Vrbice u Kostelce nad Orlicí

Vrbice
Wappen von ????
Vrbice auf der Karte von Tschechien
Vrbice
Vrbice
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Královéhradecký kraj
Bezirk: Rychnov nad Kněžnou
Fläche: 245 ha
Geographische Lage: 50° 05' N, 16° 15' O
Höhe: 423 m n.m.
Einwohner: 132 (28. August 2006)
Postleitzahl: 517 41 - 517 45
Verkehr
Straße: Doudleby nad Orlicí - Chleny
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jaromír Žid
Adresse: Vrbice 14
517 41 Kostelec nad Orlicí
Website: www.vrbice.info

Vrbice (deutsch Weidenbusch) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt neun Kilometer südwestlich von Rychnov nad Kněžnou und gehört zum Okres Rychnov nad Kněžnou.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort im Quellgebiet des Vrbický potok befindet sich im Norden der Chotzener Tafel an der Anhöhe Kastel (444 m)zwischen den Tälern der Wilden Adler und des Brodec.

Nachbarorte sind Příkazy und Vyhnánov im Norden, Mnichovství und Záměl im Nordosten, Potštejn im Osten, Proruby, Nové Litice und Lhoty u Potštejna im Südosten, Chleny und Chlínky im Süden, Krchleby im Südwesten, Svídnice im Westen sowie Suchá Rybná im Nordwesten.

Geschichte

Die slawische Besiedlung der Gegend erfolgte in der Mitte des 13. Jahrhundert und der in der um 150 entstandenen Geographike Hyphegesis von Claudius Ptolemäus eintragene Flecken Casurgis soll sich nach Meinung August Sedláčeks auf dem Kastel befunden haben. Erwiesen ist, dass im 13. Jahrhundert auf dem Hügel zumindest eine Kirche gestanden ist.

Die erste urkundliche Erwähnung von Vrbice erfolgte 24. Oktober 1495 als Besitz der Herrschaft Pottenstein. Zu dieser Zeit existierten in dem von Wäldern umgebenen Ort Vrbice lediglich zwei Anwesen. Mit der Ausdehnung des Dorfes wurden die Wälder gerodet.

1556 erwarb der frühere Administrator des Erzbistums Salzburg, Ernst Pfalzgraf zu Rhein von Heinrich von Pernstein die Herrschaft Pottenstein einschließlich Doudleby. Zwei Jahre später veräußerte dieser den Besitz an Wenzel den Älteren von Okrauhlik und Groß Herrndorf. Als Nikolaus der Älteren von Bubna 1562 Vrbice erwarb, schlug er das Dorf der Herrschaft Doudleby zu. Bis zur Ablösung der Patrimonialherrschaften im Jahre 1848 blieb Vrbice nach Doudleby untertänig. 1888 wurde die Feuerwehr gegründet. Im Jahre 1960 erfolgte die Eingemeindung nach Chleny, die nach der samtenen Revolution 1990 wieder rückgängig gemacht wurde.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Vrbice besteht aus dem Ortsteilen Chlínky (Chlinek) und Vrbice (Weidenbusch) sowie den Einschichten Draha, Sadka und Čeřeny.

Sehenswürdigkeiten

  • Statue des Hl. Johannes von Nepomuk in Chlínky, errichtet 1760
  • Steinkreuz
  • Glockenturm mit Statue der Maria von Mariazell und dem Jesuskind, am Dorfplatz
  • Bednářův křížek, Gedenkkreuz für den 1916 verunglückten Josef Bednář
  • Martincův obrázek, das Heiligenbild wurde 1921 von Josef und Marie Pups errichtet

Persönlichkeiten

  • Der Maler Jiří Kaloč (*1943) bewohnt seit 1979 ein Einzelgehöft bei Vrbice und ist seit 2003 Ehrenbürger der Gemeinde.

Weblinks

Quelle:
Artikel Vrbice u Kostelce nad Orlicí aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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