Wandlitz

Wappen Deutschlandkarte
Wandlitz führt kein Wappen
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Wandlitz hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Barnim
Koordinaten: 52° 45′ N, 13° 27′ O
Höhe: 59 m ü. NN
Fläche: 164,27 km²
Einwohner: 20.760 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 126 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16348
Vorwahl: 033397
Kfz-Kennzeichen: BAR
Gemeindeschlüssel: 12 0 60 269
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile mit je einem Ortsbürgermeister
Adresse der Gemeindeverwaltung: Prenzlauer Chaussee 157
16348 Wandlitz
Webpräsenz:
Bürgermeister: Udo Tiepelmann (SPD)
Lage der Gemeinde Wandlitz im Landkreis Barnim
Karte
Dorfkirche Wandlitz
Dorfkirche Wandlitz
Text der Maränensage
Text der Maränensage
Ein Berliner Wahrzeichen am "Wellnest" in Wandlitz
Ein Berliner Wahrzeichen am "Wellnest" in Wandlitz
Relief am Schuleingang Wandlitzsee
Relief am Schuleingang Wandlitzsee
Der Wandlitzsee
Der Wandlitzsee
Relikt der ehemaligen Postkutschenstation
Relikt der ehemaligen Postkutschenstation
Von Schülern gestaltetes Giebelbild an einem Schulgebäude in Wandlitzsee
Von Schülern gestaltetes Giebelbild an einem Schulgebäude in Wandlitzsee
Atelier Grund tonundklang
Atelier Grund tonundklang
Keramikatelier in der Nibelungensiedlung
Keramikatelier in der Nibelungensiedlung

Wandlitz ist eine Gemeinde im Landkreis Barnim im Bundesland Brandenburg. Wandlitz bezeichnet gleichzeitig einen Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde. Die Gemeinde hat 20.328 Einwohner (Stand: 30. September 2006), der Ortsteil Wandlitz 5.173 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Der Ort Wandlitz liegt ca. 20 km nordöstlich von Berlin innerhalb eines der Brandenburger Großschutzgebiete, dem Naturpark Barnim und ist von mehreren Seen, dem Stolzenhagener-, dem Wandlitz- und dem Liepnitzsee, umgeben.

Gemeindegliederung

Seit der letzten Verwaltungsreform in den Jahren 2003/2004 gehören die folgenden ehemals selbstständigen Dörfer zur neuen Großgemeinde Wandlitz:

Geschichte des Ortes Wandlitz

Die erste urkundliche Erwähnung von Wandlitz stammt aus dem Jahre 1242, in dem es noch „Vandlice“ hieß. Mit ihr wird der Verkauf des Dorfes von den Markgrafen Johann I. und Otto III. an das Kloster Lehnin für 150 Silber-Mark belegt. Bis 1542 blieb Wandlitz im Besitz der Klosterherren aus Lehnin, im Ergebnis der Säkularisation wurde der Ort von verschiedenen staatlichen Domänen verwaltet.

Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich zahlreiche Menschen hier an; nach einer Reduzierung der Einwohner in Folge des Dreißigjährigen Krieges begann jedoch der Aufschwung des Ortes.

Der Name Wandlitz soll aus dem slawischen Wort Vandelice herrühren, was so viel wie Menschen, die am Wasser leben bedeutet. Die Slawen nannten ihre Siedlung so, da sie sich auf der am weitesten in den See vorgeschobenen Halbinsel befand.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Wandlitz zum Kurort und von den Bewohnern der nahegelegenen deutschen Hauptstadt zum beliebten Ausflugsziel, das mit der neu gebauten Eisenbahnlinie Niederbarnimer Eisenbahn gut erreichbar war.

Der Ort liegt in der Endmoränenlandschaft der sogenannten Weichsel-Eiszeit, umgeben von herrlichen Mischwäldern und etlichen kleinen und größeren Seen.

Bekannt wurde der Ort zu DDR-Zeiten durch die zwischen Wandlitz und Bernau gelegene Waldsiedlung, in der die Mitglieder des Politbüros des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), u. a. Walter Ulbricht und Erich Honecker, bis 1989/1990 wohnhaft waren. Das militärisch streng abgeschottete Objekt lag abseits sonstiger Besiedlung und verfügte über eine eigene Autobahnabfahrt. Es wurde nach Beendigung der ursprünglichen Nutzung in den 1990er-Jahren zu einer Reha-Einrichtung umgestaltet (Brandenburg-Klinik). Aufgrund der Staatskarossen des schwedischen Autobauers Volvo wurde die Waldsiedlung bzw. Wandlitz zu DDR-Zeiten im Volksmund in Anspielung auf Wolgograd auch „Volvograd“ genannt.

2003/2004 wurde der Wandlitzsee an eine Consulting-Firma aus Düsseldorf verkauft, welche nunmehr für die Nutzung der Wasserfläche Gebühren erhebt.

Politik

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Wandlitz besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren.

  • SPD 8 Sitze
  • CDU 6 Sitze
  • Linkspartei/PDS 6 Sitze
  • LV Freie Wähler 5 Sitze
  • Grüne 1 Sitz
  • Klosterfelder Bürgerkreis e.V 1 Sitz
  • Schill 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Städtepartnerschaften

Partnerstädte sind: Gladbeck in Nordrhein-Westfalen, La Ferrière (Frankreich), Gemeinde Trzebiatów (Polen) seit 17. November 2002.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • die Bronzestatue "Die Bäuerin" vor dem Agrarmuseum Wandlitz, in den 1960-er Jahren geschaffen von Walter Arnold, als Leihgabe der Berliner Nationalgalerie bei der Einweihung des Museumsneubaus 1975 davor aufgestellt,
  • der am 1. Juli 2000 eingeweihte Fischerbrunnen des Berliner Künstlers Michael Klein vor dem Strandrestaurant am Wandlitzsee, der eine Sage anschaulich macht: "Wie die Maränen in den Wandlitzsee kamen",
  • ein Buddy-Bär im OT Wandlitzsee auf einem privaten Grundstück,
  • der Kulturbahnhof im historischen Bahnhofsgebäude Wandlitzsee,
  • Relief am Schulkomplex,
  • Giebelbild am Schulgebäude Wandlitzsee,
  • Atelier Grund ton und klang (Glaskunst),
  • Atelier Glaskunst und Glasgestaltung Wolfglassart am Rahmersee,
  • Keramikatelier.

Kirchen

  • Evangelische Kirche in Wandlitz-Dorf:

Die Fundamente der heutigen Kirche stammen aus der Zeit der Entstehung des ersten Dorfes im 13. Jahrhundert. Zunächst gab es einen schlichten Bau im spätromanischen Stil, dann wurde dieses Bauwerk durch frühgotische Elemente verändert. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung und ein Umbau in ein typisches frühbarockes Gotteshaus.

  • Katholische Kirche St. Konrad im Ortsteil Wandlitzsee.

Museen

Naturdenkmäler

Ein Anziehungspunkt der Gemeinde ist der Wandlitzsee mit dem dazugehörigen Strandbad.

Im Forst um den Liepnitzsee stehen mehrere hundertjährige Eichen, ein Naturlehrpfad lädt zu Erkundungsspaziergängen ein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Wandlitz ein Durchgangsdorf mit einer Ausspann-Station für Postkutschen (zu erkennen an dem nun freigelegten Backsteinhäuschen "Ausspannung" am ehemaligen Gasthaus Seekrug). Die Postkutschenverbindung bestand zwischen Basdorf und Klosterfelde. Ein Postmeilenstein am Eingang zum Ortsteil Wandlitzsee kündet noch heute von dieser Zeit.

Im Jahre 1901 wurde die Bahnlinie Berlin-Wilhelmsruh - Groß Schönebeck / Liebenwalde, die Niederbarnimer Eisenbahn feierlich eröffnet.

Da der Ort Wandlitz bereits zuvor durch einige neue Siedlungsbereiche um die Bernauer Chaussee und um die Heiligen drei Pfühle gewachsen war, verfügt er über zwei Bahnhöfe: Wandlitz und Wandlitzsee.

Mit der Regionalbahn-Linie 27, der sogenannten Heidekrautbahn, besteht seitdem eine Direktverbindung Richtung Süden nach Berlin, zunächst Wilhelmsruh, dann Schildow und nun Karow. In Richtung Norden führt die Strecke nach Groß Schönebeck in der Schorfheide. Eigentümerin und Betreiberin der Strecke ist die Niederbarnimer Eisenbahn AG.

Ab 1908 brachte eine Kraftomnibus-Linie Berliner vom Stettiner Bahnhof in den Kurort Wandlitz. Nach dem Zweiten Weltkrieg (ab zirka 1960) bestand bis etwa 1990 eine sogenannte Omnibus-Ausflugslinie ("Dreieck-Linie") zwischen Berlin-Weißensee und dem Ortsteil Wandlitzsee, die von den Ost-Berliner Verkehrsbetrieben unterhalten wurde.

Von Bernau aus ist Wandlitz mit der Barnimer Busgesellschaft mbH erreichbar. Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 109 zwischen Basdorf und Klosterfelde.

Der Ortsteil Wandlitz liegt auch an der Bundesstraße 273.

Kulinarisches und Beherbergung

Historisches

  • Der Alte Krug entstand im 19. Jahrhundert an der früheren Zoll- und Postkutschenstation (das Zollhaus wurde um 2003 abgerissen) am Zugang zum Dorf Wandlitz von Süden. Als die Pferdekutschen durch die Errichtung der neuen Eisenbahnlinie Berlin – Groß-Schönebeck ihre Bedeutung verloren und die luft- und lichthungrigen Großstädter zahlreich nach Wandlitz kamen, wurde dieses alte Gasthaus Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem epochalen Ausflugslokal für 2000 Personen erweitert, mit eigenem Bootsverleih, einem auf dem Nachbargrundstück errichteten Gästewohnhaus, einer Freiluftterrasse mit Blick auf den Wandlitzsee. Auch eine Strandpromenade wurde angelegt und Schiffsausflüge auf dem See angeboten. Die Einrichtung hieß nun Seekrug. – Durch die Ereignisse und Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs verlor die Gast- und Beherbergungsstätte ihre Gäste und damit die Bedeutung.
  • Das ehemalige Gästewohnhaus wurde zur Jugendherberge Lilo Hermann umgestaltet, die in den 1970er Jahren 20 kleine Bungalows für eine Kapazität von 176 Gästen erhielt. Der Seekrug wurde während der DDR-Zeit weiter genutzt. Er erhielt zwar einen kleinen Anbau, aber kein Geld für eine umfassende Rekonstruktion. Nach der politischen Wende ging das Restaurant in Privatbesitz über und wurde nun auch ein wenig saniert. So wurde der ehemalige Pferdestall mit der Aufschrift Ausspannung freigelegt, konnte aber keine neuen Gäste gewinnen, weil inzwischen zahlreiche neue Restaurants im Ort entstanden. Nach einem Besitzerwechsel um das Jahr 2005 wurden eine neue Terrasse gestaltet und die technischen Einrichtungen auf einen zeitgemäßen Zustand gebracht. Durch die neue Farbgebung (orange) und die Umbenennung in El Gaucho ist der historische Bezug nun vollständig verloren gegangen. Die Jugendherberge ging 1990 in den Besitz des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) über. Von etwa 1999 bis zum 17. Mai 2002 wurde auf dem Gelände ein kompletter Neubau errichtet, der nun wieder bis zu 162 Gästen Platz bietet.
ehemaliges Gasthaus Goldener Löwe im Mai 2007
ehemaliges Gasthaus Goldener Löwe im Mai 2007
Fundamentreste des Gasthauses am Liepnitzsee
Fundamentreste des Gasthauses am Liepnitzsee
Bootshausreste des Gasthauses am Liepnitzsee
Bootshausreste des Gasthauses am Liepnitzsee
  • Der Goldene Löwe, ein ehemaliges Gasthaus im Dorf Wandlitz, ist aus dem ersten Dorfkrug im Ortskern hervorgegangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg betrieb die HO das Gasthaus, nach 1990 blieb es ohne Besitzer. Im Jahre 2006 beschloss die Gemeinde, zunächst eine Fassadensanierung vorzunehmen, die endgültige Nutzung steht indessen noch nicht fest.
  • Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand – ebenfalls auf Grund des schnellen Wachstums des Ausflugsverkehrs – am Liepnitzsee, an dem es sonst auf der Südseite keinerlei Bebauung gab, das Gasthaus Liepnitz-Schmidt. Es hatte außer Übernachtungsmöglichkeiten einige Holzstege, auf deren Ende Holzblockhäuschen standen, die von Anglern gemietet werden konnten, einen Bootsverleih, eine Kegelbahn, ein kleines Wildgehege und eine große Sonnenterrasse. Als am Ende des Zweiten Weltkrieges die Besitzer das Anwesen verließen, quartierten sich hier sowjetische Soldaten ein und zerstörten die Gebäude systematisch. Im Mai 1947 brannte es bis auf die Fundamente ab. Niemand kümmerte sich je um einen Wiederaufbau, einige brauchbare Reste wurden von den Siedlern weggetragen. Später wurden die Kellergänge zugeschüttet und man überließ alles der Natur. Noch heute sind einige Grundmauern des großen Hauses, der Terrasse und des Bootshauses zu entdecken, ein kleines Stück Weg zur „wilden Badestelle“ am Liepnitzsee zeigt durch seine alte Kopfsteinpflasterung, dass hier früher ein Fahrweg existierte.
  • Eine Familie Lehmann eröffnete im Siedlungsgebiet um die Bernauer Chaussee (heute Nibelungensiedlung genannt) um etwa 1930, als die ganze Gegend parzelliert und bebaut wurde, die Gaststätte Zur Kehlheide, bei der noch galt: hier können Familien Kaffee kochen. Außerdem war dem Restaurant eine Kegelbahn angeschlossen. Als die Besitzer das Ausflugslokal in den 1960er Jahren aufgaben, erwarb es die DEWAG-Werbung und richtete hier eine Betriebsschule zur Ausbildung von Werbefachleuten ein. Dazu ließ man gegenüber ein Schulgebäude mit Unterkünften sowie ein kleines Heizwerk in Plattenbauweise errichten. Auf den Fundamenten der Kegelbahn entstand ein zweigeschossiger Bau, der ebenfalls Unterkünfte bot. Das Restaurant war bis 1990 nicht mehr für die Öffentlichkeit nutzbar. Nach dem Ende der DDR kaufte eine Betreibergesellschaft den Komplex südlich der Bernauer Chaussee und betrieb es nach kleinen Umbauten als Hotel-Restaurant Kehlheide noch einige Jahre. Im Jahre 1997 erfolgte ein kompletter Um- bzw. Neubau im Landhausstil, das Ensemble erhielt nun den Namen "Waldhotel". Das frühere Schulgebäude nördlich der Bernauer Chaussee wird als Ausbildungsstätte für Sozialwesen weiter genutzt.
  • Das Hotel Rünger war ein ansehnliches Gebäude an der Prenzlauer Chaussee 157, das die namensgebende Familie hier Anfang des 20. Jahrhunderts errichten ließ und betrieb. In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft wurde das Hotel umgebaut und 1937 als Gemeinschaftshaus und Verwaltungszentrum von Wandlitz eröffnet. Nach 1945 diente dieses Haus kurzzeitig als Sitz der Sowjetischen Kommandantur, danach der Gemeindeverwaltung. 1991, als in unmittelbarer Nachbarschaft ein neues Geschäfts- und Bürohaus errichtet wurde, sanierte die Verwaltung ihr Bürohaus, ließ zur Hofseite hin anbauen, ein repräsentativer Raum im Obergeschoss erhielt jugendstilartige Dekorationen und eine schmiedeeiserne Außentreppe. Seither dient das heutige Amtshaus auch als Standesamt.
  • In der Prenzlauer Chaussee, Ecke Bernauer Chaussee, wurde um 1925 ein Theater-Casino eröffnet und bis etwa 1931 betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude mit den großen Bogenfenstern sommers manchmal als Vorführraum für das Landkino, danach stand es lange Zeit leer, die Fenster waren zugemauert. Zwischen 1991 und 1994 erweckten Investoren das Gebäude zu neuem Leben, das Restaurant Rosengarten etablierte sich hier. Doch wegen zu geringer Nutzung wurde das Haus wieder geschlossen. – Das Gasthaus Rosengarten wurde im Siedlungsgebiet Wandlitzsee durch Umbau des ehemaligen KONSUM-Wirtschaftswarenladens dann neu eingerichtet.

Jetztzeit

Eine Vielzahl neuer Gaststätten entstand seit der Wende im Ort Wandlitz, dabei nutzten einige Erwerber bzw. Pächter vorhandene Räume in den Bahnhofsgebäuden, einige bauten Wohngebäude aus, einige Restaurants wurden völlig neu gebaut. So kann man nunmehr aus rund 20 verschiedenen Angeboten wählen, wobei deutsche regionale Küche überwiegt. Dazu kommen noch italienische, griechische und argentinische Angebote.

Freizeit und Sport

Mit der Entwicklung des Ortes Wandlitz zu einem vielbesuchten Erholungsort kamen auch bereits frühzeitig mehrere Freizeitmöglichkeiten auf; es entstanden ein Angelverein, eine Schützengesellschaft, der Fußballclub 1. FC Eintracht Wandlitz (heute 1. FV Eintracht Wandlitz), ein Kegelsport-Verein und ein Segelclub. Und nach 1990 entstanden weitere Vereine und Clubs. Außer den genannten Organisationen gibt es nun: den Chor Jubilate, die Original Wandlitzer Musikanten, einen Reitverein, eine Jagdgenossenschaft, die Geschichtswerkstatt Wandlitz, zwei Vereine, die sich um die Bademöglichkeiten am Wandlitzsee verdient machen (Illvera 1929 und Neptun 1997), den Radsportclub Wandlitz unter Anleitung des ehemaligen Radweltmeisters Jürgen Geschke, einen Volleyball-Verein, einen Tischtennis-Verein, einen Boule-Club (angeregt durch die Städtepartnerschaft mit La Ferrière), ein Inlineskate-Center, eine Surfschule usw.

Besonders zu nennen ist hier auch der Felix Graf von Luckner Marine Historik Sport Club 2001 e.V., dessen Namensgebung auf den Wandlitzer Felix Graf von Luckner zurückgeht – ein am 5. Mai 2001 gegründeter Verein, der sich der Förderung des Sports, der Heimatpflege und der Heimatkunde sowie der Förderung der Begegnung zwischen Deutschen und Ausländern im Rahmen einer sportlich orientierten Völkerverständigung widmet.

Viele der genannten Einrichtungen organisieren regelmäßige Veranstaltungen, auch für Nicht-Vereinsmitglieder. Daneben gibt es eine Bibliothek, die in den vergangenen Jahren umfangreich erweitert wurde und jetzt im historischen Bahnhofsgebäude von Wandlitzsee untergebracht ist. Außerdem bieten das Agrarmuseum Wandlitz, der Naturpark-Verein Barnim, die AWO Wandlitz Wanderungen, Diskussionsrunden, Feste und andere Veranstaltungen an.

Demographie

Jahr Einwohner
1871 584
1905 822
1925 1267
1938 2418
2000 >4000
12. Jan. 2006 5000
30. Sept. 2006 5173


Bildung

In Wandlitz (Dorf) gab es im 18./19. Jahrhundert die erste Gemeindeschule; nach 1960 wurde der Schulbau an der Prenzlauer Chaussee errichtet, in dem eine Grundschule und ein Gymnasium untergebracht sind. Außerdem gibt es an der Bernauer Chaussee das OSZ 1 BARNIM, zu welchem eine Fachschule für Sozialwesen und eine Berufsfachschule für soziale Berufe gehören, die aus dem ehemaligen Schul- und Ferienobjekt der DEWAG-Werbung hervorgegangen sind.

Impressionen aus dem Ort Wandlitz


Literatur

  • Walter Blankenburg, Christine Papendieck: Kleine Wandlitzer Geschichte, Agrarmuseum Wandlitz 1990, 32 Seiten
  • Volkmar Gäbler: Wanderführer Wandlitzsee - Liepnitzsee, Tourist Verlag Kümmerly-Frey, ISBN 3-350-00836-4
  • Bernhard Thieme, Marita und Uwe Friedrich: Wandlitz, bebra verlag 2000, ISBN 3-930863-79-0
  • Basdorf - Klosterfelde - Lanke - Prenden - Schönwalde - Stolzenhagen - Wandlitz - Zühlsdorf, Hrsg. FVV Märkische Seenlandschaft e.V., ohne Jahr (vermutlich 1992)
  • Amtsblatt für die Gemeinde Wandlitz, verschiedene Jahrgänge
  • Wandlitzer Extrablatt Ausgabe August/September 2001

Weblinks


Quelle:
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