| SG ist das offizielle Kürzel für den Kanton St. Gallen und wird hier verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Wil zu vermeiden. |
| Wil | |
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| Basisdaten | |
| Kanton: | St. Gallen |
| Wahlkreis: | Wahlkreis Wil |
| BFS-Nr.: | 3425 |
| PLZ: | 9500 |
| Koordinaten: | (721481 / 258568) |
| Höhe: | 571 m ü. M. |
| Fläche: | 7.62 km² |
| Einwohner: | 17'198
(31. Dezember 2006) |
| Website: | www.stadtwil.ch |
| Karte | |
Wil (SG) ist eine kleinstädtische Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Ostschweiz. Sie zählte Ende Dezember 2006 17'198 Einwohner. Mit 66'700 Einwohnern (gemäss BFS 2005) bildet die Agglomeration Wil den drittgrössten Ballungsraum der Ostschweiz. Während mehr als 500 Jahren residierten die St.Galler Fürstäbte im Hof zu Wil, weshalb die Stadt auch Äbtestadt genannt wird.
Inhaltsverzeichnis |
Im Jahre 754 wird Wil zusammen mit den nahegelegenen Ortschaften Rickenbach und Züberwangen in der Henauer Urkunde erstmals urkundlich erwähnt. Mit Wil könnte hier aber auch das in der Nähe gelegene Wilen gemeint sein. 1226 schenkten die Grafen von Toggenburg die Stadt dem Kloster St. Gallen.
Im Jahre 1292 überfielen die Habsburger die Stadt Wil und brannten sie nieder. Die Bewohner waren gezwungen nach Schwarzenbach überzusiedeln. 1301 gaben die Habsburger Wil dem Kloster St. Gallen zurück. Dafür wurde Schwarzenbach geschleift.
Seit 1226 blieb Wil unbestrittenes Eigentum der Fürstäbte von St. Gallen – unterbrochen nur von einer Episode, als die aufständischen Appenzeller 1407 die Stadt für kurze Zeit übernahmen.
1451 ging der Fürstabt ein Bündnis mit den eidgenössischen Orten Zürich, Luzern, Glarus und Schwyz ein, wodurch Wil zum Sitz der eidgenössischen Amtmänner wurde.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sorgte Fürstabt Ulrich Rösch (1463–l491) durch die Bewilligung zusätzlicher Wochenmärkte für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Heute ist eine Strasse in Wil nach ihm benannt.
Zwischen 1525 und 1531 fand die Reformation auch in Wil ihre Anhänger. Mit dem Sieg der katholischen Orte in der Schlacht bei Kappel wurde diese Entwicklung 1531 wieder rückgängig gemacht. Die Herrschaft der Äbte ging erst 1798 zu Ende, als die Alte Eidgenossenschaft zusammenbrach und sich in der Folge das Fürstenland für unabhängig erklärte.
Wil war in der Helvetischen Republik von 1798-1803 Teil des Kantons Säntis und eine selbständige Gemeinde. Im Jahre 1803 kam die Stadt zum neu gegründeten Kanton St. Gallen. Seit 1831 war sie auch Bezirkshauptort. Heute ist Wil Hauptort des gleichnamigen Wahlkreises.
Am 28. September 1855 wurde Wil durch die Sankt Gallisch-Appenzellische Eisenbahn bahnmässig erschlossen.
1984 erhielt Wil den Wakkerpreis für die integrale bauliche Erhaltung der Altstadt.
Seit1992 findet in Wil das Wiler Spielfest statt - mittlerweile der grösste nichtkommerzielle Spielanlass der Schweiz.
Der lokale Fussballclub FC Wil war 2002 bis 2004 in der höchsten Liga, der Super League, und wurde 2004 Schweizer Cupsieger.
2006/7: Kontroverse um den Bau eines Minarettes durch die die lokale islamisch-albanische Gemeinde; das Baugesuch für ein Minarett in Wil ist hängig.[1] Die Minarett-Kontroverse wurde schweizweit zum Politikum; siehe auch: Schweizer Minarettstreit.
Wil ist vor allem wegen seiner Altstadt einen Besuch wert. Sie gilt als die besterhaltene der Ostschweiz. Sehenswert ist zudem die Sicht vom Stadtweiher hinauf zur östlichen Altstadt-Silhouette. Die Fussgängerpromenade vom Schwanenkreisel Richtung Altstadt ist der Ort, an dem sich die meisten Ladengeschäfte befinden. Immer Samstags findet in den Gassen der Altstadt ein Markt statt. Auch das Thurbobräu, das örtliche Bier, ist nicht zu verachten.
Wil ist im Fürstenland der Verkehrsknotenpunkt für Schiene und Strasse. Es liegt an der Hauptverkehrsachse St. Gallen-Zürich und ist Ausgangspunkt für Ausflüge ins Toggenburg. Weitere Routen führen nach Frauenfeld und Richtung Konstanz, Weinfelden, Romanshorn sowie Fischingen im Hinterthurgau und Turbenthal in Richtung Zürcher Oberland.
Am 8. Juli 2006 wurde ein 37 m hoher Aussichtsturm, der Wiler Turm, auf dem Hofberg eingeweiht, eine Holzkonstruktion mit doppelter Wendeltreppe und drei X-Stützen.
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