Walter Jauch (* 13. August 1888 in Hamburg; † 14. Januar 1976 in Hamburg) war ein Versicherungskaufmann.
Jauch entstammt dem Hanseatischen Großbürgergeschlecht Jauch. Er ist der Sohn des Großkaufmanns zu Hamburg Paul Jauch (1857-1915) und der Emily Knoop aus Manchester. Er war in erster Ehe mit Esther Warnholtz und in zweiter Ehe mit Gertrud Langenbach verheiratet. Sein einziger Sohn Oswald aus erster Ehe ist 1944 gefallen. Sein Cousin ist der Oberst und Freikorpsführer Hans Jauch (1883-1965), sein angeheirateter Cousin der Generalmajor und Widerstandskämpfer Hans Oster (1887-1945). Sein Bruder, der mit Martin Niemöller befreundete Leutnant z.S. Rudolf Jauch (1891-1915), ist als Zweiter Offizier mit SM U 40 untergegangen.
Jauch lernte vor dem Ersten Weltkrieg in London den Kaufmann Otto Hübener kennen und gründete mit ihm, als Rittmeister d. Res. aus dem Krieg zurückgekehrt, 1919 die Versicherungsmakler- und Rückversicherungsmaklerfirma Jauch & Hübener (heute Aon Jauch & Hübener) in Hamburg. Das Unternehmen arbeitete sich binnen kurzer Zeit dank der herausragenden Unternehmerpersönlichkeit Hübeners in eine Spitzenstellung empor. Jauch förderte das Unternehmen u. a. durch seine familiären Kontakte zur Hamburgischen Wirtschaft. In der Folge entwickelten sich Jauch & Hübener zum bedeutendsten Versicherungs- und Rückversicherungsmakler des Kontinents.
Jauch & Hübener hatten schon zu Beginn der NS-Zeit einen Beauftragten des Staatssicherheitsdienstes zugeordnet bekommen, weil man in NS-Kreisen Zweifel an ihrer politischen Zuverlässigkeit hegte. Walter Jauchs angeheirateter Cousin war der Generalmajor und Stabschef der militärischen Abwehr unter Admiral Canaris, Hans Oster. Über diesen hatte Jauch & Hübener Kontakt zu dessen unmittelbarem Mitarbeiter Hans von Dohnanyi, dem u. a. finanzielle Transaktionen mit Jauch & Hübener vorgeworfen wurden. Otto Hübener wurde 1945 von den Nationalsozialisten hingerichtet.