Das Weihrauchfass (lat. Turibulum, auch Thuribulum) ist ein zweiteiliges Gefäß an einer Kettenkonstruktion, das zur Verbrennung von Weihrauch auf glühender Kohle verwandt wird. Es wird in Gottesdiensten der römisch-katholischen, der orthodoxen, der anglikanischen, der alt-katholischen Kirche und einiger lutherischer Kirchen verwendet.
In der christlichen Liturgie wird Weihrauch seit dem 4. Jahrhundert verwendet. Dementsprechend gibt es auch seit der Spätantike oft bronzene Weihrauchfässer.
In den christlichen Gottesdiensten trägt meist ein Thuriferar das Weihrauchfass und wird von einem Navikular mit Weihrauchschiffchen begleitet. Der Weihrauch wird zum Inzens des Altars, der Hostien, der Monstranz, des Evangeliums sowie der Priester und der Kirchengemeinde während eines Gottesdienstes eingesetzt.
Manche Weihrauchfässer sind so groß, dass sie in der Kirche oder an einem Gestell fest installiert werden müssen. Durch gezieltes Ziehen an einer Kette kann man diese Fässer weit in die Kirche schwingen lassen.