Als Wackelsteine oder Schaukelsteine werden durch Ablagerung oder Verwitterung entstandene Phänomene bei Felsblöcken bezeichnet, die leicht beweglich auf ihrer Unterlage balancieren. Sie bilden sich bevorzugt aus granitischem Gestein als Späterscheinung der Wollsackverwitterung, seltener aus horizontal gebankten Sedimentgesteinen.
Zunächst erweitern die Verwitterungsvorgänge die primär angelegten Kluftsysteme im Gestein, bis der Gesteinskomplex im Lauf der Zeit in Einzelblöcke zerfällt, die dann - immer weiter zerkleinert - nach und nach abgetragen werden. Nur in seltenen Fällen bleiben größere Einzelblöcke in derartig exponierter, "wackeliger" Lage erhalten. Ein dem Wackelstein ähnlicher Formtyp ist der Pilzfelsen.
Die erstaunliche Bewegungsfähigkeit jener im Gleichgewicht gehaltenen, oftmals riesigen Massen führte vielerorts zur Entstehung von Mythen und Sagen, in denen derartige Steine eine wesentliche Rolle beispielsweise als Orakel oder „Spielzeug“ von Riesen einnehmen.
Eine andere Gattung sind durch menschliche Aktivitäten entstandene Wackelsteine. Im Ganløse Eged, einem 167 ha großen Wald auf der dänischen Insel Seeland ist der Stein eine Langdysse (Dolmen) zum Wackelstein gemacht geworden.
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In Deutschland überregional bekannt ist der Wackelstein der Externsteine, der allerdings im frühen 19. Jahrhundert befestigt wurde. In Entschenreuth in der Gemeinde Saldenburg in Niederbayern gibt es einen 50 Tonnen schweren Wackelstein. Ein wahrer Koloss ist der Wackelstein am Kornberg im Fichtelgebirge. Ein typischer Wackelsteine ist der bei Voltmannsdorf (Fränkische Schweiz)
Im Pierbichlwald bei Groß Gerungs im Waldviertel finden sich ein 24 Tonnen schwerer Wackelstein. Ein anderer liegt im Naturpark Blockheide bei Gmünd (Niederösterreich).
Wackelsteine (dän. Rokkesten) sind hier Findlinge, die die letzte Eiszeit (z.B. auf Bornholm in großer Zahl) hinterließ. Die meisten Wackelsteine, haben sich aber bereits zur Ruhe begeben. Viele Wackelsteine liegen in Rutsker Højlyng, u.a. einer von über 20 Tonnen, der sich sich in den 60er Jahren zur Ruhe legte. In den Paradisbakkerne (Paradieshügeln) findet man den wohl bekanntesten Dänemarks. Er wurde bereits 1894 unter Naturschutz gestellt, obwohl er sich mit seinen 35 Tonnen bereits 25 Jahre vorher zur Ruhe begeben hatte und sich, trotz vieler Versuche, auch nicht wieder erwecken liess. Auch im Djævedalen (dem Teufelstal), bei Almindingen gab es viele, aber keiner davon hat in den letzten 50 Jahren gewackelt. Dagegen hat man bei Vettesmose in den 90er Jahren einen "neuen", aktiven Findling entdeckt.