| Wieluń | |||
|
|||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Łódź | ||
| Landkreis: | Wieluń | ||
| Fläche: | 16,9 km² | ||
| Geographische Lage: | 51° 13' N, 18° 34' O | ||
| Einwohner: | 24.432 (30. Juni 2005) | ||
| Postleitzahl: | 98-300 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 43 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | EWI |
||
| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Straße: | E67 Breslau−Piotrków Trybunalski Oppeln− Łódź |
||
| Schienenweg: | Kattowitz–Posen | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Łódź | ||
| Gemeinde | |||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | ||
| Fläche: | 131,2 km² | ||
| Einwohner: | 32.928 (30. Juni 2005) | ||
| Verwaltung (Stand: 2007) | |||
| Bürgermeister: | Mieczysław Majcher | ||
| Adresse: | pl. Kazimierza Wielkiego 1 98-300 Wieluń |
||
| Webpräsenz: | www.um.wielun.pl | ||
Wieluń [ˈvʲɛluɲ] (deutsch 1940–41/1942–45 Welun, 1941–42 Welungen) ist eine Stadt mit 24.453 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005) in Polen. Sie ist Sitz des Powiat Wieluński in der Woiwodschaft Łódź und liegt am Rande der Wieluner Höhen (Wyżyna Wieluńska), einem Karstgebiet.
Inhaltsverzeichnis |
Das Dorf Wieluń wurde im Jahre 1217 gegründet. 1281 errichteten die Piasten eine Feste in Wieluń. Herzog Przemyslaw II. verlieh dem Ort 1283 das Stadtrecht. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wurde Wieluń zur Königlichen Stadt und Sitz eines Kastellans. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt Sitz des Fürstentums Wieluń.
Unter Kasimir dem Großen erhielt sie eine Stadtbefestigungsanlage.
Wieluń war im 16. Jahrhundert eine bedeutende Stadt in Polen. Hier befand sich eine Filiale der Universität Krakau und die Stadt hatte ein eigenes Theater. Das Handwerk blühte und war in zahlreichen Zünften organisiert. Im Jahre 1656 wurde die Stadt von den Schweden niedergebrannt.
Von 1793–1807 gehörte Wieluń zu Preußen, danach zum Großherzogtum Warschau und ab 1815 zum Königreich Polen. Seit 1867 ist Wieluń Kreisstadt. 1926 erhielt sie Anschluss an die Eisenbahn.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Wieluń am frühen Morgen des 1. September 1939 noch vor der offiziellen deutschen Kriegserklärung bei Angriffen durch 29 deutsche Sturzkampfbomber (Stuka) stark zerstört. Bei insgesamt drei Luftangriffen im Lauf des Morgens starben 100 Kilometer östlich von Breslau und 20 km in Polen ca. 1.200 Zivilisten. Die damalige Bevölkerung betrug ca. 16.000 Einwohner. Die Kleinstadt wurde dabei zu 70 Prozent und der enge Kern durch Brände zu 90 Prozent zerstört.[1]
Von 1939–1945 war Wieluń Sitz des deutschen Landkreises Welun.
Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Wieluń umfasst 131 km², in ihr leben 33.727 Menschen. Folgende Orte gehören zur Gmina:
| Commons: Wieluń – Bilder, Videos und Audiodateien |