| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis | |
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 8° 42′ O | |
| Höhe: | 130 m ü. NN | |
| Fläche: | 30,262 km² | |
| Einwohner: | 25.899 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 856 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 69168 (alt: 6908) | |
| Vorwahl: | 06222 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HD | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 098 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt, 4 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstraße 13 69168 Wiesloch |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Franz Schaidhammer (parteilos) | |
| Lage der Stadt Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis | ||
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Wiesloch ist eine Stadt im nördlichen Baden-Württemberg, etwa 13 km südlich von Heidelberg. Sie ist nach Weinheim, Sinsheim und Leimen die viertgrößte Stadt des Rhein-Neckar-Kreises und bildet mit der Nachbarstadt Walldorf ein Mittelzentrum der Region Rhein-Neckar.
Seit 1. Januar 1973 ist Wiesloch Große Kreisstadt. Mit der Nachbargemeinde Dielheim hat die Stadt Wiesloch eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Inhaltsverzeichnis |
Wiesloch liegt teils an den südlichen Ausläufern des kleinen Odenwalds, teils im Rheintal und teils im Kraichgauer Hügelland. Auf Wieslocher Gemarkung fließen fünf Bäche: Leimbach, Gauangelbach, Waldangelbach, Ochsenbach und Maisbach.
Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Wiesloch:
Nußloch, Leimen, Mauer, Meckesheim, Dielheim, Rauenberg, St. Leon-Rot und Walldorf.
Das Stadtgebiet Wieslochs besteht aus der Kernstadt und den vier Stadtteilen Altwiesloch (zusammen 17.472 Einwohner), Baiertal (4.459), Frauenweiler (2.023) und Schatthausen (1.595). Darüber hinaus gibt es zum Teil noch separat gelegene Wohnplätze mit eigenem Namen, wie Hohenhardter Hof, Keitelberg und Vogelgsang. Die Gesamtgemarkungsfläche beträgt 3026,2 ha, davon entfallen auf die Kernstadt mit Frauenweiler 1731,8 ha, auf Baitertal 725,2 ha und auf Schatthausen 569,2 ha. Wiesloch besitzt ferner 237,1 ha Waldgebiet.
Der Ort liegt östlich von Wiesloch im Tal des Gauangelbachs. Das in den 1990er Jahren errichtete Neubaugebiet mit über 700 Wohneinheiten befindet sich im Westen Richtung Wiesloch. Baiertal ist heute eine moderne Wohngemeinde mit knapp 5000 Einwohnern und verfügt unter anderem über einen Supermarkt, mehrere Einzelhandelsgeschäfte, zwei Banken, drei Kirchen, ein Altenpflegeheim, eine Grund- und Hauptschule, einen Golfplatz am Hohenhardter Hof und ein reges Vereinsleben mit insgesamt 30 verschiedenen Vereinen. Jedes Jahr am 3. Wochenende im September findet in der Dorfmitte die dreitägige Briggehossler-Kerwe statt, eine sogenannte Straßenkerwe mit Bewirtung durch die Vereine und Privatpersonen. Außerdem gibt es in der Adventszeit regelmäßig einen zweitägigen Adventsmarkt.
Als Aushängeschild Baiertals gilt der Obstanbau, insbesondere der Apfelanbau. Mit 50 Hektar besitzt der Ort die größte zusammenhängende Obstanlage Badens. Die Produkte der fünf Obsthöfe werden dabei seit Jahren von den Erzeugern selbst vertrieben und vermarktet, was sich sehr gut bewährt und den Erzeugern einen überregional guten Ruf eingebracht hat.
Der Spitzname der Baiertaler ist Briggehossler.
Die Durchschnittstemperaturen in Wiesloch betragen im Januar 1,3°C und im Juli 19,8°C. Dieses äußerst milde Klima bietet, wie an der gesamten Bergstraße, seit jeher gute Bedingungen für den Weinbau.
Wiesloch bildet mit der Nachbarstadt Walldorf ein Mittelzentrum der Region Rhein-Neckar im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Wiesloch/Walldorf gehören neben diesen beiden Städten noch die Städte und Gemeinden Dielheim, Malsch, Mühlhausen, Rauenberg und St. Leon-Rot des Rhein-Neckar-Kreises.
Die Ursprünge von Wiesloch lassen sich bis in die keltische Zeit (um 500 v. Chr.) zurückverfolgen.
Im Westen von Wiesloch bestand von 120 bis 260 ein römisches Straßendorf mit einigen Gutshöfen. Hier kreuzten sich zwei römische Fernstraßen, (Speyer-Bad Wimpfen-Limes und Ladenburg-Basel). Seit dem 1. Jahrhundert ist Bergbau auf Blei, Silber und Galmei in Wiesloch nachweisbar.
Wiesloch wurde am 12. September 801 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch als 'Wezzinloch' erstmals erwähnt. 889 urkundete König Arnulf in Wiesloch. 965 bekam Wiesloch von Kaiser Otto I. die Erlaubnis erteilt, einen öffentlichen Markt einzurichten (bestätigt von Kaiser Otto III. (987) und von König Heinrich IV. (1067). Wie bedeutend Wiesloch in dieser Zeit gewesen sein muss, lässt sich daran ersehen, dass schon um 1071 eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika existierte, deren Grundmauern in der heutigen evangelischen Stadtkirche erhalten sind.
Im frühen 13. Jahrhundert geriet Wiesloch unter die Herrschaft der Pfalzgrafen bei Rhein, der späteren Kurfürsten der Pfalz. Als Stadt wurde Wiesloch erstmals 1288 in einer Urkunde des Pfalzgrafen Ludwig des Strengen erwähnt, der genaue frühere Zeitpunkt der Verleihung des Stadtrechts ist jedoch unbekannt. Schultheiße und Schöffen wurden seit 1290 erwähnt. 1296 urkundete König Adolf in Wiesloch.
Im Dreißigjährigen Krieg fand am 16. August 1632 die Schlacht bei Wiesloch zwischen den Schwedischen Truppen unter Gustav Adolf und den Kaiserlichen Truppen statt. Wiesloch wurde am 28. Januar 1689 in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen des Generals Mélac heimgesucht und fast völlig niedergebrannt und zerstört. Die katholische Kirche Sankt Laurentius wurde 1750 fertiggestellt.
Bis 1803 gehörte Wiesloch zur Kurpfalz, danach ging die Stadt im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden und wurde zur Amtsstadt erhoben. 1806 wurde sie Sitz eines Bezirksamtes.
Auf ihrer Jungfernfahrt 5. August 1888 mit dem Wagen ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim ging Bertha Benz in Wiesloch der Sprit aus und sie musste bei der Stadt-Apotheke Ligroin als Treibstoff kaufen (der von dem "Höllengefährt" vor seiner Tür nicht sehr begeistert war und erst überzeugt werden musste, das Ligroin überhaupt zu verkaufen). An diese Anekdote erinnert heute ein Denkmal am Wieslocher Marktplatz sowie ein Hinweisschild an der (heute noch existierenden) Stadtapotheke als erste Tankstelle der Welt.
1905 wurde die Heil- und Pflegeanstalt, das heutige Psychiatrische Zentrum Nordbaden, eröffnet. 1936 wurde das Bezirksamt aufgelöst. Danach gehörte die Stadt zum Landkreis Heidelberg.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zwischen 1946 und 1949 in Wiesloch über 2.000 Flüchtlinge und Vertriebene aufgenommen.
1954 wurde der Wieslocher Bergbau wegen Unrentabilität endgültig stillgelegt.
1971 wurde in Wiesloch die erste "Ausländervertretung" Deutschlands gebildet.
Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 kam die Stadt zum neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis. Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre überschritt die Einwohnerzahl die 20.000er-Grenze. Daraufhin stellte die Stadt Wiesloch den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung von Baden-Württemberg dann mit Wirkung zum 1. Januar 1973 beschloss.
Die Wieslocher Hauptstraße wurde 1983 zur Fußgängerzone erklärt.
Wiesloch gehörte anfangs zum Bistum Worms und kam später zum Bistum Speyer. 1071 weihte Bischof Gundekar II. von Eichstätt die heutige evangelische Stadtkirche dem Heiligen Laurentius. Wie in der gesamten Kurpfalz, so wurde auch in Wiesloch die Reformation eingeführt. Wurde 1556 zunächst das lutherische Bekenntnis eingeführt, so wechselte man 1560 zum reformierten Bekenntnis. Wiesloch war danach eine überwiegend protestantische Stadt.
Als 1803 die (reformierte) Kurpfalz zum (lutherischen) Land Baden kam, lag eine Vereinigung der beiden protestantischen Kirchen nahe, die 1821 dann auch vollzogen wurde. Mit Pfarrer und Kirchenrat Johann Karl David Paul Reimold und Posthalter Johann David Greiff waren auch zwei Wieslocher in der Badischen Generalsynode vertreten, die diese Union herbeiführte. Seitdem ist die Stadtkirche also evangelisch-uniert und wurde Sitz des Dekans des Dekanats Wiesloch, zu dem heute neben der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch mit Johannes-Pfarrei (Stadtkirche), Christus-Pfarrei und Paulus-Pfarrei die Kirchengemeinden der Stadtteile Baiertal und Schatthausen sowie die Kirchengemeinden der Städte und Gemeinden des Umlands, Leimen, Nußloch, Sandhausen, St. Leon-Rot und Walldorf, gehören. Der Kirchenbezirk Wiesloch, welcher derzeit von einer Dekanin geleitet wird, gehört zum Kirchenkreis Nordbaden innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Baden. Der Kirchenbezirk Wiesloch wird zum 1. April 2008 mit dem Kirchenbezirk Schwetzingen zum neuen Kirchenbezirk "Südliche Kurpfalz" mit Sitz in Wiesloch vereinigt werden.
Ebenso sind in Wiesloch der A.B.-Verein, Evangelischer Verein für Innere Mission, die Liebenzeller Gemeinschaft und der CVJM als Gemeinschaften der Landeskirche vertreten. Daneben gibt es in Wiesloch auch eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, einer evangelischen Freikirche.
Die nach der Reformation übriggebliebenen Katholiken konnten von 1701 bis etwa 1725 den abgemauerten Chor der Stadtkirche als Gottesdienstraum mitbenutzen (Simultankirche). Später erwarben sie die säkularisierte Klosterkirche, die heutige katholische Kirche St. Laurentius. Gehörten die Katholiken im Raum Wiesloch zunächst noch zum Bistum Speyer, so wurden sie um 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Die Pfarrgemeinden wurden den Dekanaten Heidelberg, St. Leon und Waibstadt zugeordnet. Als 1929 das Dekanat St. Leon aufgehoben wurde, entstand das Dekanat Wiesloch, das 1976 seine heutige Ausdehnung erhielt. Ihm gehören heute insgesamt 29 Pfarrgemeinden an. Im Wieslocher Stadtgebiet umfasst es die Pfarrgemeinden St. Laurentius, Hl. Dreifaltigkeit (mit der Filialgemeinde St. Marien Frauenweiler), Hl. Kreuz und St. Gallus Baiertal (mit Hl. Dreifaltigkeit Schatthausen).
Ferner gibt es in neuerer Zeit auch eine muslimische Moschee.
Bereits 1526 wurde Frauenweiler eingemeindet. 1908 erfolgte die Eingliederung von Altwiesloch, das erst 1824 eine selbständige Gemeinde geworden war und am 31. Januar 1972 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Baiertal und Schatthausen eingemeindet.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
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¹ Volkszählungsergebnis
Der Gemeinderat der Stadt Wiesloch hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 35 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
| CDU | 12 Sitze |
| SPD | 7 Sitze |
| Die Grünen | 7 Sitze |
| FW | 6 Sitze |
| WGF (Wählergemeinschaft Frauenweiler) | 2 Sitze |
| Frauenliste | 1 Sitz |
An der Spitze der Stadt ist seit 1300 der Schultheiß nachweisbar. Ihm standen zwei Bürgermeister und 12 Ratsleute sowie der Stadtschreiber zur Seite. Die Zahlen der Ratsleute wechselte mehrmals.
Heutiges Stadtoberhaupt ist der Bürgermeister, seit dem 1. Januar 1973 der Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf acht Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bisherige Bürgermeister bzw. (ab 1973) Oberbürgermeister:
Das Wieslocher Wappen zeigt in gespaltenem Schild vorne in Schwarz einen rot bewehrten und rot bezungten, goldenen Löwen, hinten schräg gerautet von Silber und Blau. Die Stadtfarben sind blau-weiß.
Das Wappen geht zurück auf das Stadtsiegel aus dem 13. Jahrhundert. Es zeigte zunächst nur den Löwen, seit Mitte des 15. Jahrhunderts sind dann Siegel mit den hinzugefügten Rauten nachweisbar. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 amtlich festgelegt. Es symbolisiert den kurpfälzischen Löwen und die Wittelsbacher Rauten und bringt somit die Zugehörigkeit der Stadt zur Kurpfalz zum Ausdruck.
Wiesloch unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
Zudem pflegt Wiesloch freundschaftliche Beziehungen mit Győr (Ungarn).
Das Palatin ist das Kulturzentrum Wieslochs. Das Wieslocher Heimatmuseum zeigt Gegenstände aus der Lokalgeschichte.
Die 1987 im heimischen Jugendzentrum gegründete Band The Busters ist ein erfolgreicher "Musikexport" der Stadt und erfreut sich großer Beliebtheit rund um den Globus. Man hat sich dem Ska verschrieben, einem jamaikanischen Musikstil mit multikulturellen Einflüssen. Auch der traditionelle musikalische Bereich ist in Wiesloch vertreten. So gibt es einen Fanfarenzug, den "Kurpfälzischen Fanfarenzug der Weinstadt Wiesloch e.V." , der sich der altdeutschen Fanfarenmusik verschrieben hat. Auf Naturtonfanfaren und Landsknechtstrommeln werden klassische Musikstücke, die eigens für Fanfaren bearbeitet wurden, gespielt. Auszüge aus Wagners "Tannhäuser" und Dvoraks "Aus der neuen Welt" werden ebenso wie die "Nußknackersuite" von Tschaikowsky dargeboten. Abgerundet wird das Erscheinungsbild durch historische Kostüme und 2x2 Meter große Schwingfahnen mit den kurpfälzischen Wappen. Ein reges kirchenmusikalisches Leben mit verschiedenen Chören sowie Konzert- und Oratorienaufführungen gibt es in der evangelischen Kirchengemeinde mit ihrer Stadtkirche.
Der Freihof, das älteste Gebäude Wieslochs, hat den Dreißigjährigen Krieg und beide Weltkriege überlebt. Die Wieslocher Burg mit Bergfried beherbergt heute die Polizei. Von der ehemaligen Stadtmauer sind der Dörndl, der Sauermillichhaffe und der Runde Eckturm erhalten. Weitere Sehenswürdigkeiten in der Kernstadt sind das alte Rathaus, die Evangelische Stadtkirche mit Fundament- und Mauerresten aus dem 11. Jahrhundert, die Sankt Laurentius-Kirche (Wiesloch) und der jüdische Friedhof.
In Altwiesloch ist die Pankratiuskapelle und in Schatthausen das Schatthäuser Wasserschloss zu nennen. Letzteres befindet sich jedoch im Privatbesitz. Ferner gibt es zwischen Baiertal und Schatthausen den Hohenhardter Hof.
Die Wieslocher Stadtapotheke rühmt sich, die "erste Tankstelle der Welt" zu sein, da im Jahr 1888 Bertha Benz bei ihrer Fahrt von Mannheim nach Pforzheim in Wiesloch der Treibstoff ausging und sie in der Stadtapotheke Benzin kaufte.
Weiterhin sehenswert ist die Altwieslochler "Lechner'sche Mühle", die sich entlang der Baiertaler Straße erstreckt. Sie befindet sich in Privatbesitz, ist jedoch nach Voranmeldung zu besichtigen.
Der Verein Feldbahn- & Industriemuseum Wiesloch e.V. besteht seit 2001 und sammelt historisch wertvolle Schienenfahrzeuge von Feld- und Grubenbahnen in der Spurweite 600mm, um sie - möglichst betriebsfähig - der Nachwelt zu erhalten. Sein Domizil hat der Verein im Feldbahnlokschuppen auf dem ehemaligen Gelände der Tonwaren-Industrie-Wiesloch AG (TIW - AG) in Wiesloch.
Das denkmalgeschützte Lokschuppengebäude mit seinen Rauchfängern für Dampflokomotiven befindet sich noch im Originalzustand seiner Erbauung aus dem Jahre 1905 und ist ein einzigartiges Zeugnis der Industriegeschichte im süddeutschen Raum. Das Museum befindet sich im Aufbau und ist regelmäßig an mehreren Besuchstagen und Sonderveranstaltungen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum befindet sich „In den Weinäckern“ und liegt verkehrsgünstig nur 10 Geh-Minuten vom DB- und S-Bahnhof Wiesloch-Walldorf entfernt. Mit dem PKW erreicht man es über die neue B 3, Abfahrt Wiesloch-West, danach der Beschilderung Rewe-Frischelager folgend. Kostenlose Parkmöglichkeiten befinden sich vorort.
Alljährlich findet Ende August/Anfang September das Kurpfälzische Winzerfest in Wiesloch, das zehn Tage lang dauert, statt. Es wird seit 1935 gefeiert. Am ersten Samstag im September feiert man in der Wieslocher Altstadt das Straßenfest ’’Wein und Markt’’. Auch hierbei ist der Kurpfälzische Fanfarenzug der Weinstadt Wiesloch e.V. eine feste Größe und begleitet das Fest während seiner gesamten Dauer mehrmals. Das Fest klingt traditionell mit dem Abschlußfeuerwerk im Stadion unter den Klängen des Fanfarenzugs aus.
Weitere Veranstaltungen:
Druckmaschinenherstellung, Lebensmittel, zentral, - und Frischelager, eine psychiatrische Fachklinik, Finanzdienstleister sind die Hauptzweige der Wirtschaft. Daneben besitzt Wiesloch eine Großkellerei einer Winzergenossenschaft, den Winzerkeller.
Wiesloch liegt an der Autobahn A 6 (Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg) und unweit der A 5 (Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch) und hat somit direkten Anschluss an die europäischen Fernstraßen E35 und E60.
Ferner liegt die Stadt an den Bundesstraßen B 3 und B 39. Die Entfernung nach Heidelberg beträgt rund 15 km, nach Mannheim rund 30 km.
Wiesloch verfügt über ein umfangreiches ÖPNV-Angebot.
Der Bahnhof Wiesloch/Walldorf liegt am Westrand des Wieslocher Stadtgebiets an den Bahnstrecken Heidelberg – Karlsruhe bzw. Heidelberg – Stuttgart. Es halten Züge des IC- und Regionalverkehrs. Der Bahnhof ist außerdem in das S-Bahn-Netz der S-Bahn Rhein-Neckar integriert, die Linien S3 und S4 stellen halbstündliche Verbindungen in Richtung Heidelberg/Mannheim sowie Bruchsal/Karlsruhe her.
Innerörtliche Anschlüsse bietet das gemeinsam mit der Nachbarstadt Walldorf betriebene Stadtbusnetz mit dreizehn Stadt- und Regionalbuslinien.
Der Nahverkehr im Stadtgebiet und der näheren Umgebung ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden. Von 1901 bis 1980 existierte zudem eine Nebenbahn Wiesloch–Meckesheim/Waldangelloch.
Über das lokale Geschehen der Stadt berichtet die in Heidelberg ansässige Rhein-Neckar-Zeitung mit dem Lokalteil für Wiesloch und Walldorf. Außerdem berichtet jeden Donnerstag die "WieWo" über Ereignisse, die in Wiesloch und seinen Ortsteilen passiert sind. Die "Wieslocher Woche" erscheint bei Nussbaum Medien in St.Leon-Rot und ist die Plattform für Vereine, Kirchen, Parteien und sonstigen Institutionen, die sich und ihre Arbeit in Wiesloch lokal präsentieren wollen .
Wiesloch besitzt ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Heidelberg gehört, und eine Außenstelle des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis. Ferner befindet sich in Wiesloch das PZN, das Psychiatrische Zentrum Nordbadens.
Wiesloch hat ein Gymnasium, das Ottheinrich-Gymnasium Wiesloch, eine Realschule, eine Förderschule (Albert-Schweitzer-Schule), eine Hauptschule (Gerbersruhschule) und eine Grund- und Hauptschule (Pestalozzischule). Ferner gibt es vier Grundschulen (Schillerschule, Maria Sibylla Merian-Grundschule, Grundschule Frauenweiler und Grundschule Schatthausen).
Folgende berufsbildende Schulen in Trägerschaft des Rhein-Neckar-Kreises befinden sind in Wiesloch:
Darüber hinaus gibt es noch drei Privatschulen, das Abendgymnasium der Volkshochschule, die Abendrealschule der Volkshochschule Südliche Bergstraße und die Tom-Mutters-Schule für Geistigbehinderte.
Das Stadion an der Parkstraße besteht aus einer Wettkampfbahn Typ B mit Großspielfeld, 400-m-Rundbahn (Kunststoff), Leichtathletik-Segmentflächen (Kunststoff) und einer Stehtribüne für ca. 7.500 Zuschauer.
Mit rund 3500 Mitgliedern ist die TSG Wiesloch einer der größten Vereine in Nordbaden.
Mit rund 800 Mitglieder ist die SpVgg Baiertal der größte Fußballverein der Stadt Wiesloch. Zurzeit spielt Baiertal in der Kreisliga Heidelberg.
BIWU e.V. Beschäftigungsinitiative Wiesloch und Umgebung. Die BIWU wurde mit dem Ziel gegründet, Arbeitslosen im Raum Wiesloch bei der (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu helfen. Betroffene werden in verschiedenen Projekten beschäftigt, qualifiziert und sozialpädagogisch betreut.
Deutsches Rotes Kreuz Ortsvereine Wiesloch, Baiertal und Schatthausen.
Malteser Hilfsdienst e.V. mit den Abteilungen Sanitätsdienst, Breitenausbildung, Katastrophenschutz und Jugendarbeit.
Wieslocher Tafel e.V. Der Verein Wieslocher Tafel e.V. macht sich zur Aufgabe, verwertungsfähige Nahrungsmittel sowie Gegenstände des unmittelbaren persönlichen Gebrauchs zu sammeln und an bedürftige Personen günstig weiterzugeben.
Die Stadt Wiesloch hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
Sonstige Personen, die mit Wiesloch in Verbindung stehen:
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