Die Ling-Temco-Vought A-7 Corsair II war ein leichtes Angriffsflugzeug, basierend auf der F-8 Crusader. Sie flog sowohl für die US Air Force und für die US Navy. Später wurde sie von der Air National Guard eingesetzt. Auch Griechenland, Portugal und Thailand setzten das Modell ein.
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Im Mai 1963 begann eine Ausschreibung der US-Marine für ein trägergestütztes, leichtes Angriffsflugzeug als Ersatz für die Douglas A-4. Um Kosten zu sparen, wurde festgelegt, dass das Modell auf bestehenden Modellen zu basieren hatte. Vought, Douglas Aircraft Company, Grumman und North American Aviation reichten Vorschläge ein. Am 11. Februar 1964 ging Vought als Sieger aus dem Wettbewerb hervor und erhielt am 19. März des Jahres den Auftrag zur Fertigung einer Vorserie. Das Flugzeug wurde A-7 genannt und erhielt 1965 den Beinamen Corsair II, in Anlehnung an die erfolgreiche Corsair aus dem 2. Weltkrieg.
Am 27. September 1965 absolvierte die YA-7A, der erste Prototyp, ihren Erstflug. 1966 wurden die ersten Modelle der A-7A und B bei der US Navy in Dienst gestellt, am 1. Februar 1967 war die erste Staffel kampfbereit. Im Dezember 1967 begannen die Kampfeinsätze der Corsair II über Vietnam bei der Staffel VA-147, Trägergeschwader 2 (CVW-2), USS Ranger (CVA-61).
Während der Entwicklung des Navy-Modells befand die US Army das Modell passend für ihre Forderungen nach einem Nahunterstützungsflugzeug. Die US Air Force orderte daher die A-7D mit überarbeiteter Technik und Bewaffnung. Der erste Prototyp flog am 6. April 1968, im Jahr 1970 wurde die A-7D in bei der Air Force in Dienst gestellt.
Beeindruckt von den Leistungen dieses neuen Modells orderte die US Navy ein für Flugzeugträger modifiziertes Modell und stellte sie als A-7E ab 1970 in Dienst. Die A-7E blieb bei der Navy bis zur Ablösung durch die F-18 "Hornet" in den späten 1980ern und frühen 1990ern in Dienst.
Die Produktion der A-7 dauerte bis 1984, 1569 Exemplare wurden gebaut.
In den späten 1970ern und den frühen 1980ern wurde die A-7D bei der USAF vom Truppendienst zurückgezogen und an die Air National Guard sowie an Griechenland und Portugal weitergegeben, wo sie teilweise noch heute im Einsatz stehen.
Von den Besatzungen erhielt die Maschine den Spitznamen "SLUFF", was in Anlehnung an BUFF (Big Ugly Fat Fellow oder auch Big Ugly Fat Fucker), den Spitznamen der Boeing B-52, für Short Little Ugly Fat Fellow (Kurzer, kleiner, häßlicher, fetter Typ) steht.
Am 11. Januar 1981 werden durch ein Kommando der linksgerichteten Unabhängigkeitsbewegung "Los Macheteros" (PRTP) auf den Luftwaffenstützpunkt Muñiz Air Base nahe San Juan, Puerto Rico 10 A-7 der Puerto Rico National Guard zerstört.
Die Corsair II erinnert stark an die F-8 Crusader, von der sie aber ihr etwas breiterer, aber kürzerer Rumpf und die etwas vergrößerte Spannweite unterscheiden. Außerdem verzichtet die A-7 auf die verstellbaren Flügel.
Da keine Überschallgeschwindigkeit gefordert war, erhielt die Maschine in den ersten Ausführungen ein Pratt & Whitney TF30 ohne Nachbrenner.
Die Hauptbewaffnung besteht aus zwei Colt 20 mm-Maschinenkanonen mit je 250 Schuss. Theoretisch konnte sie an Flügelstationen noch bis zu 6.800 kg Last tragen, aber nur bei verringertem Treibstoffvorrat, da sonst die Gesamtabflugmasse überschritten wurde.
Die A-7D und E erhielten an Stelle des TF30 ein Allison TF41, welches höheren Schub bei geringerem Treibstoffverbrauch lieferte. Auch wurden die beiden 20-mm-Kanonen durch eine M61 Vulcan-Schnellfeuerkanone ersetzt.
Als zweisitzige Trainerversionen wurden die TA-7C für die Navy und die TA-7K für die Air National Guard produziert.
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