Wallendorf (Eifel)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Wallendorf
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Wallendorf hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Irrel
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 17′ O
Höhe: 180 m ü. NN
Fläche: 8,71 km²
Einwohner: 393 (30. Juni 2006)
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06566
Kfz-Kennzeichen: BIT
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 114
Adresse der Verbandsverwaltung: Auf Omesen 2
54666 Irrel
Ortsbürgermeisterin: Suzette Weber

Wallendorf ist ein Grenzort zu Luxemburg am Zusammenfluss von Sauer und Our in der Eifel in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Grenzbrücke nach Luxemburg
Grenzbrücke nach Luxemburg

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Fischerbrunnen
Fischerbrunnen
Blick auf die Sauer nach Süden
Blick auf die Sauer nach Süden

Archäologische Funde aus der Völkerhöhle bei Wallendorf belegen eine vorgeschichtliche Besiedelung der Gegend bereits in der Steinzeit. Schmuck- und Statuenfunde aus der Römerzeit, sowie freigelegte Grabbeigaben aus fränkischer Zeit setzen die Besiedelungsgeschichte fort.

Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen Vualcheresdorf erfolgte im Jahre 1136 im Zusammenhang mit dem Liebfrauenstift in Prüm. Dabei ist unklar, ob der Name auf vallis (Tal) oder auf einen Römer namens Valo zurückgeht. In späteren Schriften ist dann von Waildorff und Valendorff die Rede.

Bis 1789 war Wallendorf Hauptort einer Meierei der Grafschaft Vianden, als Gutsbesitz der Herren von Fels in Möstroff in Luxemburg.

Während des zweiten Weltkrieges war Wallendorf dreimal Schauplatz von Kämpfen. Am 14. September 1944 setzten US-amerikanische Truppen nach der Zerstörung des Ortes hier über die Sauer, um weiter Richtung Bitburg vorzustoßen. Im Zuge der Ardennenoffensive im Dezember 1944 liegt der Ort abermals im Feuer der Kontrahenten, die Amerikaner ziehen sich zurück. Am 7. Februar 1945 ist Wallendorf wiederum Ziel von Panzer- und Truppenverbänden des US-Armee, die nun endgültig Brückenköpfe bilden können. Wallendorf bleibt schwer zerstört zurück.

Sehenswertes

  • Auf dem ortsansässigen Friedhof sind über 300 Soldaten begraben. Der Genovevabrunnen erinnert an den 1952 erfolgten Wiederaufbau der Kapelle und der angelegten Ruhestätte.
Bild:Kriegsgräber.jpg
Soldatenfriedhof Wallendorf
Bild:Genovevabrunnen.jpg
Genovevabrunnen
Bild:Bunker1.jpg
Kriegsbunker
Bild:Ourbruecke1.jpg
Alte Ourtalbrücke

Literatur

  • Fred Karen:Kriegesereignisse im Frontabschnitt der Untersauer, Luxemburg 1989
  • Roland Gaul:Zwischen Sauer und Our, Luxemburg, Band 1 und 2, 1994/95

Weblinks

Quelle:
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