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Karte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Russland |
| Föderationskreis: | Nordwestrussland |
| Föderationssubjekt: | Oblast Nowgorod |
| Gemeindeart: | |
| Fläche: | 77 km² |
| Einwohner: | 213.800 (2004) |
| Bevölkerungsdichte: | |
| Höhe: | ??? Meter ü. NN |
| Postleitzahlen: | |
| Telefonvorwahl: | +7 (81 62) |
| Geografische Lage: | 58° 31' N, 31° 17' O |
| Kfz-Kennzeichen: | 53 |
| Stadtgliederung: | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
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| Offizielle Website: | www.novgorod.ru |
| E-Mail-Adresse: | |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | |
| Liste der Städte in Russland | |
Weliki Nowgorod (russisch Великий Новгород) oder auch Nowgorod Weliki ('Groß-Nowgorod'), kurz Nowgorod (wörtlich 'Neue Stadt'), früher auch dt. Navgard/Naugard und altnordisch Holmgård, liegt in Russland etwa 170 km südsüdöstlich von Sankt Petersburg am Wolchow oberhalb des Ilmensees. Die Stadt hat 213.800 Einwohner (Stand: 2004).
Hinweis: Bis 1999 hieß die Stadt Nowgorod (Новгород) und trug das "Weliki" nur als inoffiziellen Beinamen. Als jedoch die Stadt Gorki in Nischni Nowgorod zurückbenannt wurde, kam es zu Verwechslungen. Zur Lösung des Problems wurde Nowgorod offiziell zu Weliki Nowgorod.
Inhaltsverzeichnis |
Nowgorod ist eine der ältesten Städte Russlands (859 gegründet) und war bereits im mittelalterlichen Reich der Kiewer Rus eine Großstadt mit mehreren zehntausend Einwohnern. Nowgorod war im Hochmittelalter neben Konstantinopel die einzige Stadt in Europa, in der nicht nur der Adel und der Klerus, sondern auch das einfache Volk lesen und schreiben konnten, was heute unter anderem die über 1000 bei archäologischen Ausgrabungen gefundenen, auf Birkenrinde geschriebenen Briefe (so genannte Birkenrindenurkunden) bezeugen, die uns vom Alltag in der mittelalterlichen Stadt berichten. In Nowgorod blühte Handel und Kultur, hier wirkten berühmte Ikonenmaler wie Theophanes der Grieche und Andrei Rubljow. Olav I. Tryggvason, Olav II. Haraldsson, Magnus I., Harald III. suchten in Nowgorod oft Zuflucht, wenn Gefahr drohte. Olav I. Tryggvason und Magnus I. verbrachten hier sogar ihre Kindheit und Jugend und hatten zeitlebens eine enge Verbindung zu der Stadt. Von den Verwüstungen der Mongolenüberfälle verschont, war Nowgorod zeitweise (v. a. unter Alexander Newski) das Zentrum der Russischen Fürstentümer und der Sitz des Großfürsten. In dieser Zeit erfüllte Novgorod, das große Territorien im Norden Russlands kontrollierte, die Funktion eines Schutzschildes für das übrige Land. So wurden im Jahr 1240 die vordringenden Schweden und 1242 der Deutsche Orden abgewehrt.
Im Spätmittelalter war Nowgorod eine von der Kaufmannsschicht geprägte und von einem Wetsche regierte frühdemokratische Stadtrepublik mit guten Kontakten zur Hanse, die dort im Peterhof eines ihrer vier Kontore unterhielt. Die Nowgoroder Schra als Gesetz dieses Kontors hat sich als wichtige Geschichtsquelle erhalten. Wichtige Exportwaren waren Felle, Holz, Honig und Wachs, Met und Bier. Lange Zeit befand sich Nowgorod in einem Dualismus mit dem aufsteigenden Moskau, wobei Nowgorod die freiheitlichere Gesellschaftsordnung repräsentierte. Im 15. Jahrhundert endete diese Rivalität jedoch mit dem Sieg Moskaus über Novgorord 1478 und hundert Jahre später wurde die Stadt durch die Truppen Iwan IV.(Iwan Grosny) noch einmal brutal auf Linie gebracht. Während der Zeit der Wirren wurde Nowgorod von den Schweden besetzt und zerstört. Die Stadt erlebte danach einen kurzzeitigen Aufschwung, doch nach der Gründung von Sankt Petersburg im Jahr 1703 sank ihre wirtschaftliche und strategische Bedeutung als Russlands Vorposten im Nordwesten.
Weliki Nowgorod ist umgeben von weitläufigen Moor- und Waldgebieten, in denen insbesondere Torf abgebaut wird. Sehenswert ist die gesamte Altstadt zu beiden Seiten des Wolchow im Westen unter anderem mit dem Kreml aus dem 11. Jahrhundert und zahlreiche Kirchen, darunter die Sophienkathedrale. Im Osten mit dem Jaroslawl-Hof mit vielen schönen Bauten. Die Altstadt und seine Umgebung birgt viele Klöster, darunter ganz besonders das am Ufer des Ilmen - Sees gelegene Juriew-Kloster von 1030 und das Antonius-Kloster, das sich auf dem heutigen Universitätsgelände befindet, sowie das Zverin Kloster und das das Peryn Kloster. Ein Freilichtmuseum für Holzarchitektur veranschaulicht die Holzarchitektur Russlands. Die gesamte Altstadt mit Kirchen, Klöstern und Kreml gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Weliki Nowgorod ist Mitglied des Städtebundes der Neuen Hanse. Außerdem unterhält Weliki Nowgorod Städtepartnerschaften mit folgenden Orten:
Europäischer Teil: Historisches Zentrum von Sankt Petersburg | Kirchen von Kischi Pogost auf der Insel Kischi im Onegasee | Kreml und Roter Platz in Moskau | Baudenkmäler von Nowgorod und Umgebung | Geschichts- und Kulturdenkmäler auf den Solowetzki-Inseln am Weißen Meer | Kathedrale von Wladimir, Klöster und Kirchen von Susdal und Kidekscha | Befestigtes Kloster der heiligen Dreifaltigkeit und des heiligen Sergius in Sergijew Possad | Auferstehungskirche in Kolomenskoje | Urwälder von Komi | Westlicher Kaukasus | Kreml von Kasan | Kloster Ferapontow | Kurische Nehrung | Zitadelle, Altstadt und Festung von Derbent | Kloster Nowodewitschi | Altstadt von Jaroslawl | Struve-Bogen
Asiatischer Teil: Baikalsee | Vulkan-Region von Kamtschatka mit dem Naturpark Kljutschewskoi | Goldene Berge des Altai in Südsibirien | Naturschutzgebiet Zentral-Sikhote-Alin | Uws-Nuur-Becken | Naturreservat Wrangel-Insel
Weliki Nowgorod
Borowitschi | Cholm | Demjansk | Malaja Wischera | Okulowka | Pestowo | Solzy | Staraja Russa | Tschudowo | Waldai | Welisch
Brockhaus-1837: Nowgorod-Weliki
Brockhaus-1911: Nówgorod Welíkij · Nówgorod [2] · Nówgorod Litowskij · Nishnij Nówgorod · Nówgorod
DamenConvLex-1834: Nowgorod-Weliki · Nischnei-Nowgorod
Herder-1854: Nowgorod-Weliki · Ustjug Weliki · Nishnij-Nowgorod
Meyers-1905: Ustjúg Welíki · Nowgorod [1] · Nowgorod [2] · Nowgorod Sjewersk · Nishnij Nowgŏrod [1] · Nishnij Nowgŏrod [2] · Nowgorod Litowsky
Pierer-1857: Nowgorod-Sewersk · Nowgorod · Nishnei-Nowgorod
Roell-1912: Moskau-Kursk, Nishni-Nowgorod und Murom-Staatsbahn