partei den Kandidaten für eine später anstehende Wahl.
Am bekanntesten sind die Primaries, die Vorwahlen zur Bestimmung des Kandidaten für die Präsidentschaft in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Auch in Deutschland gibt es Diskussionen, Kandidaten für die Wahl in hohe politische Ämter (z.B. das des Bundeskanzlers) zukünftig durch Vorwahlen zu bestimmen. Da der Bundeskanzler jedoch nicht vom Volk gewählt wird, müsste dazu erst das Grundgesetz geändert werden.
Die Befürworter versprechen sich hiervon eine größere Beteiligung der Bürger am demokratischen Prozess sowie eine höhere Anerkennung des späteren Amtsträgers.
Eine Vorwahl fand am 16. Oktober 2005 auch in Italien statt, um den Chef des linksgerichteten Bündnisses zu wählen. Die Wahlbeteiligung war unerwartet groß und der Sieger (mit etwa drei Vierteln der Stimmen) war Romano Prodi.