| Wałbrzych | |||
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| Basisdaten | |||
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| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | ||
| Landkreis: | Wałbrzych | ||
| Fläche: | 84,8 km² | ||
| Geographische Lage: | 50° 47' N, 16° 17' O | ||
| Höhe: | 350 m n.p.m | ||
| Einwohner: | 127.566 (31. Dez. 2004) | ||
| Postleitzahl: | 58-300 bis 58-316 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 74 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | DB |
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| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | Automobilindustrie | ||
| Straße: | Wrocław-Golińsk | ||
| Schienenweg: | Breslau–Jelenia Góra | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Breslau | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Stadtpräsident: | Piotr Kruczkowski | ||
| Adresse: | pl. Magistracki 1 58-300 Wałbrzych |
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| Webpräsenz: | www.um.walbrzych.pl | ||
Wałbrzych [ˈvawbʒɨx] (deutsch Waldenburg) ist eine Großstadt im Südwesten Polens. Sie liegt in der Woiwodschaft Niederschlesien inmitten des Waldenburger Berglands. Die Stadt ist rund 65 Kilometer südwestlich von der niederschlesischen Hauptstadt Breslau entfernt und bildet das Zentrum des niederschlesischen Steinkohlereviers.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadtgemeinde Wałbrzych umfasst folgende Städte, Orte und Stadtteile, selbständig bis (...):
(nach: "Wörterbuch der Landeskundlichen Namen" ISBN 83-901637-7-2, von M. J. Battek & J. Szczepankiewicz-Battek, Wrocław/Breslau, 1998):
| Alt Hain | Glinik Stary (1973) |
| Altwasser | Stary Zdrój (1905, 1919) |
| Conradsthal | Konradów (1958)(früher zu Bad Salzbrunn) |
| Dittersbach | Podgórze II/Dzietrzychów (1934) |
| Fürstenstein | Książ (1973) |
| Liebichau | Lubiechów (1973) |
| Neu Hain | Glinik Nowy (1973) |
| Neuhaus | Podzamcze |
| Neukrausendorf | Kozice (1958) |
| Neustadt | Nowe Miasto |
| Nieder Hermsdorf | Sobięcin/Węglewo (1951) |
| Nieder Salzbrunn | Szczawienko (1951)(früher zu Bad Salzbrunn) |
| Ober Waldenburg | Podgórze I (1931) |
| Reussendorf | Rusinowa (1951) |
| Sandberg | Piaskowa Góra (1951)(früher zu Bad Salzbrunn) |
| Seitendorf | Poniatów/(U)Stronie (1929, 1973) |
| Weißstein | Biały Kamień (1951) |
Die älteste Erwähnung des Ortes datiert vom 12. Jahrhundert: Zu Regierzeiten der Fürsten der Piast-Dynastie entstand mitten im Wald eine slawische Befestigung.
Die Stadt Waldenburg wuchs mit der Industrialisierung zu einer völlig vom Bergbau dominierten Stadt.
Ein wochenlanger Streik der Waldenburger Bergleute vom 1. Dezember 1869 bis zum 14. Januar 1870 mit 7.000 Streikenden war der bisher größte Streik in Deutschland und legte zeitweilig das ganze Bergbaurevier lahm. Auslöser war die Nichtanerkennung des Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereins durch die Fabrikbesitzer. Der Streik endete mangels Unterstützung der Bergleute durch den Gewerkverein erfolglos, doch bewirkte er eine Radikalisierung der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung.
Im Jahre 1885 zählte die Stadt etwa 13.000 meist evangelische Einwohner.
Waldenburg gehörte im Deutschen Reich zur preußischen Provinz Schlesien, 1919–1938 und 1941–1945 zur Provinz Niederschlesien. Im Jahr 1924 schied die Stadt aus dem Kreis Waldenburg aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis.
1934 wurde der Stadtkreis Waldenburg durch die Eingliederung von Ober Waldenburg und Teilen der Landgemeinden Dittersbach, Hermsdorf und Weißstein aus dem Landkreis vergrößert.
Zwischen 1935 und 1938 war Dr. Ludwig Schneider (NSDAP) Oberbürgermeister.
Nach Ende des Krieges wurde die deutsche Bevölkerung – soweit nicht im Krieg geflohen – bis auf Arbeitskräfte, die im Bergbau benötigt wurden, vertrieben. Die Arbeitskräfte, die ein Bleiberecht erhielten, waren im Berufs- und öffentlichen Leben vielfach informellen Benachteiligungen ausgesetzt und durften das Land bis Ende der 1950er Jahre häufig nicht verlassen.
Seit 1945/1949 unter polnischer Verwaltung, wurde Waldenburg in Wałbrzych umbenannt und 1946 in den Verwaltungsbezirk (Woiwodschaft) Breslau gegliedert. Mit der Verwaltungsreform von 1975 bildete Waldenburg einen selbständigen Bezirk mit einer Fläche von 4.168 km² und 716.100 Einwohnern (1980), bestehend aus 31 Städten und 30 Gemeinden. Seit dem Inkrafttreten des „Zwei-plus-Vier-Vertrages“ 1991 gehört Schlesien und damit auch Waldenburg unwiederbringlich zu Polen. Im Jahr 1998 wurde die Woiwodschaft Wałbrzych im Zuge einer weiteren Verwaltungsreform aufgelöst und in die Woiwodschaft Niederschlesien integriert.
Der polnische Name „Wałbrzych“ stammt vom deutschen Namen Waldenburg (früher auch Waldenberg) ab. Im Volksmund wurde Waldenburg auch „Walmbrich“ oder „Walbrich“ genannt. Von diesen Varianten des Wortes Waldenburg leitete sich dann der polnische Name ab. Eine sinngemäße Übersetzung ins Polnische wäre Lasogród.
In den letzten Jahren haben Automobilfirmen bzw. Automobilzulieferer wie Toyota, Takata-Petri, Quin, Faurecia in Wałbrzych investiert. Die Stadt ist außerdem ein Zentrum der Keramikindustrie.
Die Restrukturierung des polnischen Bergbaus hat zu einer hohen Arbeitslosenquote im Waldenburger Industrierevier von 28 % (2006) geführt. Die Stadt sieht sich mit teilweiser Verarmung der Bevölkerung und starkem Einwohnerrückgang (etwa 1000 pro Jahr) konfrontiert.
Wałbrzych ist ein regionales Bildungszentrum mit etwa 22.000 Schülern und 8.800 Studenten.
In Wałbrzych gibt es 22 Grundschulen, 18 Gymnasien und 21 Mittelschulen.
Zwei weiterführende Bildungsanstalten haben ihren Sitz in Wałbrzych:
Einige Hochschulen haben Außenstellen in Wałbrzych:
In Wałbrzych gibt es das J.-Szaniawski-Theater und das Puppentheater "Lalki i Aktora", die Sudeten-Philharmonie, ein Kreismuseum, das Museum für Industrie und Technik (eine Abteilung des Kreismuseums auf dem Gelände eines ehemaligen Steinkohlebergwerkes) sowie die Kunstgalerien "Zamek Książ", "Pod Atlantami" und "Civitas Christiana".
Kreisfreie Städte: Breslau | Jelenia Góra | Legnica
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