Wärmekissen

Regenerierbare Handwärmer im metastabilen und kristallisierten Zustand
Regenerierbare Handwärmer im metastabilen und kristallisierten Zustand

Als Wärmekissen bezeichnet man regenerierbare Handwärmer.

Physikochemisch handelt es sich dabei um Latentwärmespeicher. Die handelsüblichen Wärmekissen sind mit Natriumacetat-Trihydrat, Na(CH3COO) · 3 H2O, gefüllt. Bei 58 °C löst sich das Salz im eigenen Kristallwasser. Beim Abkühlen entsteht eine metastabile übersättigte Lösung. Die bei einer eintretenden Kristallisation des Natriumacetat-Trihydrats freiwerdende Enthalpie lässt die Masse wieder bis maximal 58 °C erwärmen. Um dies auszulösen, werden sogenannte Kristallisationskeime benötigt, durch welche die Kristallisation rasch voranschreitet. Solche Keime werden erzeugt, indem z. B. ein in der Lösung schwimmendes Metallplättchen - ein sogenannter Knackfrosch - entgegen seiner Ausgangsform geknickt wird. Eine weitergehende Erläuterung dieses Vorganges findet sich im Artikel Nukleation.

Literatur

  • R. Blume, W. Kunze, H. Obst, E. Rossa und H. Schönemann: Chemie für die Regelschule Klasse 8; Cornelsen-Verlag, Berlin 1999, 132 S., ISBN 3-464-06095-0

Weblinks

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