Wenzel I. Přemysl (tschechisch Václav I.), (* etwa 1205, † 23. September 1253) aus der Dynastie der Přemysliden war König von Böhmen von 1230 bis 1253. Wenzel war der Sohn von Ottokar I. und Konstanze, Tochter von Béla III., König von Ungarn.
Er förderte die Ansiedlung von Deutschen, um die Landwirtschaft zu modernisieren und dem Bergbau Impulse zu geben. Darüber hinaus begann unter seiner Herrschaft eine Welle von Stadt- und Klostergründungen, vor allem des Zisterzienserordens. 1241 fielen die Mongolen unter Batu Khan in Mähren ein. Wenzel konnte sie zwar vertreiben, dennoch waren die Schäden durch den Einfall groß. 1242 wurde Wenzel zusammen mit Heinrich Raspe von Friedrich II. zum Reichsgubernator für seinen minderjährigen Sohn Konrad IV. bestellt. So sollte ein drohender Krieg unter den rivalisierenden deutschen Fürsten verhindert werden. Er starb 1253, ihm folgte sein Sohn Ottokar II. nach, der sich bereits 1248 gegen die Herrschaft seines Vaters erhoben hatte.
Wenzel I. war verheiratet mit Kunigunde von Schwaben.
| Vorgänger |
König von Böhmen 1230-1253 |
Nachfolger |