| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die US-amerikanische Thrash-Metal-Band Wehrmacht siehe Wehrmacht (Band). |
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Der Begriff Wehrmacht (fälschlicherweise auch „Deutsche Wehrmacht“; deutsch darf hier nur als Adjektiv gesehen werden, nicht jedoch als Teil des Eigennamens) bezeichnet die durch das Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 des Rumpfreichstages aus der damaligen Reichswehr hervorgegangenen deutschen Streitkräfte in der Zeit bis zum Jahr 1945. Die deutsche Wehrmacht gliederte sich danach in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.
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Auch wenn das Jahr 1935 als das eigentliche Geburtsjahr der Wehrmacht gilt, so wurde der Begriff Wehrmacht für die deutschen Streitkräfte bereits seit den Anfangstagen der Weimarer Republik neben den Begriffen Reichswehr und Reichsmarine gebraucht.
So wird bereits in den Gesetzen über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr bzw. vorläufigen Reichsmarine vom 6. März und 16. April 1919 auch von der Wehrmacht gesprochen.
Vom 20. August 1919 datiert die „Verordnung, betreffend die Übertragung des Oberbefehls über die Wehrmacht des Deutschen Reichs auf den Reichswehrminister”.
Im „Gesetz über die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht” vom 21. August 1920 heißt es dann in § 1 „Die deutsche Wehrmacht besteht aus der Reichswehr und der Reichsmarine”.
Schließlich besagt das Wehrgesetz vom 23. März 1921 in § 1 „[1] Die Wehrmacht der Deutschen Republik ist die Reichswehr. Sie wird gebildet aus dem Reichsheer und der Reichsmarine ...”.
Erst ab 1935 finden die Begriffe Reichswehr und Reichsmarine im offiziellen Sprachgebrauch keine Verwendung mehr.
Davor war der Begriff Wehrmacht, nach der Bedeutung der Wortteile, lediglich ein anderes Wort für Streitmacht. Im damaligen Sprachgebrauch wurden auch die Streitkräfte anderer Staaten als Wehrmacht bezeichnet, so beispielsweise die italienische Wehrmacht, oder auch die englische Wehrmacht.
Von 1936 bis 1944 gab es auch eine vom Oberkommando der Wehrmacht herausgegebene Zeitschrift mit dem Namen „Die Wehrmacht“.
Nach der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg war durch den Versailler Vertrag die zulässige Truppenstärke des deutschen Heeres auf 100.000 Mann (plus 15.000 Mann Marine) beschränkt worden, mit der zusätzlichen Auflage, keine schweren Waffen, keine schwere Artillerie, keine Panzer, keine Luftwaffe und keine Chemiewaffen zu besitzen. Am 23. März 1921 wurde die Reichswehr unter diesen Auflagen gegründet. Von Beginn an aber war es Ziel deutscher Militärpolitik, die Reichswehr unter Umgehung dieser Auflagen zu einer schlagkräftigen Armee auszubauen. So gab es zum Beispiel nach dem Rapallo-Vertrag eine geheime militärische Zusammenarbeit zwischen der Reichswehr und der sowjetischen Roten Armee. Dadurch erarbeiteten deutsche und sowjetische Rüstungsexperten neuartige Panzerprototypen unter dem Deckmantel der Traktorenproduktion. Auch war der Anteil der Soldaten, die als Offizier oder Unteroffizier dienten, im Verhältnis zu den Mannschaftsdienstgraden extrem hoch. So war es später möglich, innerhalb weniger Jahre die Armee um ein Vielfaches zu vergrößern.
Im Februar 1923 reiste der neue Chef des Truppenamtes, Generalmajor Otto Hasse, zu Geheimverhandlungen nach Moskau. Deutschland unterstützte den Aufbau der sowjetischen Industrie, Kommandeure der Roten Armee erhielten eine Generalstabsausbildung in Deutschland. Dafür erhielt die Reichswehr die Möglichkeit, Artilleriemunition aus der Sowjetunion zu beziehen, Flieger- und Panzerspezialisten auf sowjetischem Boden auszubilden und dort chemische Kampfstoffe herstellen zu lassen. Auf dem Flugplatz Lipezk wurden etwa 300 Militärpiloten, der Stamm für die Jagdfliegerwaffe, ausgebildet. Bei Kasan wurden Panzerfachleute ausgebildet, allerdings erst ab 1930 und nur ungefähr 30. Bei Saratow wurde Giftgas entwickelt.
Unmittelbar nach dem Tode Paul von Hindenburgs am 2. August 1934 wurden die Streitkräfte auf die Person Hitlers vereidigt. Viele Soldaten führten diesen persönlichen Eid als Begründung dafür an, dass sie keinen aktiven Widerstand gegen verbrecherische Befehle der Führung leisteten.
Dieser Eid jedoch war verfassungswidrig zustandegekommen, denn er war ein Produkt des Chefs des neugeschaffenen Wehrmachtsamtes, Walter von Reichenau, eine Abstimmung mit dem Reichstag fand nicht statt. Ebenfalls gegen die (formal noch bestehende) Weimarer Verfassung war die Zusammenlegung des Amtes des verstorbenen Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers. Streng genommen hätte sich also niemand an diesen Eid gebunden fühlen müssen.
Am 16. März 1935 wurde die Wehrpflicht, unter Nichtachtung des Versailler Vertrages, mit dem Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht wieder eingeführt. 1936 besetzte die Wehrmacht das entmilitarisierte Rheinland. Bis 1939 war die Aufstellung von zwölf Armeekorps mit 38 Divisionen und einer Stärke von 580.000 Soldaten von Hitler gefordert. Die Mobilisierung der Reservisten erfolgte Juli und August 1939.
Hauptartikel: Verbrechen der Wehrmacht
Der Angriff auf acht Staaten ohne Kriegserklärung war völkerrechtswidrig, ebenso wie bestimmte Praktiken der Kriegsführung und zur Kontrolle der eroberten Gebiete, wie etwa Geiselerschießungen, Racheakte und Vergeltungsmaßnahmen an der Zivilbevölkerung (so genannte „Sühnemaßnahmen“). Im Rahmen der Bekämpfung von Partisanen und andernen Aufständischen (so genannte „Bandenbekämpfung“) war die Wehrmacht vor allem in Osteuropa an vielen Kriegsverbechen und Übergriffen beteiligt.
Die Wehrmacht verfolgte, bei ihren Rückzügen eine „Politik der verbrannten Erde“: In Weißrussland wurden beispielsweise zwischen Juni 1941 und Juli 1944 209 Städte und 9200 Dörfer von der Wehrmacht und der SS ausgelöscht und ihre Einwohner größtenteils ermordet.
An der Inhaftierung und Ermordung von Juden und anderen verfolgten Gruppen in den besetzten Gebieten war die Wehrmacht auf der Grundlage der Richtlinien zur Zusammenarbeit des Heeres mit den Einsatzgruppen der SS teilweise involviert und sowohl direkt als auch indirekt beteiligt.
Die Behandlung der osteuropäischen und vor allem sowjetischen Kriegsgefangenen entsprach nicht den internationalen Normen, was eine hohe bis sehr hohe Sterblichkeit zur Folge hatte. Zusätzlich wurden sowjetische Politkommissare auf Grundlage des Kommissarbefehls häufig sofort nach der Gefangennahme erschossen.
1944 wurden die von Sinti und Roma abstammenden deutschen Soldaten der SS übergeben, ohne dass es zu nennenswerten Protesten seitens der Wehrmachtführung kam.
Die Gesamtverluste der Wehrmacht sind schwer zu beziffern, da unterschiedliche und sich widersprechende Zahlen im Umlauf sind. Bis Frühjahr 1945 existieren relativ genaue Unterlagen zu den personellen Verlusten der Wehrmacht und der Waffen-SS, soweit sie dem Feldheer angehörte, für die letzten Kriegsmonate konnten solche Übersichten nicht mehr erstellt werden. Percy E. Schramm kommt im Kriegstagebuch des OKW für die Zeit vom 1. Januar 1939 bis zum 31. Januar 1945 auf eine Zahl von 2.001.399 Todesfällen in der Wehrmacht sowie 1.902.704 Vermisste für die Zeit vom 1. September 1939 bis zum 31. Januar 1945 von denen sich 322.807 in alliierter Kriegsgefangenschaft befanden.[1]
Das Statistische Bundesamt gab 1949 die Gesamtzahl der Wehrmachtverluste mit drei Millionen an, 1956 mit 3,76 Millionen.[2][3]
Diese Zahl spiegelt sich auch in der Publikation des DRK-Suchdienstes von 1975 wider, die 3.810.000 Tote und Vermisste angibt.[4]
Die Deutsche Dienststelle ehemals Wehrmachtauskunftstelle in Berlin nennt in ihrem Jahresbericht 1985 3,1 Millionen Tote und 1,2 Millionen Vermisste, zusammen also 4,3 Millionen.[5] Diese Angaben beziehen sich auf die bis 28. Februar 1945 namentlich gemeldeten Verluste. [6]
Zu den Verbündeten der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg gehörten Armeen – Teilstreitkräfte und z. T. nicht offizielle Divisionen – folgender Länder:
Sonstige Truppen:
Anmerkung: Berücksichtigt wurden nur militärische Einheiten der Länder, die aktiv mit der deutschen Wehrmacht gekämpft haben.
Siehe auch: Achsenmächte und Liste der Achsenmächte und ihrer Verbündeten
Die Wehrmacht hatte nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 aktive Truppenteile, die noch nicht entwaffnet waren.[7]
Die endgültige Entwaffnung erfolgte Ende August 1945.
Die Wehrmacht wurde von den Alliierten mit Kontrollratsgesetz Nr. 34 am 20. August 1946 offiziell aufgelöst. Bereits auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 hatten die Alliierten beschlossen, dass Deutschland nach einem alliierten Sieg keine Armee mehr haben sollte.
Nach den Recherchen des Historikers Rüdiger Overmans umfasste die Wehrmacht 18,2 Millionen Soldaten, die im Verlauf des Krieges eingezogen wurden und nicht alle zeitgleich dienten.
Während des Zweiten Weltkrieges dienten auch zahlreiche nichtdeutsche Soldaten, vor allem Osteuropäer, in der Wehrmacht. Diese meldeten sich zu großen Teilen freiwillig, da viele Osteuropäer eine russische, jüdische oder bolschewistische Dominanz in Osteuropa fürchteten. (Judentum und Bolschewismus wurden dabei aufgrund des weitverbreiteten Antisemitismus als Synonyme gesehen.) Teilweise wurden diese jedoch auch zwangsrekrutiert. Zu den Freiwilligenverbänden gehörten u. a. Balten, Weißrussen, Ukrainer, Russen, Kaukasier und Albaner. Die nichtrussischen Verbände wurden dabei als Ostlegionen bezeichnet, die russischen dagegen als Russische Befreiungsarmee oder Wlassow-Armee.
Nichtdeutsche Soldaten stellten etwa 5 % der Personalstärke der Wehrmacht.
Nicht zu verwechseln sind diese Freiwilligenverbände mit den Armeen der mit Deutschland verbündeten osteuropäischen Staaten Rumänien, Slowakei, Kroatien, Bulgarien und Ungarn. Diese standen zwar während der Ostfeldzüge unter deutschem Oberkommando waren aber staatsrechtlich unabhängig.
Volksdeutsche in den von Deutschland besetzten Gebieten, die keine deutsche Staatsbürgerschaft – nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 müssten auch dort alle wehrfähigen Männer in der Wehrmacht dienen, da sie bis 1945 Bürger des Deutschen Reiches geworden waren – besaßen, wurden dennoch von den deutschen Behörden als wehrpflichtig angesehen und eingezogen. Es meldeten sich jedoch auch zahlreiche Volksdeutsche aus mit Deutschland verbündeten Staaten freiwillig zur Wehrmacht.
Die Gliederung des Heeres in Heeresgruppen und Armeen ist unübersichtlich, da die gleichen Armeen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlichen Heeresgruppen unterstellt waren und die Heeresgruppen nach Bedarf aufgestellt, umgegliedert und aufgelöst wurden.
Auftragstaktik, sehr hohe Disziplin und unbedingter Gehorsam waren die militärischen Grundlagen, auf denen die Wehrmacht aufbaute. Dies führte zum Teil, insbesondere im Offizierkorps, zu Reibungen mit der NSDAP, leistete aber andererseits auch völkerrechtswidrigen Handlungen Vorschub.
Der israelische Militärhistoriker Martin van Creveld, der die Kampfkraft der Wehrmacht untersucht hat, wobei er dieses Phänomen aus dem politisch-militärischen Gesamtzusammenhang herauslöst und damit isoliert betrachtet, kommt zu dem Schluss: „Das deutsche Heer war eine vorzügliche Kampforganisation. Im Hinblick auf Moral, Elan, Truppenzusammenhalt und Elastizität war ihm wahrscheinlich unter den Armeen des zwanzigsten Jahrhunderts keine ebenbürtig.”[8] Zu einem ähnlichen Urteil kommt der französische Historiker Philippe Masson (s. u., Bibliographie).
Die Wehrmacht war in Teilen sehr modern ausgerüstet, jedoch ermöglichten die im Vergleich zu anderen Staaten geringeren Ressourcen Deutschlands es nicht, diese moderne Ausrüstung in allen Truppenteilen von Beginn an zu realisieren; dies wurde erst durch die Ausbeutung unterworfener Länder und Landesteile im Verlauf des Krieges möglich.
Entgegen der Meinung von der Wehrmacht als einer Hochtechnologie-Streitmacht waren nur etwa 40 Prozent aller Wehrmachtseinheiten motorisiert. Die übrigen 60 Prozent waren pferdebespannt, d.h. der so genannte Tross (Stäbe, Feldküchen, Nachschub usw.) hatte für den Transport Zugpferde zur Verfügung, die kämpfenden Einheiten gingen zu Fuß, waren teilweise mit Fahrrädern ausgerüstet oder wurden per Eisenbahn transportiert. Auch war eine zunehmende Verschlechterung der Qualität der Kampfeinheiten zu beobachten, je weiter sie hinter den Frontlinien eingesetzt war. So waren Einheiten, die unmittelbar an der Front eingesetzt waren, in größerem Umfang motorisiert und mit neueren Waffen und Kampfgerät ausgestattet, während Einheiten zur Partisanenbekämpfung oft nur über veraltete oder erbeutete Ausrüstung verfügten und nur relativ selten motorisiert waren.
Der Aufbau einer schlagkräftigen Panzertruppe und Luftwaffe sicherten der Wehrmacht zunächst ihre anfänglichen Blitzkriegs-Erfolge. Entgegen landläufigen Meinungen waren die deutschen Panzermodelle der Anfangsjahre jedoch denen auf alliierter und sowjetischer Seite keineswegs überlegen. Die Wehrmacht verfügte bei ihren Feldzügen gegen Polen und die Westalliierten zunächst fast nur über leichte Panzer der Typen I und II, sowie den nach der Besetzung Tschechiens in großer Zahl erbeuteten Panzer 38(t). Diese Modelle waren zwar den meisten vom Gegner ins Feld geführten leichten Panzern ebenbürtig, konnten sich aber schon gegen die mittleren Panzer des Gegners kaum noch behaupten. Im Kampf gegen die schweren Matildatanks der Briten und Char B1 der Franzosen erwiesen sich die leichten Panzer der Wehrmacht als weitestgehend nutzlos. Dieses Problem betraf jedoch nicht nur die leichten Panzer. Die im international Vergleich relativ leichten und schwachgepanzertern Panzer III und IV wurden in den späten 30er-Jahren entworfen und sollten ihre leichteren Vorgänger nach und nach ersetzen. Der mittlere Kampfpanzer III bildete im Vorfeld der Operation Barbarossa das Rückgrat der Panzertruppen und sollte vom Panzer IV unterstützt werden. Auch diese neueren Modelle waren dem T-34, dem mittleren Kampfpanzer der Sowjets, den diese ab 1942 in Massen einsetzten, unterlegen. Gegen den schweren Kampfpanzer der Sowjets, den KW-1, waren alle in der Vorkriegszeit entworfenen Panzer der Wehrmacht nahezu chancenlos. Hier kam es wie so oft auf die gute Ausbildung und das Geschick der deutschen Panzerkommandanten an. Erst der ebenfalls ab 1942 gebaute Panzerkampfwagen VI Tiger und besonders der 1943 gebaute Panzerkampfwagen V Panther waren den alliierten Modellen ebenbürtig bzw. überlegen.
Diese gravierenden Nachteile auf Seiten der Wehrmacht konnten jedoch durch ihre operativen Vorteile wieder wett gemacht werden. So ermöglichte es die klare deutsche Luftüberlegenheit in der Anfangsphase des Krieges, feindliche Panzeransammlungen, die in der Lage gewesen wären den deutschen Vormarsch aufzuhalten, durch den gezielten Einsatz von Sturzkampfbombern zu zerschlagen. Erschwerend wirkte sich zu dem aus, dass gerade die sowjetischen Panzerbesatzungen oftmals schlecht ausgebildet waren und die meisten erfahrenen Kommandeure während der stalinistischen Säuberungen ermordet wurden. So konnten die an sich zahlen- und waffenmäßig überlegenen sowjetischen Panzer oftmals eingekreist und isoliert werden und ihre Vorteile nicht zur Geltung bringen. Des Weiteren besaßen die deutschen Panzer im Gegensatz zu den sowjetischen Modellen Funkgeräte, was deren taktische Beweglichkeit vergrößerte. Ähnlich sah es im Frankreichfeldzug von 1940 aus. Frankreich verfügte zwar über mehr und teilweise bessere Panzer als Deutschland, jedoch waren diese nur in kleiner Anzahl (jeweils meist nur etwa fünf Stück) auf viele verschiedene kleinere Truppenteile verteilt, da die französische Armee noch in der Panzertaktik des Ersten Weltkriegs verhaftet war, nach der Panzer nur zur Unterstützung der Infanterie eingesetzt wurden. Daher konnte eine Gruppe von fünf französischen Panzern nichts gegen eine deutsche Panzerarmee mit Luftunterstützung ausrichten.
Deutlich wird auch die Abhängigkeit der deutschen Panzerwaffe von der Luftüberlegenheit ab etwa 1944. Mit dem Verlust der Lufthoheit und schließlich fast der gesamten Luftwaffe wurden deutsche Panzer meist aus der Luft zerstört, ohne dass sie zum Einsatz gelangt wären.
Während des Krieges entwickelte die deutsche Rüstungsindustrie für die Wehrmacht revolutionäre Techniken. So zum Beispiel das erste Sturmgewehr, die ersten serientauglichen Düsenjäger, Nachtsichtgeräte sowie die Radartechnik, damals „Funkmeß“ genannt. Da vieles davon erst kurz vor Kriegsende einsatzbereit war, wurden sie nur in geringen Stückzahlen eingesetzt oder wie die Düsenjäger als Bomber „zweckentfremdet“.
Die militärischen Erfolge und Niederlagen der Wehrmacht sowie die Voraussetzungen und Folgen ihrer Kriegshandlungen sind im Artikel Zweiter Weltkrieg dargestellt.
Die Uniformen der Wehrmacht wurden zum Teil von der Reichswehr übernommen, aber während des gesamten Zeitraums von 1933 bis 1945 modernisiert und ersetzt.
Mit Verfügung vom 17. Februar 1934 gab Hitler an, zum 1. Mai 1934 das Hoheitszeichen ("Hoheitsadler") an Kopfbedeckung und Uniform einzuführen. Der auf einem gesonderten Stoffstück gewebte bzw. aufgestickte "Brustadler" wurde auf der rechten Seite der Feldblusen, Matrosenjacken etc. getragen. Für Unteroffiziere waren die Brustadler maschinengestickt, für Offiziere teilweise auch handgestickt, für Generale ab 1942 immer in Gold und handgestickt.
Beim Heer war die Grundfarbe der Uniform Feldgrau, bei der Luftwaffe ein etwas helleres Grau und bei der Marine Marineblau. Im Jahr 1944 wurde die Felduniform 44 eingeführt, die die bisherigen Uniformen des Heeres und der Luftwaffe durch eine einheitliche, bräulich Uniform ersetzen sollte. Dies wurde bis Kriegsende aber nicht mehr voll umgesetzt.
Es wurden nach Anzugsarten unterschieden (hier die sechs Grundlegenden):
Die Wehrmacht setze im großen Umfang Tarnuniformen der Waffen-SS und der Felddivisionen der Luftwaffe ein. Eine Besonderheit der Uniformierung der Soldaten war, das bei der Wehrmacht zu allen Anzugsarten (außer beim Sport) die Ehrenzeichen und Verdienstorden getragen wurden, auch im Feld.