Die Walachei (rum.: Ţara Românească, deutsch: Rumänisches Land, zur Wortherkunft siehe „Walachen“) ist eine Landschaft Rumäniens und ein historisches Fürstentum. Im Osmanischen Reich, unter dessen Oberhoheit die Walachei vier Jahrhunderte lang stand, wurde Eflak als Landesnamen abgeleitet.
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Die Walachei wird im Norden von den Südkarpaten und im Süden von der Donau, die gleichzeitig die Grenze zu Bulgarien ist, begrenzt. Der Fluss Olt teilt sie in die Große Walachei (Muntenia) im Osten und die Kleine Walachei (Oltenia) im Westen. Die größte Stadt der Walachei ist die rumänische Hauptstadt Bukarest.
Die Walachei war ab 1324 ein selbständiges Fürstentum, aber noch bis etwa 1330 unter ungarischer Lehnshoheit. Nach mehreren Kämpfen und trotz bitterem Widerstand durch den Fürsten Mircea cel Bătrân wurde die Walachei 1395 ein tributpflichtiger Vasallenstaat des Osmanischen Reiches, da den Osmanen die gewaltsame Niederwerfung (im Gegensatz zu den anderen Balkanstaaten) niemals gelang. Das Land wurde um 1600 erstmals mit Siebenbürgen und dem Fürstentum Moldau im Zuge einer knapp einjährigen Personalunion unter Fürst Mihai Viteazul (Michael der Tapfere) vereinigt. Einige Donaustädte (Brăila, Giurgiu und Turnu Măgurele) standen hingegen unter direkter osmanischer Herrschaft von 1417 bis 1829.
Die Vereinigung mit dem Fürstentum Moldau im Jahr 1859 war der Ursprung des am 24. Dezember 1861 proklamierten Rumänien. Rumänien errang aber erst durch seine Siege im russisch-osmanischen Krieg 1877 seine völlige Unabhängigkeit.
In einigen Regionen Deutschlands wird Walachei auch als Ausdruck für eine weit entfernte Region oder eine verlassene unwirtliche Gegend verwendet.