Walther von Cronberg (* 1479 auf Schloss Kronberg bei Frankfurt; † 4. April 1543 in Mergentheim) war von 1526 Deutschmeister und von 1527 - 1543 auch Hochmeister des Deutschen Ordens.
Nachdem der vorherige Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach 1525 das Amt freiwillig ablegte, weil er zum evangelischen Glauben übertrat und den Ordensstaat säkularisiert hatte, erhielt Walther von Cronberg, seit 1526 schon Deutschmeister, 1527 von Kaiser Karl V. die Berechtigung, sich Administrator des Hochmeistertums zu nennen.
Durch die Kaiserakte wurde der nominelle oberste Besitzanspruch auf den ehemaligen Ordensstaat in Ostpreußen erhalten, und 1530 wurde von Cronberg auf dem Reichstag zu Augsburg mit dem Land Preußen belehnt. Da die Kontrolle dort jedoch de facto nicht mehr ausgeübt werden konnte, verlegte er den Sitz des Hochmeisteramts von Königsberg zu sich nach Mergentheim bei Würzburg.
Später wurde der Titel zu Hoch- und Deutschmeister verkürzt.
In Frankfurt am Main wurde der Walther-von-Cronberg-Platz zu Ehren Cronbergs so benannt. Die Eisenhütlein im Wappen von Walther von Cronberg finden sich im Stadtwappen der Deutschordensstadt Gundelsheim am Neckar wieder.
| Vorgänger |
Hochmeister des Deutschen Orden 1527-1543 |
Nachfolger |